Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

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Dr. Gazert Pokal - Riesenslalom am Osterfelder

Die Bestzeit beim Risenslalom der Bereitschaft von Osterfelder zur Hochalm erzielte Thomas Bräckle mit 1:49,38 Sekunden.

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Ehrungen 2012

Lawinenübung 2012

In diesem Jahr fand die Lawinnübung der Bereitschaft am Lawinenmessfeld unterhalb der Alpspize statt. An drei Stationen wurden die Suche, Ortung  und Bergung eines Verschütteten praktisch geübt. Als erstes zeigte ein Lawinenhund dass er beim Suchen nach einem verschütteten Skifahrer und Tourengeher immer noch der Schnellste ist.  An den drei Stationen wurde folgnde Verfahren geüt:
- Suche nach mehreren Veschütteten mittels VS-Geräten
- Schnelles und effizentes Ausgraben
- Sondieren nach Verschüttenten

FIS Alpiner Ski Weltcup

Die besten Abfahrer der Welt kämpfen um den Sieg auf der Kandahar an den beiden Wochenenden 26.1. – 29.1. und 2.2. – 5.2. Um die gesamte Strecke abzusichern ist an dem 8 Renntagen ein großes Aufgebot an Rettungskräften erforderlich. An der Strecke sind bis zu 38 Bergwachtler mit 6 Bergwacht-Notärzte eingesetzt um an jedem Abschnitt den FIS Regeln entsprechend optimale Versorgung zu gewährleisten.

Abbau des Stahlseils am Oberreintaldom

Über Jahrzehnte war das Stahlseil der Inbegriff für Bergrettung. Anfang der 80er-Jahre wurde deshalb im Klettereldorado Oberreintal, bei Garmisch-Partenkirchen ein 600 m langes Stahlseil auf dem Oberreintaldom für Rettungen in der Nordwand installiert.

Schwierige Handhabung, fehlendes Energieaufnahmevermögen und fehlende Redundanz bei der Stahlseiltechnik hat die Bergwacht Bayern bereits vor ca. 10 Jahren veranlasst auf ein Verfahren mit halbstatischen Seilen umzustellen.

Die sinnvoll einsetzbare Seillänge war allerdings auf 200 m begrenzt. Die Ablegefrist dieser Seile läuft derzeit aus. Die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen entwickelte mit Unterstützung der Bergwacht Mittenwald in den letzten Jahren ein neues Verfahren mit Dyneemaseilen. Mit dieser Seiltechnik können Strecken über mehrere hundert Meter sicher und schnell bewältigt werden.

Das Dyneemaseilverfahren wurde im Herbst 2010 in Anlehnung an die Norm „prEN 341 Klasse A“ zertifiziert. In den letzten Monaten wurde es bei Rettungen bereits mehrfach erfolgreich eingesetzt. Die Vorteile der neuen Rettungstechnik sind höhere Festigkeiten und Zulassung für vier Personen bei einer mehr als 50%igen Gewichts- und Volumenreduzierung, getrennte und redundante Seilführung, signifikant höhere Kantenfestigkeit, sowie Resistenz gegen UV-Strahlung und 50%igen Säuren.

Am 17.9.2011 war es dann soweit – das letzte fest installierte Stahlseil in den bayerischen Alpen, mit einer Länge von 600m, wurde abgebaut und ins Tal geflogen. Um 7:30 Uhr landet eine „Super Puma“ der Bundespolizeifliegerstaffel Süd aus Oberschleißheim auf dem Hubschrauberlandeplatz der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Die Planung für diesen Tag lautete wie folgt:

- Transportflug der Übungsteilnehmer ins Oberreintal
- Absetzen der Bergretter mit der Rettungswinde auf dem Oberreintaldom
- Abbau und Außenlast-Transportflug der Stahlseilvorrichtung ins Tal
- Übung: Bodengebundene Rettung einer Seilschaft aus der Oberreintaldom-Nordwand mittels Dyneemaseilverfahren
- Filmaufnahmen über eine Sicherheitseinweisung für die Super Puma, dem Abbau der Stahlseileinrichtung und der Dyneemaseilübung

Bei bestem Herbstwetter lief alles wie geplant. Die Super Puma der Bundespolizei bewies bei dieser Aktion ihre Gebirgstauglichkeit in vollem Umfang. Die hohe Hubschrauberleistung der „Super Puma“ ermöglichte eine absolut stabile Position bei drei Doppelwinchvorgängen und einem Lastenwinch in Folge. Insbesondere für den Transport einer Gruppe von Einsatzkräften im alpinen Gelände, bei Lawineneinsätzen oder bei Evakuierungsmaßnahmen ist dieses Hubschraubermuster eine wichtige Ergänzung der in Bayern stationierten Hubschraubermuster.

