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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Montag, 22. Oktober 2018

Schwerer Bergunfall am Brünnstein

Oberaudorfer stürzt beim Abstieg von seinem Hausberg 70-Meter in den Tod.

Am Kirtamontag gegen 20 Uhr machten sich zwei Oberaudorfer vom Brünnsteinhaus auf den Weg. Beim Abstieg von der auf 1360 Meter gelegenen Alpenvereinshütte stürzte dabei ein 68-jähriger Einheimischer aus ungeklärter Ursache über steiles, walddurchsetztes Felsgelände etwa siebzig Meter ab. Sein vorausgehender Begleiter konnte zum Unfallhergang keine Angaben machen.

Die beiden wählten für den Abstieg den vom Brünnsteinhaus durch den Biergarten nach Norden führenden Steig, den sogenannte „Bankerl-Weg“, in Richtung der Groß-Almen auf der Nordseite des Brünnsteins. Dort hatten sie auch ihr Fahrzeug geparkt.

Nach dem der Begleiter in dem dunklen, steil abfallenden Bergwald seinen Bergkameraden nicht ausmachen konnte eilte er unmittelbar zurück zum Brünnsteinhaus um den Bergunfall zu melden. Zwei anwesende Bergwacht-Einsatzkräfte machten sich gemeinsam mit einem Almerer sofort zur Absturzstelle im Bereich der Gräben oberhalb der „Wechselberger-Alm“ auf. Parallel dazu erfolgte die Alarmierung der Bergrettungswache Oberaudorf.

Nachdem anfänglich die genaue Absturzstelle noch nicht geklärt werden konnte machten sich die Bergretter, koordiniert durch den Bergwacht-Einsatzleiter, von zwei Seiten mit den Einsatzfahrzeugen zur Unfallstelle auf. Das 3-köpfigeTeam, das vom Brünnsteinhaus anrückte hatte gegen 21 Uhr die Absturzstelle lokalisiert und konnte über Funk die nachrückenden Kräfte einweisen. Bereits kurze Zeit später trafen über die Nordseite bereits weitere Einsatzkräfte ein und begannen den unwegsamen Zustieg mit Seilen zu versichern. Für den 68-Jährigen Oberaudorf kam aber jede Hilfe zu spät. Der ebenfalls alarmierte Bergwacht-Notarzt konnte nur noch den Tod des Bergsteigers feststellen.

Zwei Einsatzkräfte der alpinen Einsatzgruppe der Bayrischen Polizei übernahmen die Unfallaufnahme. Die Betreuung des Begleiters sowie der Angehörigen übernahm das Kriseninterventionsteam KID-Berg der Bergwacht Bayern. Die Bergung des tödlich verunglückten Bergsteigers erfolgte terrestrisch und wurde gemeinsam von Polizei und Bergwacht bewältigt. Der Einsatz konnte am Dienstag um 2 Uhr Nachts beendet werden.      

Insgesamt waren 20 Bergwacht-Einsatzkräfte, der Bergwacht-Notarzt, das Kriseninterventionsteam KID-Berg sowie zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe der Bayrischen Polizei sechs Stunden im Einsatz.

Autor: Bergwacht Oberaudorf

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