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Sonntag, 13. Oktober 2019

Nächtliche Vermisstensuche mit glücklichem Ende

12-stündiger Einsatz für die Bergwacht Hinterstein

Am Samstagabend kurz nach 20:00 Uhr setzte eine 59-jährige Wanderin einen Notruf bei der Polizei ab. Sie war am Vormittag mit der Nebelhornbahn hochgefahren, hatte sich im Bereich Koblat verlaufen und konnte, weil es dunkel wurde und sie keine Lampe bei sich hatte, nicht mehr weiter. Während sie den Notruf absetzte, wurde der Akku ihres Handys leer und es war keine Kontaktaufnahme mehr möglich. Auch eine Handyortung durch die Polizei blieb erfolglos.

Da die Frau bei ihrem Anruf keine genaue Örtlichkeit angeben konnte, war völlig unklar, wo und welcher Lage sie sich befand. Dieser Umstand machte es dem Einsatzleiter der Bergwacht Hinterstein schwer, den Suchbereich einzugrenzen. Ein Hubschrauber der Polizei suchte noch in der Nacht das große in Frage kommende Gebiet mit Hilfe einer Wärmebildkamera ab. Zudem setzte die Bergwacht eine Drohne mit Wärmebildkamera zur Suche ein. Beides blieb leider erfolglos, so dass der Einsatz um 03:00 Uhr eingestellt wurde.

Am Sonntag um 06:30 bei Tagesanbruch wurde die Suche fortgesetzt. Wieder wurden ein Polizeihubschrauber und eine bodengebundene Suchmannschaft eingesetzt. Um ca. 08:30 wurde die gesuchte Person von zwei Bergrettern im Bereich der Alpe Wengen entdeckt. Diese konnten kurze Zeit später zu ihr gelangen. Sie befand sich an einer steilen, absturzgefährdeten Stelle und war völlig erschöpft, jedoch sonst nahezu unverletzt. Der Polizeihubschrauber setzte daraufhin einen weiteren Retter bei der Patientin ab. Der hinzugerufene Rettungshubschrauber Christoph 17 konnte sie mit dem Bergetau aus ihrer misslichen Lage retten und zur Kontrolle in ein Krankenhaus fliegen.

Im Einsatz waren 12 Retter der Bergwacht Hinterstein, zwei Spezialisten vom Technikteam der Bergwacht Allgäu und die Besatzungen der beiden beteiligten Hubschrauber. Die Frau hatte großes Glück, dass die Nacht für die Jahreszeit relativ mild war, sie so früh entdeckt wurde und nicht über das unter ihr liegende, felsige Gelände abstürzte.

Die Bergwacht rät dringend, derzeit bei der Planung die früh eintretende Dunkelheit zu berücksichtigen und für alle Fälle eine Lampe dabei zu haben.

 

 

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