Leistungsauszeichnung für besondere Verdienste um die Bergwacht Bayern

Feierstunde mit dem Vorsitzenden der Bergwacht Bayern, Landtagspräsident a. D. Alois Glück, und Ministerpräsident Horst Seehofer für besonders verdiente Bergwachtmänner.

Franz Dengg, Bergwacht Garmisch-Partenkirchen seit 32 Jahren

Als hervorragender Alpinist gab Franz Dengg seine Kenntnisse von 1998 bis 2009 als Ausbilder in der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen weiter. Davon war er jeweils acht Jahre Ausbildungsleiter Sommer und stellvertretender Ausbildungsleiter Winter. Von 1991 bis 1996 bildete er Einsatzkräfte im Lehrteam Sommer der Region Hochland aus.

Bei mehreren schwierigen Wintereinsätzen am Jubiläumsgrat sowie Lawinenunfällen im Reintal wurden Menschen durch sein alpines Können und seine Erfahrung als Einsatzleiter gerettet. Seit 15 Jahren organisiert Franz Dengg die Absicherung und den Rettungsdienst bei den Alpinen-Ski-Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen. Er entwickelte und verbesserte das Rettungskonzept für die Rennstrecken unter Einbindung anderer Rettungsorganisationen. Nach mehreren schweren Stürzen bei Ski-Weltcuprennen wurde vom Internationalen Ski-Weltverband die verbindlichen „FIS-MEDICAL-LINES“ erarbeitet, die in vollem Umfang das Bergwacht-Rettungskonzept bestätigen.

Der Veranstalter der SKI-WM 2011 hob das professionelle Auftreten der Bergwacht hervor. Dies ist zum großen Teil der Verdienst von Franz Dengg.

Dr. Josef Kleißl, Bergwacht Garmisch-Partenkirchen seit 38 Jahren

Als Bereitschaftsarzt bzw. Stellvertreter motiviert Dr. Josef Kleißl laufend junge Ärzte des Klinikums Garmisch-Partenkirchen zur Mitarbeit bei der Bergwacht. Parallel dazu war er von 1997 bis 2001 stellvertretender Regionalarzt der Bergwacht Region Hochland. Der Alarmruf der neuen Integrierten Rettungsleitstelle Oberland, mit dem Bergwachtärzte zu Einsätzen in den Bergrettungsbereichen Karwendel, Werdenfels und Loisachtal alarmiert werden, geht maßgeblich auf seine Initiative zurück. Dadurch waren im vergangenen Sommer bei Abtransporten der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen überdurchschnittlich häufig ein Bergwachtarzt beteiligt. Als geländegängiger Arzt war und ist Dr. Kleißl bei vielen Einsätzen dabei. Seine Einsatzerfahrung reicht von Windenrettungen über Suchaktionen mit Suizidankündigungen bis zu Vorsorgediensten, beispielsweise am Zugspitzlauf. Die Gesundheitsvorsorge in der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ist Dr. Josef Kleißl ein besonderes Anliegen. Als Bereitschaftsarzt überprüft er laufend den Impfschutz der über 120 Aktiven Mitglieder und führt die erforderlichen Hepatitis-Impfungen durch.

Hannes Zerhoch, Bergwacht Garmisch-Partenkirchen seit 34 Jahren

Von seinem Beruf im elterlichen Sägewerk kennt Hannes Zerhoch sein Einsatzgebiet wie seine Westentasche und ist mit Geländefahrzeugen vertraut. Seine umfassende Ortskenntnis, seine Geländegängigkeit und seine Ausdauer stellte Hannes Zerhoch bei zahlreichen, teilweise schwierigsten Einsätzen unter Beweis ohne dabei auf seine Arbeit als selbständiger Handwerker zu achten. Als routinierter Fahrer schwer motorisierter Maschinen bildet Hannes Zerhoch regelmäßig junge Fahrer aus und legt dabei auch Wert auf eine umfassende Ortskenntnis. Seit 2001 leitet er die Dienstgruppe 1 in der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen.

