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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Alpiner Ski-Weltcup 2016

 

Spektakuläre Rennen bei schwierigen Bedingungen bekamen die Zuschauer an den zwei Weltcup -Wochenenden zusehen. Es waren 272 Bergretter aus 8 Bereitschaften an den 8 Renntagen auf der Kandahar im Einsatz. Passiert ist glücklicherweise kaum etwas. Nur zwei Streckerer mussten versorgt werden. Einer hatte einen Schwächeanfall und der zweite eine Rippen-Verletzung. Neu war heuer die Zusammenarbeit mit der DRF-Luftrettung.

 

Waldbrand am Kramer

Bergwacht zu Sicherungsarbeiten angefordert.

Am Mittwoch kurz nach Mitternacht melden Anwohner von Garmisch-Partenkirchen, dass es an der Südseite des  Kramer brennt – etwa 200 Meter über der St.-Martins-Hütte, knapp unter der Kanzel, einem Aussichtspunkt in steilem, felsdurchsetzten Gelände. 

Unterstützt wurden die gut 110 Feuerwehrkräfte dabei von zwölf Einsatzkräften der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen und dem SAR-Hubschrauber der Bundeswehr. Dieser flog ca. 25 mal den Löschwasserbehälter mit bis zu 700 Liter Inhalt vom provisorischen Landeplatz an der Almhütte zu den Brandstellen auf ca. 1400 Meter. Die Bergwacht sicherte die Feuerwehrkräfte im Gelände, im Bereich der Kanzel mussten diese auch abgeseilt werden. Die Dunkelheit erschwerte das Ganze zusätzlich, man sieht vor allem auch keinen Steinschlag.

Die Einsatzkräfte brachten das Feuer gegen 04.00 Uhr unter Kontrolle und hatten den Brand im Laufe des Vormittags endgültig abgelöscht. Durch den Polizeihubschrauber wurden noch vereinzelte Glutnester aufgespürt und der Nachaufsicht der Feuerwehr gemeldet. Um 15:00 Uhr war der Einsatz für alle Beteiligten beendet.

Die Einsatzleiter hoben das hervorragende Miteinander aller Beteiligten hervor - Feuerwehr, Bergwacht, Hubschrauberbesatzungen und Bayerisches Rotes Kreuz, die eine Versorgungsstation eingerichtet hatten.

 

Das Feuer ist aus bisher ungeklärter Ursache ausgebrochen, es ist eine Fläche von rund 25.000 Quadratmeter an der Südseite der Kramerspitz betroffen.

Tödlicher Absturz im Angerlloch

11-jähriger Bub sieht Absturz des Vaters und steigt danach selbständig ab und holt Hilfe.

Am späten Dienstagvormittag, 29.12.15, hat sich im Wettersteingebirge ein tödlicher Bergunfall ereignet, bei dem ein Bergsteiger aus dem Saarland verstorben ist.

Der 49-Jährige Bergsteiger und  sein 11-jähriger Sohn stiegen gegen 11.00 Uhr von der Meilerhütte über das “Angerlloch” ab. Die beiden hatten im Winterraum der Meilerhütte übernachtet und waren für die Tour und die winterlichen Verhältnisse gut ausgerüstet.

Beim Einstieg in die seilversicherte Kletterpassage verlor der Vater aus bisher ungeklärter Ursache den Halt und stürzte ca. 200 Höhenmeter über das felsdurchsetzte Plattengelände in die Tiefe. Der Bub, der den Absturz des Vaters mit ansehen musste, stieg daraufhin alleine durchs Angerlloch ab und traf bei der Wetterstein Alm zwei Wanderer, welche um 12:00 Uhr die Bergwacht verständigten.

Umgehend wurden mit dem Rettungshubschrauber “Christoph 1” zwei Bergwacht-Einsatzkräfte, darunter ein Notarzt an die Unglücksstelle geflogen. Der Notarzt konnte dort leider nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der 11-jährige Sohn wurde mit dem „Christoph 1“ ins Tal geflogen, vom Kriseninterventionsdienst der Bergwacht (KID) betreut und Verwandten in München übergeben.

Zusammen mit einem Polizeibergführer bargen die Bergretter die Leiche des Verunglückten, diese wurde am Nachmittag mit dem Polizeihubschrauber ins Tal transportiert.

Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ernennt Hansjörg Buchwieser zum Ehrenmitglied

Im Jahr 1959 trat der damals knapp 20jährige Hansjörg Buchwieser in die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ein. Als sehr guter Kletterer und Skifahrer wurde er von Anfang an bei schwierigen Einsätzen eingesetzt.

Ab 1965 versorgte Hansjörg Buchwieser während der Wintermonate als hauptamtlicher Bergwachtmann  verletzte Skifahrer in Zugspitz- und Classicgebiet und wurde im selben Jahr auch in die Lawinenkommission für das Alpspitz- und Kreuzeckgebiet berufen. Daneben organisierte Hansjörg über viele Jahre den Rettungsdienst bei den Alpinen Ski-Weltcuprennen und der Ski-WM 1978 auf der Kandahar.

Von gebrochenen Beinen auf der Skipiste bis zu Bergungen unter widrigsten Bedingungen aus der Felswand, es gibt wohl kein Szenario, das der Hansjörg nicht mitgemacht und miterlebt hat. Zu seinen markantesten und traurigsten Einsätzen zählen zweifellos die Bergung seines Bergwachtkameraden Werner Lercher  1979 am Jubiläumsgrat und der Hubschrauberabsturz 1988 im Oberreintal. 

Seine immensen Erfahrungen und sein Wissen gab Hansjörg über 30 Jahre lang als zertifizierter Ausbilder an seine Kameraden der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen weiter. In der Bergwachtregion Hochland war er als Ausbildungsleiter ab 1969 für die Ausbildung verantwortlich und mehr als zwanzig Jahre lang die treibende Kraft bei der Weiterentwicklung der Ausbildungen und der Rettungsgeräte. 

Besonders verdient hat sich Hansjörg bei den Bauvorhaben der Bereitschaft gemacht. Beim Neubau des Bergwachthauses war er mit über 600 freiwilligen Arbeitsstunden der fleißigste Arbeiter, ebenso beim Bau der Osterfelder- und der Hausberghütte, beim Garagenbau und beim Umbau für den G7-Gipfel.

Seit 1997 kümmert er sich als Haus- und Gerätewart in vorbildlicher Weise um das gesamte Bergwachthaus, die Einsatzfahrzeuge und überprüft und wartet die umfangreiche Rettungsausrüstung. Bei allen Vorstandssitzungen ist Hansjörg mit seiner großen Erfahrung ein wichtiger Ansprechpartner und Ideengeber.

Daher gab’s einen großen Applaus der Bergwachtkameraden, als Bereitschaftsleiter Andi Dahlmeier dem neuen Ehrenmitglied Hansjörg Buchwieser die prächtige Ehrenurkunde überreichte.

Drei verletzte Bergsteiger von Bergwacht geborgen

Das sonnige warme Herbstwetter lockte am Donnerstag zahlreiche Bergsteiger und Wanderer in die Berge und bescherte der Bergwacht drei schwierige Einsätze.

Eine 50jährige Schweizerin stieg mit ihren Begleitern am Vormittag von der Reintalangerhütte über den Schützensteig zum Stuiben auf. Im oberen Bereich des Schützensteigs auf ca. 1900 Meter verlor die Frau das Gleichgewicht, stürzte und verletzte sich am Kopf. Mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau wurde um 11:40 Uhr der Notarzt und ein Bergretter zum Schützensteig geflogen, wegen des böigen Windes wurden die Retter unterhalb der Einsatzstelle abgesetzt und mussten zur verletzten Frau aufsteigen. Während die Einsatzkräfte die Frau versorgten, brachte der Christoph Murnau einen zweiten Bergretter für den Abtransport zum Schützensteig.

