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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Mittwoch, 2. Mai 2018

Bergunfallserie am Grünten mit großer Vermisstensuche und tödlichem Absturz

In den letzten Tagen waren die Bergretter aus Sonthofen bei Einsätzen am Grünten stark gefordert, was für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich ist.

Am Samstag, 28.04.2018, stürzte ein 60-jähriger Urlauber aus Hessen im Bereich des Stuhlwandsattels und zog sich eine schwere Oberschenkelverletzung zu. Der Mann wurde versorgt vom Hubschrauber CH 17 am Bergetau hängend direkt in die Klinik nach Immenstadt geflogen. Gegen Abend erreichte die Bergwacht Sonthofen ein weiterer Notruf einer 20-jährigen Au–Pair, die ebenfalls nach einem Absturz leicht verletzt war. Da die Frau im weglosen Gelände unterwegs war und keine Ortskenntnisse hatte, wurde zuerst eine Suchaktion eingeleitet. Der Hubschrauber CH 17 konnte die Frau noch orten, musste den Einsatz aber aufgrund der Dunkelheit abbrechen. Die Bergretter stiegen deshalb zu Fuß auf und transportierten die Patientin per Seil ab.

Am Sonntag, den 29.04.2018, erlitt ein 55-Jähriger aus dem Kemptener Raum auf dem Normalweg zum Grünten einen Herzinfarkt. Da eine Rettung per Hubschrauber an der Stelle nur sehr schwer möglich war, wurde der Patient vom Notarzt und der Bergwacht erstversorgt und nach Stabilisierung per Trage bis zu einem Fahrweg transportiert.

Am frühen Morgen des 1. Mai ging erneut ein Alarm bezüglich einer Vermisstensuche am Grünten ein, da ein 30-jähriger Mann aus Kempten von einer Wanderung am Grünten nicht zurückgekehrt war. Weil das Suchgebiet sehr groß ist, wurde die Suche direkt zusammen mit der Polizei und den Bergwacht-Bereitschaften Immenstadt und Wertach, sowie der Hundestaffel der Bergwacht Allgäu organisiert. Im Einsatz war auch ein Polizeihubschrauber, der schließlich den Vermissten tot in einer unzugänglichen Felsrinne auf der Nordseite entdeckte und zusammen mit den Sonthofener Bergrettern die Bergung durchführte. Im Einsatz waren 55 Bergretter und fünf Bergwacht-Suchhunde sowie fünf Polizisten der Alpinen Einsatzgruppe.

 

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