Als Hüttenwart ist er seit 2005 für die Kreuzeckhütte verantwortlich. Diese ist während des Skibetriebs die wichtigste, zugleich aber auch älteste Diensthütte im Classicgebiet. Hannes Zerhoch opfert jährlich viel Freizeit, um die Diensthütte instand zu halten und notwendige Reparaturen durchzuführen. Bei anfallenden Arbeiten am Bergwachthaus, Landeplatz oder an Diensthütten leistete Hannes viele freiwillige Arbeitsstunden und stellte Unimog oder Raupenfahrzeuge zur Verfügung. Im Laufe seiner Dienstjahre war er als Teammitglied oder Einsatzleiter an nahezu 500 Einsätzen beteiligt.

Frühjahrsversammlung 2011 - Ehrungen

 

Bei der Frühjahrsversammlung wurde Dr.Peter Birk (fehlte krankheitsbedingt) für 50 Jahre, Hansjörg Bauer, Walter Kretschmer und Dr. Horst Ostertag  für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. Klaus Rothballer wurde von Regionalleiter Norbert Heiland für seinen außergewöhnliche Einsatz für die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen mit der Bronzenen Leistungsauszeichnung geehrt.

 

 

Die Bereitschaft gratuliert Toni Bauer, Frank Bilow, Toni Eitzenberger, Günter Fleischer, Toni Ostler, Flori Zollner und Marcus Ritz zur Bestandenen Bergwachtprüfung.

 

Dr.-Gazert-Pokals 2011

Tagesschnellster und Gewinner des Dr.-Gazert-Pokals war Andi Dahlmeier.

Einsatz für die Alpine Ski WM

Im Laufe der Alpinen Ski WM in Garmische Partenkirchen leisteten über 100 Einsatzkräfte der Bergwacht Bayern an zwölf Renntagen gemeinsam mehr als 4200 Einsatzstunden.

Für die besondere Herausforderung an der Strecke investierten die Einsatzkräfte ihre Freizeit und auch Urlaub. Mit dem Dienst bei Rennen waren sie bei den spannenden Wettkämpfen unmittelbar mit dabei. An den Wettkampfstrecken war der Einsatz der Bergwacht in einigen Fällen gefragt. Schwerwiegende Unfälle blieben zum Glück aus.

Für Franz Dengg, Gesamtverantwortlicher für die Arbeit der Bergwacht bei dieser WM, gingen mit dem letzten Rennen arbeitsreiche Tage zu Ende. Arbeit, die ihm im Team mit den engagierten Einsatzkräften begeisterte. „Ohne die Unterstützung der Bergwachten im gesamten WerdenfelserLand  wäre dieser reibungslose Ablauf nicht zu leisten gewesen. Die alltagsnahe Zusammenarbeit im Einsatzgeschehen macht die Arbeit bei den großen Herausforderungen erst möglich“, resümiert Karl Eitzenberger, der Leiter der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen und bedankt sich hier für die Unterstützung. Während der WM waren die umliegenden Bergwachten zu dem in zusätzlicher Bereitschaft, um bei größeren Schadensereignissen unmittelbar unterstützen zu können. Mit der Koordination von zusätzlichen Fahrzeugen und Rettungsmitteln für die Rennstrecke leistete auch  die Bergwacht Bayern im Gesamten einen großen Beitrag für die Arbeit vor Ort. Möglich wurde dies durch die nachhaltige Unterstützung durch das Bayerische Innenministerium.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee, den Skiclubs aus Garmisch und Partenkirchen sowie den weiteren Sicherheitsorganisationen lief reibungslos. Die Einsatzkräfte waren mit ihrem Engagement Teil der „Festspiele im Schnee.“

Reibungslose Betreuung der Alpinen Ski WM 2011

Mit einer feierlichen Eröffungsfeier fiel am Montagabend der Startschuss für die SkiWM 2011 in Garmisch-Partenkirchen. Den Zuschauern und dem Fernsehpublikum werden täglich sportliche Höchstleistungen und spektakuläre Bilder von der „Kandahar“ und vom „Gudiberg“ geboten.