Um 12:00 Uhr ein zweiter Alarm für die Bergwacht. Ein Bergsteiger war unterhalb des Königsstands am Kramer abgerutscht und hatte sich an der Schulter verletzt. Der 80jährige aus Garmisch-Partenkirchen war alleine unterwegs und konnte mit seinem Mobiltelefon die Rettungsleitstelle alarmieren. Mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau der aus dem Reintal zurück kam, wurde der Königsstand nach dem verletzten Bergsteiger abgesucht. Der Telefonkontakt zu dem Bergsteiger war inzwischen abgebrochen, die Einsatzkräfte entdeckten ihn schließlich im Bereich der „Schwarzen Wand“ in einer steilen Felsenrinne. Zwei Bergretter wurden oberhalb der Unfallstelle vom Hubschrauber abgelassen und bauten dort die Sicherungen auf. Anschließend wurde eine Bergretterin zum Verletzten abgelassen. Der Mann war erheblich verletzt und drohte weiter abzustürzen. Nach dem der Verletzte im Statikseil gesichert war, wurde er zusammen mit der Bergretterin in einfacheres Gelände abgeseilt.

Um 12:55 Uhr, während die Bergretter bei den Einsätzen am Schützensteig und Königstand unterwegs waren, wurde die Bergwacht erneut alarmiert. An der Alpspitz-Nordwand kletterten zwei Bergsteigerinnen eine Route im 4. Schwierigkeitsgrad, die bis zum sogenannten „Herzl“ in Wandmitte führt. Eine der beiden, eine 61jährige Frau aus dem Landkreis, hatte Kreislaufprobleme und konnte nicht mehr weiterklettern bzw. absteigen. Nach Abstimmung mit Einsatzleiter und der Integrierten Leitstelle brach der Rettungshubschrauber Christoph Ohlstadt, der sich diese Woche zu einer gemeinsamen Ausbildung des ADAC und der Bergwacht im Heimgartengebiet befindet, die Übung ab. Er flog mit zwei Garmischer Bergrettern zur Alpspitz-Nordwand und setzte diese an der Einsatzstelle ab. Die beiden Bergsteigerinnen wurden um 13:50 Uhr zusammen mit den Bergrettern in den „Christoph Ohlstadt“ aufgewinscht und zum Klinikum Garmisch-Partenkirchen geflogen.

Am Schützensteig hatten die Einsatzkräfte in der Zwischenzeit die verletzte Bergsteigerin versorgt. Die Patientin wurde am Seil gesichert und stieg zusammen mit dem Notarzt und den Bergrettern ca. 100 Höhenmeter in einen windgeschützten Bereich ab. Dort konnten alle Beteiligten vom Christoph Murnau aufgewinscht werden und trafen um 14:00 Uhr am Klinikumslandeplatz in Garmisch-Partenkirchen ein.

Im Anschluss startete der Christoph Murnau zum Königsstand. Dort wurde zuerst der Patient mit der Bergretterin und danach der zweite Bergretter oberhalb der Unfallstelle aufgewinscht und ins Tal geflogen. Der verletzte Bergsteiger wurde um 14:30 Uhr zur Behandlung ins Klinikum übergeben.

Wegen der starken Föhnwinde waren die Windeneinsätze für die Einsatzkräfte sehr schwierig und anspruchsvoll, neben den Besatzungen von Christoph Murnau und Christoph Ohlstadt waren neun Einsatzkräfte der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen im Einsatz.

Bergung aus dem Mauerläufer-Klettersteig

Donnerstag, 13. August 2015

Aufwändige und anspruchsvolle Rettungsaktion von zwei Klettersteig-Begehern

Der Mauerläufer-Klettersteig in der über 200 Meter hohen Bernadein-Nordwand bietet lange ausgesetzte und schwierige Abschnitte, die am Stück geklettert werden müssen. In der Klettersteig-Schwierigkeitsskala wird der „Mauerläufer“ mit D/E eingestuft und als sehr schwierig bewertet.

Am Donnerstag, 13.08.15 fuhren zwei Münchner Bergsteiger – beide 37 Jahre alt – mit der ersten Alpspitzbahn zum Osterfelderkopf, gingen von dort zum Wandfuß der Bernadeinwand und stiegen in den Mauerläufer-Klettersteig ein.

Um ca. 10:15 Uhr stürzte einer der beiden Münchner Bergsteiger in sein Klettersteigset. Nachdem er sich Verletzungen am Arm zugezogen hatte, alarmierten die beiden per Mobiltelefon die Rettungsleitstelle.

Mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau wurden sechs Einsatzkräfte der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen sowie die notwendige Ausrüstung zum Ausstieg des Klettersteigs am Bernadeinkopf geflogen. Zwei Bergretter wurden vom Ausstieg am Gipfel mit Dyneema-Seilen zu den Bergsteigern - die sich in etwa der Höhe der Wandmitte befanden - abgelassen.

Die Retter sicherten die erschöpften Bergsteiger im Dyneema-Seil und wurden anschließend mit ihnen gemeinsam zum Wandfuß abgeseilt. Die Einsatzkräfte versorgten dort die Schürfwunden des Verletzten, bevor er zusammen mit seinem Begleiter vom Christoph Murnau ins Tal geflogen wurde. Die Einsatzkräfte am Bernadeingipfel zogen in der Zwischenzeit die Dyneemaseile ab und verpackten das Rettungsmaterial. Um 13:30 waren alle Einsatzkräfte im Tal und der Einsatz beendet.

26.06.2015

Erschöpft am Jubiläumsgrat

Der Jubiläumsgrat ist eine Herausforderung – angesichts der Länge von mehreren Kilometern und des extrem anspruchvollen Geländes. Um über die Route von der Zug- zur Alpspitze zu gelangen, ist nicht nur eine sehr gute Kondition gefragt. Wer die Begehung plant, muss auch einkalkulieren, dass er stundenlang auf dem ausgesetzten Grat unterwegs ist.

Zwei Bergsteigern aus Nordrhein-Westfalen wurde am 26.06.15 die Länge der Tour zum Verhängnis. Gegen 16:00 Uhr setzten die beiden 54- und 55-jährigen Bergsteiger einen Notruf mit ihrem Mobiltelefon ab. Aufgrund der unsteten Verbindung dauerte es einige Anrufe, bis die genaue Einsatzstelle an der Äußeren Höllentalspitze lokalisiert wurde.

Mit dem SAR-Hubschrauber der Bundeswehr wurden zwei Einsatzkräfte der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen zur Einsatzstelle an der Äußeren Höllentalspitze transportiert und abgesetzt. In der Zwischenzeit flog der Hubschrauber Grainauer Bergwachtkräfte zu einem Verletzten im Mattheisenkar. Nachdem dieser Patient versorgt war, konnten die beiden unverletzten Bergsteiger und die beiden Retter am Jubiläumsgrat aufgewinscht werden.

Um 18:45 Uhr war der Einsatz beendet und die beiden erschöpften Bergsteiger sicher im Tal.

Ehrungen verdienter Mitglieder

Im Rahmen der Frühjahrsversammlung und in Anwesenheit des zweiten Bürgermeister Wolfgang Bauer wurden Stefan Hiebler für 25 Jahre, Werner Kästner für 40 Jahre und Franz Zeitler und Anton Lober für 50 Jahre  im aktiven Bereitschaftsdienst ausgezeichnet.

DR. GAZERT POKAL - RIESENSLALOM AM KREUZWANKL

Die Bestzeit beim Riesenslalom der Bereitschaft am Kreuzwankl erzielte Thomas Bräckle mit 44,61 Sekunden.

ERGEBNISLIST 2015  - Bergwachtrennen am Kreuzwankl  (vorher Anmelden)

 

EINSATZPRAKTIKUM IM ZUGSPITZ- UND IM CLASSIC-SKIGEBIET IN GARMISCH-PARTENKIRCHEN

2015_Ausschreibung_Einsatzpraktikum_GAP.pdf

Die Bergwachten Garmisch-Partenkirchen ermöglichen Bergrettern in der kommenden Wintersaison erneut die Absolvierung eines zweiwöchigen Praktikums in den Skigebieten.

Engagierte junge Einsatzkräfte in der Bergwacht Bayern sollen die Möglichkeit erhalten, Patienten unter Anleitung sehr erfahrener Einsatzkräfte zu versorgen. Auf diesem Weg können sie zudem am „Alltag“ der Einsatzkräfte im Skiwacht-Dienst teilnehmen. Die Einsatzzeiten werden für das Praktikum zum Rettungssanitäter anerkannt.

 

Bergwacht birgt Gleitschirmflieger aus dem Gudiberglift

Am Donnerstag gegen 7:00 Uhr morgens beobachtete ein Gemeindearbeiter im Skistadion den Start eines Gleitschirmfliegers vom Startbereich des Gudiberg.

