Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

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Umwelteinsatz in Bambergs Katakomben

Bamberg. Auf Anforderung der Katastrophenschutzbehörden stiegen die Höhlenretter in die Bamberger Unterwelt ab, um der Ursache rätselhafter Überschwemmungen auf den Grund zu gehen.

Die Höhlenretter dringen in die uralte Wasserversorgung vor

Bei einer Reihe von Häusern im Bamberger Berggebiet läuft seit ca. 2 Monaten Wasser in die Hauskeller. Es wurde ein Zusammenhang mit einem Stollen der ehemaligen Wasserversorgung vermutet. Die Katastrophenschutzbehörden der Stadt Bamberg baten die Höhlenretter der Bergwacht Bamberg, uralte Stollen in der Bamberger Unterwelt, die früher der Wasserversorgung gedient hatten, zu befahren und dort nach Ursachen für die Überschwemmungen zu suchen.
Die Befahrung der Stollen ergab keine Auffälligkeiten in der Wasserführung, obwohl die gefluteten Keller ca. 6 bis 8 m über dem Niveau der alten Wasserversorgung liegen.
Ebenso waren Sohle, Wände und Firste unbeschädigt. In den Schacht des Laurenzibrunnens wurde Einsicht genommen. Auch hier wurde nichts außergewöhnliches festgestellt, selbst der Wasserstand bei ca. - 18 m erschien normal.
Ein Zusammenhang der überfluteten Kaller mit der alten Wasserversorgung schien somit unwahrscheinlich. Der Einsatz wurde ohne weiteren Befund beendet.

Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.