Während der ersten Ski WM-Woche kam es auf der vereisten „Kandahar“ lediglich zu einigen harmlosen Stürzen. Die Bergwacht musste nur leichtere Verletzungen versorgen. Bei frühlingshaftem Wetter verfolgen die Zuschauer und die beteiligten Einsatzkräfte der Bergwacht sportlich spannende Wettbewerbe. Für die Einsatzmannschaft und Bergwacht-Notärzte beginnt jeder Renntag bereits um 6:30 Uhr mit einem Bus-Shuttle zur Kreuzeckbahn. Täglich werden zwei bis drei Renn- und Trainingsläufe von der Bergwacht betreut.

Bei einem Besuch der Rettungskräfte gewannen der Innenminister Joachim Herrmann, BRK-Präsidentin Christa Prinzessin von Thurn und Taxis, BRK- Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk, Landrat Harald Kühn, und DSV Präsident Alfons Hörmann einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Bergwacht bei der WM.

Bei allen Renn- und Trainingsläufen ist die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen für den Rettungsdienst an den Rennstrecken verantwortlich. Verletzte Rennläufer werden von der Bergwacht versorgt, im Luftrettungssack zusammen mit einem Bergwacht-Notarzt in den Rettungshubschrauber „Christoph Garmisch“ des ADAC aufgewinscht und in das nächste geeignete Klinikum geflogen.

Bei dem Großereignis Alpine Ski WM 2011 arbeiten Veranstalter, Gemeinde, Skiclub, Genehmigungs- und Sicherheitsbehörden sowie die Rettungsorganisationen professionell zusammen. Die Bergwacht trägt mit dem Rettungsdienst an den Rennstrecken und den Zusatzveranstaltungen der SKI WM ihren Teil zum Gelingen der „Festspiele im Schnee“ bei.


Mannschaft der SkiWM 2011

Gut vorbereitet in die Ski WM 2011

Nach 33 Jahren ist es wieder so weit. Die Ski WM ist vom 07.02.2011 bis 20.02.2011 zum wiederholten Male zu Gast in Garmisch-Partenkirchen.

Die Wettkämpfe finden auf der 3,5 KM langen Kandaharstrecke und auf dem Slalomhang am Gudiberg statt.

Die Organisation, im Rahmen der Betreuung der Ski WM durch die Bergwacht, beginnt schon Wochen vor dem Großereignis.

Viele Stunden akribischer Planung wurden von unserem, seit Jahren im Ski Weltcup Zirkus eingespielten Team, aus Franz Dengg und vielen anderen „guten Geistern“  geleistet, um auch ja keine Details zu vergessen.

Immerhin sind es 21 Renn- und Trainingsläufe die an 12 Renntagen zu betreuen sind.

Es ist kaum vorstellbar, was im Vorfeld für eine Materialschlacht zu koordinieren ist, damit an den Renntagen alles reibungslos über die Bühne geht. Ein kleiner Auszug über die benötigten Gerätschaften macht dies sicherlich sehr schnell deutlich:

  • 30 Rettungseinheiten bestehen aus Akja – Luftrettungssack – Vakuumbett – Stifnek und AR Leine werden auf den Renn und Trainingsstrecken verteilt.
  • Funkgeräte
  • 12 Funkhelme für  die Zusammenarbeit mit dem Rettungshubschrauber
  • 16 Notarztrucksäcke
  • Je ein Notfallrucksack pro Einsatzkraft
  • Zwei Geländefahrzeuge
  • Drei Einsatzleiterfahrzeuge
  • Ein Skidoo

Ein Rettungshubschrauber ist für die Dauer der Rennen für den Abtransport ständig verfügbar und wird vom ADAC bereitgestellt.

    Zu alle dem sind ca. 80 ehrenamtliche Bergwachtlerinnen und Bergwachtler für Ihren Einsatz auf den Rennstreckstrecken und im Touristischen Skilauf zu koordinieren, die an Spitzentagen bei den Rennen am Gudiberg und an der Kandahar parallel im Einsatz sind.

    Davon sind unter anderem ca. 20 Bergwacht-Notärzte, die extra vom Klinikum Garmisch-Partenkirchen und vom Unfallkrankenhaus in Murnau, für den Dienst bei der Ski-WM freigestellt wurden.