Kurze Zeit später bemerkte er daß der Gleitschirm mitsamt des Piloten an der obersten Stütz des Gudibergliftes hing und alarmierte daraufhin die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen.

Beim Eintreffen der Bergretter hing der 23 jährige Student aus Vilsbiburg hilflos in den Schnüren seines Gleitschirms am Seil des Gudibergliftes. Vier Bergretter stiegen auf die Liftstütze, sicherten den Piloten und seilten ihn zum Boden ab. Anschließend bargen die Retter den Gleitschirm aus den Liftseilen. Da der Student über Schmerzen im Fuß klagte wurde er zur Abklärung ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht. Insgesamt waren sechs Bergretter bis 08:30 Uhr im Einsatz.

Bergung bei Nacht aus der Alpspitz-Nordwand

Am Mittwoch Vormittag, den 24.09.2014 stiegen ein 34jähriger und seine 28jährige Begleiterin in die Kletterroute „KG-Weg" an der Alpspitz-Nordwand ein. Die beiden Münchner wollten dann weiter im oberen Wandbereich über die Adamplatte zum Gipfel klettern.

Mit dem Mobiltelefon alarmierten die beiden Kletterer gegen 18:00 Uhr die Integrierte Rettungsleitstelle. Der Rückruf durch den Bergwacht-Einsatzleiter ergab, dass die beiden im Bereich der Adamplatte  ca. 100 Meter unterhalb des  Gipfels festsitzen. Sie befinden sich an einem Bohrhakenstand, sind beide unverletzt und kommen aber wegen des Nebels und Schneeauflage nicht mehr weiter. Das Abseilen über die Kletterroute war den beiden nicht möglich.

Mit dem SAR-Hubschrauber der Bundeswehr wurden gegen 19:00 Uhr zwei Bergretter bis zur Nebelgrenze zum „Herzl" geflogen und dort abgeseilt. Den weiteren Aufstieg zur Einsatzstelle mussten die Bergretter nach kurzer Zeit wegen der schlechten Sichtverhältnisse abbrechen.

Die Bergretter querten deshalb zum Ferrata-Klettersteig und versuchten über diesen zum Alpspitzgipfel und von dort zu den beiden Bergsteigern zu gelangen.

Zwei weitere Bergretter wurden gegen 20:15 Uhr zum Osterfelderkopf geflogen, auch sie stiegen über die Ferrata zum Alpspitzgipfel. Auf Grund der zunehmend schlechten Sichtverhältnisse musste der Hubschraubereinsatz anschließend abgebrochen werden. 

Gegen 21:45 Uhr begann bei Nebel und Schneefall die Bergung vom Alpspitzgipfel aus. Am 100 Meter langen Dynastatseil wurden ein Bergretter in die Nordwand zu den Kletteren abgelassen. Nachdem der Bergretter die Einsatzstelle erreicht hatte, wurden die beiden Kletterer am Dynastseil gesichert. Der Bergretter stieg anschließend mit jeweils einem Kletterer die restlichen 100 Meter zum Gipfel auf. Gegen 24:00 Uhr, es herrschte mittlerweile heftiger Schneefall, waren alle Beteiligten am Alpspitzgipfel und begannen den Abstieg über den Ferrata-Klettersteig.

Vom Osterfelderkopf wurden alle mit dem Einsatzfahrzeug der Bergwacht ins Tal gefahren. Die beiden Münchner waren erschöpft aber glücklicherweise unverletzt und trafen um 03:15 Uhr gemeinsam mit den Einsatzkräften am Bergwachthaus in Ga-Pa. ein.

Frühjahrsversammlung 2014

Im Rahmen der Frühjahrsversammlung und in Anwesenheit von Bürgermeisterin Daniela Bittner wurde Hans Mühlbacher für 50 Jahre, Wolfgang Bauer, Sepp Kleißl, Sepp Rauch, Wolfgang Rauch, Hans Hibler, Georg Lindebner für 40 Jahre und Peter Rogner, Stefan Motz für 25 Jahre im aktiven Bereitschaftsdienst ausgezeichnet. 

DR. GAZERT POKAL - RIESENSLALOM AM KREUZWANKL

Die Bestzeit beim Riesenslalom der Bereitschaft am Kreuzwankl erzielte Thomas Bräckle mit 39,71 Sekunden.

ERGEBNISLIST 2014  - Bergwachtrennen am Kreuzwankl  (vorher Anmelden)

Einsatzpraktikum im Zugspitz- und im Classic-Skigebiet in Garmisch-Partenkirchen

2014_Ausschreibung_Einsatzpraktikum.pdf

Engagierte junge Einsatzkräfte in der Bergwacht Bayern sollen die Möglichkeit erhalten, Patienten unter Anleitung sehr erfahrener Einsatzkräfte zu versorgen. Auf diesem Weg können sie zudem am „Alltag“ der Einsatzkräfte im Skiwacht-Dienst teilnehmen. Die Einsatzzeiten werden für das Praktikum zum Rettungssanitäter anerkannt.

Abstruz am Unteren Schüsselkarturm

Zwei junge Bergsteiger versuchten am Dienstag Nachmittag am Unteren Schüsselkarturm die mit 6- bewertete Route Herbst/Teufel zu klettern. Im oberen Teil der ersten Seillänge brach dem Vorsteiger ein Griff aus, was zu ein Sturz von ca. 20 Meter führte. Dabei Verletzte er sich erheblich am Kopf, sowie an den Ellenbogen und Knien. Bei dem Aufprall am Felsen wurde der Helm des Kletterer in zwei Teilen zerbrochen. Der Seilpartner schaffte es noch den Verletzten zu sich an den Stand abzulassen.
Um 14:48 Uhr alarmierte die Leitstelle Oberland die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen über den Absturz am Unteren Schüsselkarturm, den der Seilpartner des Verunglückten abgesetzt hatte. Es wurde ein Notarzt  Hubschrauber angefordert und zwei Retter machten sich bereit für die Bergung in der steilen Nordwand. Beim ersten Anflug mit dem Hubschrauber  Christoph Murnau wurde festgelegt dass eine Bergung mit der  Winde möglich ist und bei einem kurzer zwischen Landung  die Maschine in Oberreintal ausgeladen wird. Beim zweitem Anflug wurde der Verletzte mittels Kapp-Schlinge gesichert, vom Seil getrennt und per Winde aufgenommen. Anschließend wurde der Verletzte am Landeplatz im Oberreintal vom Notarzt versorgt und weiter ins Klinikum Murnau geflogen.
Der Seilpartner wollte vom Hubschrauber nicht geholt werden und stieg selbständig ab.

Meilerhüttenübung - Bergung aus hohen Felswänden

Partenkirchner Dreitorspitze NO-Gipfel, in der Nordwestwand die mit ihrem riesigem gelben

Felsausbruch Richtung Garmisch zeigt wurde am Samstag dem 21.7. eine Bergwacht Übung

durchgeführt. Das Gelände in der 350m hohen Wand wurde mit dem Fernglas besichtigt so das das

Risiko für eine Übung akzeptabel blieb.

Ein zehn Mann / Frau starkes Team gelangten mit Hilfe einer Fixseilraupe innerhalb von einer Stunde

von der Meilerhütte zum Gipfel. Mit dabei zwei Rettungsseile (Dyneema) jeweils 400m, Bohrmaschine

und Material für die Aufhängung und Verankerung. Anschließend wurden über die Steile NW-Wand

zwei Bergwachtler an den Seilen bis zum Wandfuß abgelassen.

Die Bergwachtler könnten im Ernstfall, Personen die in der Wand hängen (z.B. verunfallte Seilschaft)

von oben her zur Hilfe kommen. An das Rettungssystem, können vier Personen plus Bergegerät

angehängt werden.

Eine weitere Gruppe übte das selbe Rettungsverfahren an der Signalkuppe.

Karl Eitzenberger und Peter Anzenberger, 15m unter dem Gipfelkreuz der Partenkirchner Dreitorspitze.

Reindl und Hibler zu Ehrenmitgliedern der Bereitschaft ernannt

Große Verdienste um die Bergwacht: Toni Reindl und Hans Hibler erhalten von Bereitschaftsleiter Andi Dahlmeier (r.) und Thomas Müller die Urkunde.