    Darüber hinaus sind die vier Bergwachtstützpunkte, an den Standorten Zugspitze, Osterfelderkopf, Kreuzeck und Hausberg  zur Betreuung des normale Skibetriebes, und der Betreuung des Zuschauerraumes auf der Rennstrecke zu besetzen und eine komplette Mannschaft für alle anderen erdenklichen Bergnotfälle, die sich am Tag oder in der Nacht in unserem Einsatzgebiet, das aus drei Gebirgsstöcken besteht, ereignen könnten.


    Ohne die Unterstützung unserer Nachbarbereitschaften wäre dies überhaupt nicht möglich.

    Trotz dieser Fülle von Aufgaben, und der großen Verantwortung die das gesamte Team übernommen hat, bedeutet die Ski WM für uns in erster Linie nicht Arbeit und Aufwand, sondern Begeisterung für den Skisport und an dem tollen Ereignis in unserer Heimatgemeinde.

     

    Eignungstest und Sommerprüfung 2010

    Die Bereitschaft gratuliert den Anwärterinnen und Anwärter zu ihrem bestandenen Eignungstest und Sommerprüfung der Bergwacht Region Hochland im Kreuzeck.- Alpspitzgebiet. 

    Anwärter v.L. Benedikt Gerl, Tobias Scheuber, Toni Ostler, Dr. Johannes Büttner, Martina Wörndle, Jens Hentsch, Johanna Hönmann, Flori Zollner, Toni Bauer, Dr. Thomas Ludwig, Marcus Ritz, Toni Eitzenberger, Dr. Frank Bilow, Günter Fleischer, nicht am Bild Bernhard Ostler

    Bergwachtbereitschaft Garmisch-Partenkirchen

    Wir sind ein Team von 120 aktiven Bergwachtmännern, die sich ehrenamtlich für die Bergrettung in Garmisch-Partenkirchen und Farchant engagieren. Seit der Gründung unserer Bereitschaft im Jahr 1927 ist es die Aufgabe der Bereitschaft, Menschen aus Bergnot zu retten, das heißt Wanderern, Ski- und Schlittenfahrern und Kletterern bei Notfällen im unwegsamen Gelände zu helfen.

    Ebenso zählen wir den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt der Alpen zu unseren Aufgaben.

    Leistungsauszeichnung für besondere Verdienste in der Bergwacht Bayern

    Für ihr vorbildliches Engagement und ihren jahrzehntelangen Dienst in den Bergen erhält Hansjörg Buchwieser das goldene und Karl Eitzenberger silberne Ehrenzeichen der Bergwacht Bayern.

    Hansjörg Buchwieser
    Geb. 22. Oktober 1939
    Bergwacht Garmisch-Partenkirchen

    Hansjörg Buchwieser ist seit 1959 Mitglied der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen und von je her einer der aktivsten Bergretter vor Ort. Als ausgezeichneter Kletterer und Skifahrer war er von Anfang an für alle Einsätze geeignet und galt oft als „Fels in der Brandung“ bei vielen extremen Einsätzen und schweren Bergungen. Ein Beispiel hierzu war die Suche und Bergung von neun Toten nach einem Hubschrauber-Absturz im Oberreintal. Hier stellte er in erstaunlicher Weise wieder einmal seinen Mut und seine Fähigkeit unter Beweis, sich im völlig unwegsamen, steilen und schweren Gelände zu bewegen. 1965 bis 1977 war er Mitglied der Lawinenkommission für das Alpspitz- und Kreuzeckgebiet. In der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen war Hansjörg Buchwieser 32 Jahre lang als Sommer- und Winterausbilder tätig, davon viele Jahre als Leiter der Winterausbildung. Von 1969 bis 1989 gab er zudem sein Wissen und seine Erfahrung als Regionalausbilder bzw. Ausbildungsleiter der Bergwacht Hochland weiter.

    Als Gerätewart hält er seit 1997 das umfangreiche Rettungsgerät der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen hervorragend in Schuss. Dies erfordert bei der Betreuung der jährlichen Großereignisse wie den Alpinen Ski-Weltcup-Rennen einen enormen zusätzlichen Zeitaufwand. Seine große Erfahrung durch sein jahrzehntelanges Wirken als Einsatzleiter macht ihn auch heute noch zu einer wertvollen Stütze bei großen und schwierigen Einsätzen. Besonders hervorgetan hat sich Hansjörg Buchwieser bei allen Bauvorhaben der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Dies begann mit dem Bau der Osterfelderhütte. Beim Bau der Bergwacht Rettungswache in Garmisch-Partenkirchen war er mit über 600 freiwilligen Arbeitsstunden der fleißigste Arbeiter, desgleichen beim Bau der neuen Hausberghütte und der Neugestaltung der Bergrettungswache von 2005 bis 2007. Durch seine langjährige Erfahrung auf allen Gebieten ist er auch ein unverzichtbares Mitglied der Vorstandschaft.

    Karl Eitzenberger
    Geb. 9. März 1962
    Bergwacht Garmisch-Partenkirchen


    Karl Eitzenberger trat 1978 der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen bei. Er wurde bald bei zahlreichen, teils schwierigen Einsätzen eingesetzt. Auf Grund seines Könnens und seiner umsichtigen Art wurde ihm auch bald die Aufgabe als Einsatzleiter übertragen. 1993 wurde er zum stellvertretenden Bereitschaftsleiter gewählt. Seit 2001 führt er die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Die Leitung und Organisation einer großen Hochgebirgs-Bergwacht wie Garmisch-Partenkirchen mit über 100 Aktiven Mitgliedern und 30 Anwärtern stellt an den Bereitschaftsleiter eine große fachliche Anforderung und einen enormen Zeitaufwand dar. Beispiele hierfür sind eine über sechs

    Monate dauernde Ski-Saison oder jährlich über 400 Einsätze. Darunter sind regelmäßig schwere Einsätze am Jubiläumsgrat, Oberreintal sowie Lawineneinsätze und Totenbergungen. Eine weitere Herausforderung stellt die Betreuung von Veranstaltungen wie Alpine-Ski-Weltcuprennen, den Zugspitzlauf u.ä. dar. Durch seine kameradschaftliche und verbindliche Art gelingt es Karl Eitzenberger, eine große Schar an qualifizierten Ausbildern und Einsatzleitern für die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen zu gewinnen sowie zahlreiche Aktive Mitglieder und Anwärter zu den Ausbildungen und Diensten zu motivieren. Das „Classic“- und Zugspitz-Skigebiet werden von der Bergwacht durch die Winterdienstgemeinschaft Garmisch-Partenkirchen betreut. Unter der Federführung der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen arbeiten hier zehn Bergwachten gleichberechtigt zusammen. Die jahrelange reibungslose Zusammenarbeit sowie die positive Außenwirkung der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen bei anderen Rettungsdiensten, Seilbahnbetreibern, der Gemeinde oder Polizei ist auch ein Verdienst von Karl Eitzenberger. Durch sein Engagement wurde 2004 eine Jugendgruppe ins Leben gerufen, der er seither als Jugendleiter vorsteht. Der Erweiterungsbau und die Errichtung einer Landemöglichkeit für Hubschrauber an der Bergrettungswache wurden erst durch das Verhandlungsgeschick von Karl Eitzenberger möglich.

    Erfahrungsaustausch mit der Bergrettung Schladming

    Die Bergrettung Schladming war zu Besuch zum Erfahrungsaustausch über das Rettungskonzept bei Alpine Ski-WM Veranstaltungen.

     Eine Abordnung des Bergrettungsdienstes Schladming (dort findet die Alpine Ski-WM 2013 statt) besuchte am vergangenen Freitag die Bergwacht in Garmisch-Partenkirchen.

    Die Schladminger Bergretter sind jedes Jahr für die Betreuung und Absicherung des  Nachtslaloms an der Planai mit bis zu 40.000 Zuschauern verantwortlich.

    Im kameradschaftlichen Rahmen wurden die gegenseitigen Informationen und Erfahrungen bei der Betreuung der Ski-Weltcup-Rennen ausgetauscht. Das besondere Interesse der Bergrettung aus Schladming galt dabei der Absicherung der „Speed“- Disziplinen Abfahrtslauf und Super-G sowie dem Rettungskonzept der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen für die Alpine Ski-WM 2011.