Schon gleich nach dem Zweiten Weltkrieg sind die beiden Männer der Bergwachtbereitschaft Garmisch-Partenkirchen beigetreten. Unzählig viele, oft auch tagelange Einsätze haben sie im Laufe der Jahrzehnte bewältigt. Doch nicht nur deshalb hat die Bergwacht jetzt Toni Reindl (86) und Hans Hibler (80) zu Ehrenmitgliedern ernannt. Reindl engagierte sich zudem von 1955 bis 1977 als Bereitschaftsleiter und danach noch im Vorstand. Hibler dagegen setzte sich vier Jahrzehnte als Ausbilder sowie als Leiter der Lawinenhundestaffel in der Region Hochland und als Einsatzleiter bei großen Lawinenunglücken ein. Und gemeinsam waren Riendl und Hibler die tollkühnen Bergsteiger, die das erste Seil der Eibseeseilbahn über die 1000 Meter hohen Zugspitz-Nordwand legten.

 

Anton Reindl, geb. am 30.03.1927, wohnhaft in Kaltenbrunn

 

  • Aktives Mitglied der Bergwacht ab 22.09.1946
  • Von 1955-1977 Bereitschaftsleiter, ab 1977 bis 1993 sehr engagiertes Mitglied in unserer Vorstandschaft
  • Sehr viele, darunter auch schwere Einsätze in früherer Zeit
  • Zusammen mit Bergwachtkamerad Hans Hibler Verlegung des ersten Seils für die Eibseeseilbahn durch eine kühne Abseilaktion über die 1000 Meter hohe Nordwand vom Zugspitzgipfel zur Riffelriß
  • Unter schwierigen Rahmenbedingungen war er der maßgebliche und treibende Mann bei Bau der drei Diensthütten im Skigebiet – heute wichtige Stützpunkte für die Pistenrettung sowie die Betreuung von Skiweltcuprennen und anderen Events.
  • Beim Bau des Bergwacht-Hauses in Garmisch-Partenkirchen unentgeltliche Ausführung aller Schlosserarbeiten – Treppengeländer – Fenstergitter und Lampen.   

 

Hans Hibler, geb. 28.05.33, wohnhaft in Farchant

 

  • Aktives Mitglied der Bergwacht ab 01.11.1949
  • von 1955 -1966 hauptamtlicher Bergwachtmann im Winterrettungsdienst
  • ungezählte, in früheren Jahren oft tagelange Einsätze bei Vermisstensuchen und bei Verletzten- und Totenbergungen
  • vier Jahrzehnte Ausbilder in der Bergwachtbereitschaft und Hundeausbilder
  • Leiter der Lawinenhundestaffel in der Bergwachtregion Hochland
  • von 1973 – 1977 IKAR-Mitglied (Internationale Kommission für Alpines Rettungswesen)
  • von 1969 – bis 1993  stellv. Bereitschaftsleiter (mit vierjähriger Unterbrechung)
  • Erfinder der Hibler-Wärmepackung
  • Einsatzleiter bei den großen Lawinenunglücken am Gatterl und Reintal, 1965 auf der Zugspitze, in Mittenwald und 1979 im Höllental (Werner Lercher)
  • Bei einem Wächtensturz anlässlich der Wegsicherung zur Hochalm schwerste Verletzungen
  • Bei den drei Hüttenbauten maßgeblich beteiligt, beim Bau des Garmisch-Partenkirchner Bergwachthauses 400 freiwillige Arbeitsstunden

Ehrungen verdienter Mitglieder

Im Rahmen der jährlichen Grillfeier und in Anwesenheit von Bürgermeisterin Daniela Bittner wurden Klaus Rothballer für 50 Jahre und Peter Huber für 40 Jahre im aktiven Bereitschaftsdienst ausgezeichnet. Klaus Rothballer, betonte Bereitschaftsleiter Andi Dahlmeier, nehme nach wie vor an den Einsätzen teil und ist als zweiter Gerätewartfast täglich bei der Bergwacht anzutreffen. . Dort kümmert er sich um die Pflege der umfangreichen Funk- und Einsatzausrüstung, der technischen Geräte und führt die notwendigen Reparaturen durch. 

Peter Huber engagiert sich als Ausbilder und unterstützt als Vorstand der Bayrischen Zugspitzbahn die zahlreichen Fortbildungstermine der Bergwacht vorbildlich.

Verabschiedung der "alten" Bereitschaftsleiter

Die neuen Bereitschaftsleiter Andreas Dahlmeier und Thomas Müller würdigten die Arbeit der scheidenden Bereitschaftsleiter Karl Eitzenberger und Wilhelm Brenner.

Ehrungen 2013

v. L.   Wilhelm , Bürgermeister Thomas Schmit, Anton Hiebler (60 Jahre), Hans Geiger (40 Jahre), Hubert Hillmaier (25 Jahre)

verhindert waren: 50 Jahre Klaus Rothballer / 40 Jahre Peter Huber / 25 Jahre Peter Rogner 

DR. GAZERT POKAL - Riesentorlauf am Gudiberg

v. l. Peter Aumüller (AK IV), Thomas Bräckle (Jugend), Sepp Lindebner (AK I), Maria Hornsteiner (Jugendgruppe),Franz  Böswald (AK III), Toni Bauer (Allgemein), Klaus Rothballer (AK V)

ERGEBNISLIST 2013  - Bergwachtrennen am Gudiberg (vorher Anmelden)

 

 

FIS Alpinen Ski Weltcup

2013 war Garmisch-Partenkirchen wieder Austragungsort von vier Rennen des FIS Alpinen Ski-Weltcups. Vom 21.02. - 24.02. waren ein Herren Riesenslalom und Abfahrtsrennen, sowie vom 30.02. - 03.03.2013 ein Dame Super G und ein Abfahrtsrennen auf der Kandahar.

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Weihe den neuen Einsatzfahrzeuge

Die zwei neuen Einsatzfahrzeuge der Bereitschaft  wurden am Samstag, den 29. September  nach der Abendmesse durch Pfarrer Andreas Lackermeier vor der Maria Himmelfahrt Kirche in Partenkirchen gesegnet.




Leistungsauszeichnung für besondere Verdienste um die Bergwacht Bayern

Münchner Residenz am 25. September 2012


Leistungsauszeichnung in Silber - Thomas Eitzenberger

Thomas Eitzenberger, ein Handwerksmeister und Bergretter mit großem Engagement. So bergsteigerisch interessant die Berge rund um Garmisch- Partenkirchen sind, so schwer waren und sind auch teilweise die Einsätze, in denen er seit 1979 als Bergretter beteiligt ist. Ob schwierige Bergungen am Jubiläumsgrat im Sommer, aber auch im Winter, den Einsatz mit und ohne Hubschrauber, Thomas Eitzenberger kann von vielen unterschiedlichen und schweren Einsätzen berichten.

2005 war die Einsatzmannschaft um Thomas Eitzenberger bei großer Lawinengefahr und Nebel auf der Suche nach vier abgängigen Personen unterwegs. Im Bodenlainetal konnten sie aufgefunden werden – auch für die Bergretter eine nicht ungefährliche Situation. Seit 1988 ist Thomas Eitzenberger mit einer kurzen Unterbrechung auch für die Skiwacht tätig. Mit großem Können und seinem besonnenen Handeln übernimmt Thomas Eitzenberger auch die Verantwortung für die notfallmedizinische Ausbildung und Winterrettung in der Bergwacht Garmisch Partenkirchen. Nicht nur die Einsatztätigkeit und Ausbildung sind von seinem Wirken getragen, sondern auch die Bergrettungswache und der Stützpunkt am Hausberg. Als Meister der Zimmererhandwerkes setzte er sich auch hier tatkräftig ehrenamtlich bei den Baumaßnahmen ein.

Leistungsauszeichnung in Silber - Josef Rauch

Nach fast 40 Jahren Bergrettung kann Josef Rauch auf zahlreiche geglückte Rettungseinsätze zurückblicken. In den Skigebieten um Garmisch waren dies zum einem zahlreiche Unfälle von Skifahrern auf den Pisten, zum anderem war Josef Rauch bei Einsätzen zum Teil mit hoher Eigengefährdung im hochalpinen Klettergelände als Bergretter mit im Einsatz. Beispiel hierfür geben die Rettungseinsätze am Unteren Schüsselkartum, Rettung eines Kletterers nach Blitzschlag, oder zuletzt 2010 bei der Bergung eines tödlich abgestürzten Skitourenläufers und seinem Begleiter am Gipfelhang an der Zugspitze. Trotz seines Umzugs nach Ohlstadt steht Sepp ganzjährig für Bereitschafts- und Vorsorgedienste zur Verfügung. Die Dienstauffassung und Zuverlässigkeit von Sepp Rauch ist vorbildlich. Als Fahrzeugspezialist ist er zudem mit seinen Kenntnissen und seiner beruflichen Erfahrung unbezahlbar. Alle Einsatzfahrzeuge der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen werden von ihm gepflegt, instandgehalten und repariert. Mit seinem außergewöhnlichen Engagement über viele Jahre und seiner Hilfsbereitschaft ist Josef Rauch ein Vorbild für alle Einsatzkräfte der Bergwacht Garmisch- Partenkirchen.

Leistungsauszeichnung in Silber - Wolfgang Rauch

Wer ausbildet sollte Erfahrung haben. Wolfgang Rauch bringt diese Erfahrung über ein weit überdurchschnittliches Maß mit. Als hervorragender Kletterer kennt er auch die wildesten alpinen Ecken des Wettersteingebirges. Bei Einsätzen waren und sind seine Fähigkeiten immer gefragt, sei es bei Rettungen am Jubiläumsgrat im Sommer und auch im Winter, oder bei nächtlichen Sucheinsätzen im Dienstgebiet der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. 2004 waren es beispielsweise zwei Bergsteiger nach einem Notbiwak in den Südabbrüchen der Alpspitze die Dank seines Einsatzes gerettet werden konnten. Ein Einsatz unter vielen. Seit 1989 ist er als Ausbilder in den Bereichen Sommerrettung und Luftrettung aktiv, 12 Jahre davon auch als stellvertretender Ausbildungsleiter. Seit Jahren kümmert er sich um den wichtigen Stützpunkt „Osterfelder" für den Winterdienst im Classic Skigebiet. Wolfgang Rauch ist ein Vorbild für die jungen Anwärter und Kameraden, als Ausbilder mit seinen Kenntnissen und seinem ruhigen kameradschaftlichen Wesen und bei allen Einsätzen und Diensten

Erfahrungsaustausch mit kroatischen Bergrettern

Die Bergwachtbereitschaft Garmisch-Partenkirchen nahm eine Einladung der Bergrettung Zadar dankend an und fuhr für vier Tage ins Velebit Gebirge nach Kroatien. Im Paklenica- Nationalpark gibt es senkrechte Wände mit Wandhöhen bis 350m, ein ideales Gebiet für die Kameraden/Innen der Bergwacht, um selbst zu klettern und vor allem ihr Bergrettungswissen zu demonstrieren.

Eine gemeinsame Übung mit der Bergrettung vor Ort war das Hauptziel.

Der Kontakt entstand u.a. bei den Skiweltcuprennen 2012, als eine kleine Abordnung der kroatischen Bergretter das Werdenfelser Land besuchte. Diese bekam von der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen Einblicke in die Organisation der Bergwacht Bayern; vor allem die strukturierten und einheitlichen Rettungsmethoden beeindruckten die kroatischen Bergretter.

Im Frühjahr folgte die Einladung nach Kroatien, um hier eine Bergrettungsübung mit dem so genannten Dyneemaseil vorzuführen. Besonders für die Rettung von Personen aus hohen, steilen Wänden ist dieses System geeignet. Bei Einsätzen im Mauerläufer-Klettersteig (Alpspitzgebiet) oder auch in den steilen Felswänden des Oberreintals wurde dieses Rettungssystem von der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen bereits im Ernstfall eingesetzt.

Die gemeinsame Übung in im Velebit-Gebirge war eine rundum gelungene Aktion, der sich eine  Einladung beim Bürgermeisters von Zadar anschloss. Die Bergrettung Zadar ist bestrebt, sich in den nächsten Jahren ähnlich zu strukturieren wie die Bergwacht Bayern. Die Anschaffung des Dyneemaseil-Rettungssatzes wird vermutlich der erste Schritt sein.

 

Dr. Gazert Pokal - Riesenslalom am Osterfelder

Die Bestzeit beim Riesenslalom der Bereitschaft von Osterfelder zur Hochalm erzielte Thomas Bräckle mit 1:49,38 Sekunden.

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Ehrungen 2012

Lawinenübung 2012

In diesem Jahr fand die Lawinnübung der Bereitschaft am Lawinenmessfeld unterhalb der Alpspize statt. An drei Stationen wurden die Suche, Ortung  und Bergung eines Verschütteten praktisch geübt. Als erstes zeigte ein Lawinenhund dass er beim Suchen nach einem verschütteten Skifahrer und Tourengeher immer noch der Schnellste ist.  An den drei Stationen wurde folgnde Verfahren geüt:
- Suche nach mehreren Veschütteten mittels VS-Geräten
- Schnelles und effizentes Ausgraben
- Sondieren nach Verschüttenten

FIS Alpiner Ski Weltcup

Die besten Abfahrer der Welt kämpfen um den Sieg auf der Kandahar an den beiden Wochenenden 26.1. – 29.1. und 2.2. – 5.2. Um die gesamte Strecke abzusichern ist an dem 8 Renntagen ein großes Aufgebot an Rettungskräften erforderlich. An der Strecke sind bis zu 38 Bergwachtler mit 6 Bergwacht-Notärzte eingesetzt um an jedem Abschnitt den FIS Regeln entsprechend optimale Versorgung zu gewährleisten.

Abbau des Stahlseils am Oberreintaldom

Über Jahrzehnte war das Stahlseil der Inbegriff für Bergrettung. Anfang der 80er-Jahre wurde deshalb im Klettereldorado Oberreintal, bei Garmisch-Partenkirchen ein 600 m langes Stahlseil auf dem Oberreintaldom für Rettungen in der Nordwand installiert.

Schwierige Handhabung, fehlendes Energieaufnahmevermögen und fehlende Redundanz bei der Stahlseiltechnik hat die Bergwacht Bayern bereits vor ca. 10 Jahren veranlasst auf ein Verfahren mit halbstatischen Seilen umzustellen.

Die sinnvoll einsetzbare Seillänge war allerdings auf 200 m begrenzt. Die Ablegefrist dieser Seile läuft derzeit aus. Die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen entwickelte mit Unterstützung der Bergwacht Mittenwald in den letzten Jahren ein neues Verfahren mit Dyneemaseilen. Mit dieser Seiltechnik können Strecken über mehrere hundert Meter sicher und schnell bewältigt werden.

Das Dyneemaseilverfahren wurde im Herbst 2010 in Anlehnung an die Norm „prEN 341 Klasse A“ zertifiziert. In den letzten Monaten wurde es bei Rettungen bereits mehrfach erfolgreich eingesetzt. Die Vorteile der neuen Rettungstechnik sind höhere Festigkeiten und Zulassung für vier Personen bei einer mehr als 50%igen Gewichts- und Volumenreduzierung, getrennte und redundante Seilführung, signifikant höhere Kantenfestigkeit, sowie Resistenz gegen UV-Strahlung und 50%igen Säuren.

Am 17.9.2011 war es dann soweit – das letzte fest installierte Stahlseil in den bayerischen Alpen, mit einer Länge von 600m, wurde abgebaut und ins Tal geflogen. Um 7:30 Uhr landet eine „Super Puma“ der Bundespolizeifliegerstaffel Süd aus Oberschleißheim auf dem Hubschrauberlandeplatz der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Die Planung für diesen Tag lautete wie folgt:

- Transportflug der Übungsteilnehmer ins Oberreintal
- Absetzen der Bergretter mit der Rettungswinde auf dem Oberreintaldom
- Abbau und Außenlast-Transportflug der Stahlseilvorrichtung ins Tal
- Übung: Bodengebundene Rettung einer Seilschaft aus der Oberreintaldom-Nordwand mittels Dyneemaseilverfahren
- Filmaufnahmen über eine Sicherheitseinweisung für die Super Puma, dem Abbau der Stahlseileinrichtung und der Dyneemaseilübung

Bei bestem Herbstwetter lief alles wie geplant. Die Super Puma der Bundespolizei bewies bei dieser Aktion ihre Gebirgstauglichkeit in vollem Umfang. Die hohe Hubschrauberleistung der „Super Puma“ ermöglichte eine absolut stabile Position bei drei Doppelwinchvorgängen und einem Lastenwinch in Folge. Insbesondere für den Transport einer Gruppe von Einsatzkräften im alpinen Gelände, bei Lawineneinsätzen oder bei Evakuierungsmaßnahmen ist dieses Hubschraubermuster eine wichtige Ergänzung der in Bayern stationierten Hubschraubermuster.