    Nach der Informationsveranstaltung und der Besichtigung des Bergwachthauses an der Auenstraße klang der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen aus, zu dem die Schladminger Kameraden eingeladen hatten.

    v.l.: Karl Eitzenberger Bereitschaftsleiter Bergwacht Ga-Pa., Wolfgang Strauß Kassier Bergrettung Schladming, Thomas Kaserer Funkwart Bergrettung Schladming, Andreas Fischbacher Einsatzleiter Bergrettung Schladming, Klaus Rothballer Gerätewart Bergwacht Ga-Pa., Hansjörg Buchwieser Gerätewart Bergwacht Ga-Pa., Toni Gehringer Geschäftsführer Bergwacht Ga-Pa., Dr. Georg Fritsch Bergrettungsarzt Schladming, Hans Jürgen Bacher Ortsstellenleiter Bergrettung Schladming, Franz Dengg Weltcup-Koordinator Bergwacht Ga-Pa. Dr. Christian Schaller, Rennarzt Bergwacht Grainau, Willy Brenner, stellv. Bereitschaftsleiter Bergwacht Ga-Pa.

    Frühjahrsversammlung 2010

    Im Rahmen der Frühjahresversammlung wurden verdiente langjährigen Mitglieder für ihren Einsatz in der Bereitschaft Garmisch-Partenkirchen geehrt.


    Ehrung verdienter Mitglieder, von links:Bereitschaftleiter Karl Eitzenberger, Willi Brenner, Gerhard Steinberg (25 Jahre), Albet Öfnern (50), Franz Böswald jun. (25), Bürgermeister Thomas Schmidt, Hans Hibler sen. (60), Werner Lindauer (50), Peter Fehn (40), Fanz Böswald sen, (40), Winfried Strunz (40), Fred Richter (40), Wolfgang Henke (40), Hansjörg Buchwieser (50), Werner Bösig (50)

    FIS ALPINER SKIWELTCUP 2010

    Der apline SKIWELTCUP 2010 wurde auf der Kandahar und am Gudiberg vom 10.-14.03.2010 ausgetragen. In der Skiweltcup-Woche waren 11 Rennen, Abfahrtslauf, Super-G, Riesenslalom und Slalom Damen/Herren,  zu betreuen.

    Auf der Kandahar Rennstrecke waren für den Abfahrtslauf Damen und Herren 34 BW Männer sowie 6 Bergwachtärzte an der Strecke im Einsatz. An 19 Stationen, ausgestattet mit Akja, Vakuumbett, Stifnek und Luftrettungssack waren die Rettungskräfte verteilt. 

    Ein Rettungshubschrauber mit Winde, Christoph Garmisch vom ADAC-Standort Murnau mit einem Bergwachtarzt an Board, stand für den Einsatz an den Rennstrecken zur Verfügung. 

    Für den touristischen Skilauf waren zusätzlich an den Stützpunkten Kreuzeck und Hausberg weitere 4 Bergwachtler eingesetzt.

    Nachrichten

    15.11.2011

    Einsätze September 2011

    September 2011

    10.10.2011

    Einsätze August 2011

    August 2011

    19.08.2011

    Schwieriger Einsatz nach Kletterunfall im Oberreintal/Wettersteingebirge

    Tödlicher Bergunfall erfordert den Einsatz von zwei Hubschraubern. Für die Bergung ist ein Abseilmanöver über 200 m mit dem Dyneemaseil erforderlich.

    11.07.2011

    Einsatz am Ostgrat der Alpspitze

    Eine 47 jährige Urlauberin, die sich mit ihrer Begleiterin am Abstieg von der Alpspitze über den Ostgrat befand, stürzte am Montagnachmittag so unglücklich, dass sie sich schwere Verletzungen am...

    09.07.2011

    Bergsteiger kommt am Brunntalgrat nicht mehr weiter

    Um 21:00 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle die Bergwacht. Ein 61jähriger Mann aus Ottobrunn hat sich beim Abstieg vom Jubiläumsgrat zur Knorrhütte im Bereich des Brunntalgrates verirrt.

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    Frühjahrsversammlung 2009

    Im Rahmen der Frühjahresversammlung wurden auch langjährigen Mitglieder für ihren Einsatz in der Bereitschaft Garmisch-Partenkirchen geehrt.

    Bergwacht Skirennen 2009

    FIS Alpinen Junioren Ski Weltmeisterschaften 2009

    mehr zum Rettungskonzept

     

     

     

    Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.