Leistungsauszeichnung für besondere Verdienste um die Bergwacht Bayern

Feierstunde mit dem Vorsitzenden der Bergwacht Bayern, Landtagspräsident a. D. Alois Glück, und Ministerpräsident Horst Seehofer für besonders verdiente Bergwachtmänner.

Franz Dengg, Bergwacht Garmisch-Partenkirchen seit 32 Jahren

Als hervorragender Alpinist gab Franz Dengg seine Kenntnisse von 1998 bis 2009 als Ausbilder in der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen weiter. Davon war er jeweils acht Jahre Ausbildungsleiter Sommer und stellvertretender Ausbildungsleiter Winter. Von 1991 bis 1996 bildete er Einsatzkräfte im Lehrteam Sommer der Region Hochland aus.

Bei mehreren schwierigen Wintereinsätzen am Jubiläumsgrat sowie Lawinenunfällen im Reintal wurden Menschen durch sein alpines Können und seine Erfahrung als Einsatzleiter gerettet. Seit 15 Jahren organisiert Franz Dengg die Absicherung und den Rettungsdienst bei den Alpinen-Ski-Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen. Er entwickelte und verbesserte das Rettungskonzept für die Rennstrecken unter Einbindung anderer Rettungsorganisationen. Nach mehreren schweren Stürzen bei Ski-Weltcuprennen wurde vom Internationalen Ski-Weltverband die verbindlichen „FIS-MEDICAL-LINES“ erarbeitet, die in vollem Umfang das Bergwacht-Rettungskonzept bestätigen.

Der Veranstalter der SKI-WM 2011 hob das professionelle Auftreten der Bergwacht hervor. Dies ist zum großen Teil der Verdienst von Franz Dengg.

Dr. Josef Kleißl, Bergwacht Garmisch-Partenkirchen seit 38 Jahren

Als Bereitschaftsarzt bzw. Stellvertreter motiviert Dr. Josef Kleißl laufend junge Ärzte des Klinikums Garmisch-Partenkirchen zur Mitarbeit bei der Bergwacht. Parallel dazu war er von 1997 bis 2001 stellvertretender Regionalarzt der Bergwacht Region Hochland. Der Alarmruf der neuen Integrierten Rettungsleitstelle Oberland, mit dem Bergwachtärzte zu Einsätzen in den Bergrettungsbereichen Karwendel, Werdenfels und Loisachtal alarmiert werden, geht maßgeblich auf seine Initiative zurück. Dadurch waren im vergangenen Sommer bei Abtransporten der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen überdurchschnittlich häufig ein Bergwachtarzt beteiligt. Als geländegängiger Arzt war und ist Dr. Kleißl bei vielen Einsätzen dabei. Seine Einsatzerfahrung reicht von Windenrettungen über Suchaktionen mit Suizidankündigungen bis zu Vorsorgediensten, beispielsweise am Zugspitzlauf. Die Gesundheitsvorsorge in der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ist Dr. Josef Kleißl ein besonderes Anliegen. Als Bereitschaftsarzt überprüft er laufend den Impfschutz der über 120 Aktiven Mitglieder und führt die erforderlichen Hepatitis-Impfungen durch.

Hannes Zerhoch, Bergwacht Garmisch-Partenkirchen seit 34 Jahren

Von seinem Beruf im elterlichen Sägewerk kennt Hannes Zerhoch sein Einsatzgebiet wie seine Westentasche und ist mit Geländefahrzeugen vertraut. Seine umfassende Ortskenntnis, seine Geländegängigkeit und seine Ausdauer stellte Hannes Zerhoch bei zahlreichen, teilweise schwierigsten Einsätzen unter Beweis ohne dabei auf seine Arbeit als selbständiger Handwerker zu achten. Als routinierter Fahrer schwer motorisierter Maschinen bildet Hannes Zerhoch regelmäßig junge Fahrer aus und legt dabei auch Wert auf eine umfassende Ortskenntnis. Seit 2001 leitet er die Dienstgruppe 1 in der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen.

Als Hüttenwart ist er seit 2005 für die Kreuzeckhütte verantwortlich. Diese ist während des Skibetriebs die wichtigste, zugleich aber auch älteste Diensthütte im Classicgebiet. Hannes Zerhoch opfert jährlich viel Freizeit, um die Diensthütte instand zu halten und notwendige Reparaturen durchzuführen. Bei anfallenden Arbeiten am Bergwachthaus, Landeplatz oder an Diensthütten leistete Hannes viele freiwillige Arbeitsstunden und stellte Unimog oder Raupenfahrzeuge zur Verfügung. Im Laufe seiner Dienstjahre war er als Teammitglied oder Einsatzleiter an nahezu 500 Einsätzen beteiligt.

Frühjahrsversammlung 2011 - Ehrungen

 

Bei der Frühjahrsversammlung wurde Dr.Peter Birk (fehlte krankheitsbedingt) für 50 Jahre, Hansjörg Bauer, Walter Kretschmer und Dr. Horst Ostertag  für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. Klaus Rothballer wurde von Regionalleiter Norbert Heiland für seinen außergewöhnliche Einsatz für die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen mit der Bronzenen Leistungsauszeichnung geehrt.

 

 

Die Bereitschaft gratuliert Toni Bauer, Frank Bilow, Toni Eitzenberger, Günter Fleischer, Toni Ostler, Flori Zollner und Marcus Ritz zur Bestandenen Bergwachtprüfung.

 

Dr.-Gazert-Pokals 2011

Tagesschnellster und Gewinner des Dr.-Gazert-Pokals war Andi Dahlmeier.

Einsatz für die Alpine Ski WM

Im Laufe der Alpinen Ski WM in Garmische Partenkirchen leisteten über 100 Einsatzkräfte der Bergwacht Bayern an zwölf Renntagen gemeinsam mehr als 4200 Einsatzstunden.

Für die besondere Herausforderung an der Strecke investierten die Einsatzkräfte ihre Freizeit und auch Urlaub. Mit dem Dienst bei Rennen waren sie bei den spannenden Wettkämpfen unmittelbar mit dabei. An den Wettkampfstrecken war der Einsatz der Bergwacht in einigen Fällen gefragt. Schwerwiegende Unfälle blieben zum Glück aus.

Für Franz Dengg, Gesamtverantwortlicher für die Arbeit der Bergwacht bei dieser WM, gingen mit dem letzten Rennen arbeitsreiche Tage zu Ende. Arbeit, die ihm im Team mit den engagierten Einsatzkräften begeisterte. „Ohne die Unterstützung der Bergwachten im gesamten WerdenfelserLand  wäre dieser reibungslose Ablauf nicht zu leisten gewesen. Die alltagsnahe Zusammenarbeit im Einsatzgeschehen macht die Arbeit bei den großen Herausforderungen erst möglich“, resümiert Karl Eitzenberger, der Leiter der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen und bedankt sich hier für die Unterstützung. Während der WM waren die umliegenden Bergwachten zu dem in zusätzlicher Bereitschaft, um bei größeren Schadensereignissen unmittelbar unterstützen zu können. Mit der Koordination von zusätzlichen Fahrzeugen und Rettungsmitteln für die Rennstrecke leistete auch  die Bergwacht Bayern im Gesamten einen großen Beitrag für die Arbeit vor Ort. Möglich wurde dies durch die nachhaltige Unterstützung durch das Bayerische Innenministerium.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee, den Skiclubs aus Garmisch und Partenkirchen sowie den weiteren Sicherheitsorganisationen lief reibungslos. Die Einsatzkräfte waren mit ihrem Engagement Teil der „Festspiele im Schnee.“

Reibungslose Betreuung der Alpinen Ski WM 2011

Mit einer feierlichen Eröffungsfeier fiel am Montagabend der Startschuss für die SkiWM 2011 in Garmisch-Partenkirchen. Den Zuschauern und dem Fernsehpublikum werden täglich sportliche Höchstleistungen und spektakuläre Bilder von der „Kandahar“ und vom „Gudiberg“ geboten.

Während der ersten Ski WM-Woche kam es auf der vereisten „Kandahar“ lediglich zu einigen harmlosen Stürzen. Die Bergwacht musste nur leichtere Verletzungen versorgen. Bei frühlingshaftem Wetter verfolgen die Zuschauer und die beteiligten Einsatzkräfte der Bergwacht sportlich spannende Wettbewerbe. Für die Einsatzmannschaft und Bergwacht-Notärzte beginnt jeder Renntag bereits um 6:30 Uhr mit einem Bus-Shuttle zur Kreuzeckbahn. Täglich werden zwei bis drei Renn- und Trainingsläufe von der Bergwacht betreut.

Bei einem Besuch der Rettungskräfte gewannen der Innenminister Joachim Herrmann, BRK-Präsidentin Christa Prinzessin von Thurn und Taxis, BRK- Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk, Landrat Harald Kühn, und DSV Präsident Alfons Hörmann einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Bergwacht bei der WM.

Bei allen Renn- und Trainingsläufen ist die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen für den Rettungsdienst an den Rennstrecken verantwortlich. Verletzte Rennläufer werden von der Bergwacht versorgt, im Luftrettungssack zusammen mit einem Bergwacht-Notarzt in den Rettungshubschrauber „Christoph Garmisch“ des ADAC aufgewinscht und in das nächste geeignete Klinikum geflogen.

Bei dem Großereignis Alpine Ski WM 2011 arbeiten Veranstalter, Gemeinde, Skiclub, Genehmigungs- und Sicherheitsbehörden sowie die Rettungsorganisationen professionell zusammen. Die Bergwacht trägt mit dem Rettungsdienst an den Rennstrecken und den Zusatzveranstaltungen der SKI WM ihren Teil zum Gelingen der „Festspiele im Schnee“ bei.


Mannschaft der SkiWM 2011

Gut vorbereitet in die Ski WM 2011

Nach 33 Jahren ist es wieder so weit. Die Ski WM ist vom 07.02.2011 bis 20.02.2011 zum wiederholten Male zu Gast in Garmisch-Partenkirchen.

Die Wettkämpfe finden auf der 3,5 KM langen Kandaharstrecke und auf dem Slalomhang am Gudiberg statt.

Die Organisation, im Rahmen der Betreuung der Ski WM durch die Bergwacht, beginnt schon Wochen vor dem Großereignis.

Viele Stunden akribischer Planung wurden von unserem, seit Jahren im Ski Weltcup Zirkus eingespielten Team, aus Franz Dengg und vielen anderen „guten Geistern“  geleistet, um auch ja keine Details zu vergessen.

Immerhin sind es 21 Renn- und Trainingsläufe die an 12 Renntagen zu betreuen sind.

Es ist kaum vorstellbar, was im Vorfeld für eine Materialschlacht zu koordinieren ist, damit an den Renntagen alles reibungslos über die Bühne geht. Ein kleiner Auszug über die benötigten Gerätschaften macht dies sicherlich sehr schnell deutlich:

  • 30 Rettungseinheiten bestehen aus Akja – Luftrettungssack – Vakuumbett – Stifnek und AR Leine werden auf den Renn und Trainingsstrecken verteilt.
  • Funkgeräte
  • 12 Funkhelme für  die Zusammenarbeit mit dem Rettungshubschrauber
  • 16 Notarztrucksäcke
  • Je ein Notfallrucksack pro Einsatzkraft
  • Zwei Geländefahrzeuge
  • Drei Einsatzleiterfahrzeuge
  • Ein Skidoo

Ein Rettungshubschrauber ist für die Dauer der Rennen für den Abtransport ständig verfügbar und wird vom ADAC bereitgestellt.

    Zu alle dem sind ca. 80 ehrenamtliche Bergwachtlerinnen und Bergwachtler für Ihren Einsatz auf den Rennstreckstrecken und im Touristischen Skilauf zu koordinieren, die an Spitzentagen bei den Rennen am Gudiberg und an der Kandahar parallel im Einsatz sind.

    Davon sind unter anderem ca. 20 Bergwacht-Notärzte, die extra vom Klinikum Garmisch-Partenkirchen und vom Unfallkrankenhaus in Murnau, für den Dienst bei der Ski-WM freigestellt wurden.

    Darüber hinaus sind die vier Bergwachtstützpunkte, an den Standorten Zugspitze, Osterfelderkopf, Kreuzeck und Hausberg  zur Betreuung des normale Skibetriebes, und der Betreuung des Zuschauerraumes auf der Rennstrecke zu besetzen und eine komplette Mannschaft für alle anderen erdenklichen Bergnotfälle, die sich am Tag oder in der Nacht in unserem Einsatzgebiet, das aus drei Gebirgsstöcken besteht, ereignen könnten.


    Ohne die Unterstützung unserer Nachbarbereitschaften wäre dies überhaupt nicht möglich.

    Trotz dieser Fülle von Aufgaben, und der großen Verantwortung die das gesamte Team übernommen hat, bedeutet die Ski WM für uns in erster Linie nicht Arbeit und Aufwand, sondern Begeisterung für den Skisport und an dem tollen Ereignis in unserer Heimatgemeinde.

     

    Eignungstest und Sommerprüfung 2010

    Die Bereitschaft gratuliert den Anwärterinnen und Anwärter zu ihrem bestandenen Eignungstest und Sommerprüfung der Bergwacht Region Hochland im Kreuzeck.- Alpspitzgebiet. 

    Anwärter v.L. Benedikt Gerl, Tobias Scheuber, Toni Ostler, Dr. Johannes Büttner, Martina Wörndle, Jens Hentsch, Johanna Hönmann, Flori Zollner, Toni Bauer, Dr. Thomas Ludwig, Marcus Ritz, Toni Eitzenberger, Dr. Frank Bilow, Günter Fleischer, nicht am Bild Bernhard Ostler

    Bergwachtbereitschaft Garmisch-Partenkirchen

    Wir sind ein Team von 120 aktiven Bergwachtmännern, die sich ehrenamtlich für die Bergrettung in Garmisch-Partenkirchen und Farchant engagieren. Seit der Gründung unserer Bereitschaft im Jahr 1927 ist es die Aufgabe der Bereitschaft, Menschen aus Bergnot zu retten, das heißt Wanderern, Ski- und Schlittenfahrern und Kletterern bei Notfällen im unwegsamen Gelände zu helfen.

    Ebenso zählen wir den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt der Alpen zu unseren Aufgaben.

    Leistungsauszeichnung für besondere Verdienste in der Bergwacht Bayern

    Für ihr vorbildliches Engagement und ihren jahrzehntelangen Dienst in den Bergen erhält Hansjörg Buchwieser das goldene und Karl Eitzenberger silberne Ehrenzeichen der Bergwacht Bayern.

    Hansjörg Buchwieser
    Geb. 22. Oktober 1939
    Bergwacht Garmisch-Partenkirchen

    Hansjörg Buchwieser ist seit 1959 Mitglied der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen und von je her einer der aktivsten Bergretter vor Ort. Als ausgezeichneter Kletterer und Skifahrer war er von Anfang an für alle Einsätze geeignet und galt oft als „Fels in der Brandung“ bei vielen extremen Einsätzen und schweren Bergungen. Ein Beispiel hierzu war die Suche und Bergung von neun Toten nach einem Hubschrauber-Absturz im Oberreintal. Hier stellte er in erstaunlicher Weise wieder einmal seinen Mut und seine Fähigkeit unter Beweis, sich im völlig unwegsamen, steilen und schweren Gelände zu bewegen. 1965 bis 1977 war er Mitglied der Lawinenkommission für das Alpspitz- und Kreuzeckgebiet. In der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen war Hansjörg Buchwieser 32 Jahre lang als Sommer- und Winterausbilder tätig, davon viele Jahre als Leiter der Winterausbildung. Von 1969 bis 1989 gab er zudem sein Wissen und seine Erfahrung als Regionalausbilder bzw. Ausbildungsleiter der Bergwacht Hochland weiter.

    Als Gerätewart hält er seit 1997 das umfangreiche Rettungsgerät der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen hervorragend in Schuss. Dies erfordert bei der Betreuung der jährlichen Großereignisse wie den Alpinen Ski-Weltcup-Rennen einen enormen zusätzlichen Zeitaufwand. Seine große Erfahrung durch sein jahrzehntelanges Wirken als Einsatzleiter macht ihn auch heute noch zu einer wertvollen Stütze bei großen und schwierigen Einsätzen. Besonders hervorgetan hat sich Hansjörg Buchwieser bei allen Bauvorhaben der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Dies begann mit dem Bau der Osterfelderhütte. Beim Bau der Bergwacht Rettungswache in Garmisch-Partenkirchen war er mit über 600 freiwilligen Arbeitsstunden der fleißigste Arbeiter, desgleichen beim Bau der neuen Hausberghütte und der Neugestaltung der Bergrettungswache von 2005 bis 2007. Durch seine langjährige Erfahrung auf allen Gebieten ist er auch ein unverzichtbares Mitglied der Vorstandschaft.

    Karl Eitzenberger
    Geb. 9. März 1962
    Bergwacht Garmisch-Partenkirchen


    Karl Eitzenberger trat 1978 der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen bei. Er wurde bald bei zahlreichen, teils schwierigen Einsätzen eingesetzt. Auf Grund seines Könnens und seiner umsichtigen Art wurde ihm auch bald die Aufgabe als Einsatzleiter übertragen. 1993 wurde er zum stellvertretenden Bereitschaftsleiter gewählt. Seit 2001 führt er die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Die Leitung und Organisation einer großen Hochgebirgs-Bergwacht wie Garmisch-Partenkirchen mit über 100 Aktiven Mitgliedern und 30 Anwärtern stellt an den Bereitschaftsleiter eine große fachliche Anforderung und einen enormen Zeitaufwand dar. Beispiele hierfür sind eine über sechs

    Monate dauernde Ski-Saison oder jährlich über 400 Einsätze. Darunter sind regelmäßig schwere Einsätze am Jubiläumsgrat, Oberreintal sowie Lawineneinsätze und Totenbergungen. Eine weitere Herausforderung stellt die Betreuung von Veranstaltungen wie Alpine-Ski-Weltcuprennen, den Zugspitzlauf u.ä. dar. Durch seine kameradschaftliche und verbindliche Art gelingt es Karl Eitzenberger, eine große Schar an qualifizierten Ausbildern und Einsatzleitern für die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen zu gewinnen sowie zahlreiche Aktive Mitglieder und Anwärter zu den Ausbildungen und Diensten zu motivieren. Das „Classic“- und Zugspitz-Skigebiet werden von der Bergwacht durch die Winterdienstgemeinschaft Garmisch-Partenkirchen betreut. Unter der Federführung der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen arbeiten hier zehn Bergwachten gleichberechtigt zusammen. Die jahrelange reibungslose Zusammenarbeit sowie die positive Außenwirkung der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen bei anderen Rettungsdiensten, Seilbahnbetreibern, der Gemeinde oder Polizei ist auch ein Verdienst von Karl Eitzenberger. Durch sein Engagement wurde 2004 eine Jugendgruppe ins Leben gerufen, der er seither als Jugendleiter vorsteht. Der Erweiterungsbau und die Errichtung einer Landemöglichkeit für Hubschrauber an der Bergrettungswache wurden erst durch das Verhandlungsgeschick von Karl Eitzenberger möglich.

    Erfahrungsaustausch mit der Bergrettung Schladming

    Die Bergrettung Schladming war zu Besuch zum Erfahrungsaustausch über das Rettungskonzept bei Alpine Ski-WM Veranstaltungen.

     Eine Abordnung des Bergrettungsdienstes Schladming (dort findet die Alpine Ski-WM 2013 statt) besuchte am vergangenen Freitag die Bergwacht in Garmisch-Partenkirchen.

    Die Schladminger Bergretter sind jedes Jahr für die Betreuung und Absicherung des  Nachtslaloms an der Planai mit bis zu 40.000 Zuschauern verantwortlich.

    Im kameradschaftlichen Rahmen wurden die gegenseitigen Informationen und Erfahrungen bei der Betreuung der Ski-Weltcup-Rennen ausgetauscht. Das besondere Interesse der Bergrettung aus Schladming galt dabei der Absicherung der „Speed“- Disziplinen Abfahrtslauf und Super-G sowie dem Rettungskonzept der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen für die Alpine Ski-WM 2011.

    Nach der Informationsveranstaltung und der Besichtigung des Bergwachthauses an der Auenstraße klang der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen aus, zu dem die Schladminger Kameraden eingeladen hatten.

    v.l.: Karl Eitzenberger Bereitschaftsleiter Bergwacht Ga-Pa., Wolfgang Strauß Kassier Bergrettung Schladming, Thomas Kaserer Funkwart Bergrettung Schladming, Andreas Fischbacher Einsatzleiter Bergrettung Schladming, Klaus Rothballer Gerätewart Bergwacht Ga-Pa., Hansjörg Buchwieser Gerätewart Bergwacht Ga-Pa., Toni Gehringer Geschäftsführer Bergwacht Ga-Pa., Dr. Georg Fritsch Bergrettungsarzt Schladming, Hans Jürgen Bacher Ortsstellenleiter Bergrettung Schladming, Franz Dengg Weltcup-Koordinator Bergwacht Ga-Pa. Dr. Christian Schaller, Rennarzt Bergwacht Grainau, Willy Brenner, stellv. Bereitschaftsleiter Bergwacht Ga-Pa.

    Frühjahrsversammlung 2010

    Im Rahmen der Frühjahresversammlung wurden verdiente langjährigen Mitglieder für ihren Einsatz in der Bereitschaft Garmisch-Partenkirchen geehrt.


    Ehrung verdienter Mitglieder, von links:Bereitschaftleiter Karl Eitzenberger, Willi Brenner, Gerhard Steinberg (25 Jahre), Albet Öfnern (50), Franz Böswald jun. (25), Bürgermeister Thomas Schmidt, Hans Hibler sen. (60), Werner Lindauer (50), Peter Fehn (40), Fanz Böswald sen, (40), Winfried Strunz (40), Fred Richter (40), Wolfgang Henke (40), Hansjörg Buchwieser (50), Werner Bösig (50)

    FIS ALPINER SKIWELTCUP 2010

    Der apline SKIWELTCUP 2010 wurde auf der Kandahar und am Gudiberg vom 10.-14.03.2010 ausgetragen. In der Skiweltcup-Woche waren 11 Rennen, Abfahrtslauf, Super-G, Riesenslalom und Slalom Damen/Herren,  zu betreuen.

    Auf der Kandahar Rennstrecke waren für den Abfahrtslauf Damen und Herren 34 BW Männer sowie 6 Bergwachtärzte an der Strecke im Einsatz. An 19 Stationen, ausgestattet mit Akja, Vakuumbett, Stifnek und Luftrettungssack waren die Rettungskräfte verteilt. 

    Ein Rettungshubschrauber mit Winde, Christoph Garmisch vom ADAC-Standort Murnau mit einem Bergwachtarzt an Board, stand für den Einsatz an den Rennstrecken zur Verfügung. 

    Für den touristischen Skilauf waren zusätzlich an den Stützpunkten Kreuzeck und Hausberg weitere 4 Bergwachtler eingesetzt.

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    30.12.2015

    Waldbrand am Kramer

    Bergwacht zu Sicherungsarbeiten angefordert.

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    Tödlicher Absturz im Angerlloch

    11-jähriger Bub sieht Absturz des Vaters und steigt danach selbständig ab und holt Hilfe.

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    Der Jubiläumsgrat war am Sonntag das Einsatzgebiet der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Zweimal mussten Alpinisten mit dem SAR-Hubschrauber geborgen werden. Beide Einsätze gingen glimpflich aus.

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    Die Bergwachten Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf ermöglichen Bergrettern in der kommenden Wintersaison erneut die Absolvierung eines zweiwöchigen Praktikums in großen Skigebieten.

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    Frühjahrsversammlung 2009

    Im Rahmen der Frühjahresversammlung wurden auch langjährigen Mitglieder für ihren Einsatz in der Bereitschaft Garmisch-Partenkirchen geehrt.

    Bergwacht Skirennen 2009

    FIS Alpinen Junioren Ski Weltmeisterschaften 2009

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