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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Sonntag, 23. November 2008

Bergwacht unterstützt Suche

Leicht verletzt hat ein 27-jähriger Mann aus der Ramsau einen spektakulären Verkehrsunfall auf der B305 am Wacherl überstanden.

Sein Audi war am späten Freitagabend aus bisher ungeklärter Ursache von der schneeglatten Fahrbahn abgekommen und einen Abhang hinab gestützt, wobei sich der Wagen mehrfach überschlagen hatte und schließlich rund 50 Meter tiefer schwer beschädigt liegen blieb. Wie durch ein Wunder konnte sich der Fahrer mit nur leichten Verletzungen aus dem Wrack befreien, zur Bundesstraße aufsteigen und eine rund 500 Meter entfernte Gaststätte erreichen, von wo aus gegen 23.45 Uhr ein Notruf abgesetzt wurde.

Da der 27-Jährige zunächst behauptete, er sei nur Beifahrer gewesen und es hätten sich noch zwei weitere Menschen im Fahrzeug befunden, schickte die BRK-Rettungsleitstelle umgehend ein Großaufgebot der Feuerwehren Bad Reichenhall, Ramsau, Schneizlreuth und Weißbach, die Bergwacht Ramsau, zwei Notärzte, den Einsatzleiter Rettungsdienst und drei Rettungswagen des Roten Kreuzes zum Unfallort.

Die Anfahrt und der anschließende Sucheinsatz im steilen Gelände auf rund 860 Metern Höhe gestalteten sich für die Helfer aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse mit eisigen Windböen und starkem Schneetreiben besonders schwierig. Während der 27-Jährige im Rettungswagen notärztlich behandelt wurde, suchten rund 40 Einsatzkräfte mit Scheinwerfern und Lampen die Umgebung der Unfallstelle nach den vermeintlichen zwei weiteren Insassen ab. Die Bergwacht Ramsau kontrollierte mit einem geländegängigen Spezialfahrzeug die umliegenden Forststraßen; trotz intensiver Suche fehlte von weiteren Verletzten jede Spur.

Da die Aussagen des 27-Jährigen widersprüchlich waren und keine Zeichen am Unfallort auf zusätzliche Insassen hindeuteten, verhärtete sich der Verdacht der ermittelnden Polizisten schließlich darauf, dass der Mann zum Unfallzeitpunkt allein im Auto war und das Fahrzeug auch selbst gelenkt hatte. Die Suche wurde daher gegen 1.45 Uhr ergebnislos eingestellt. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes brachte den Ramsauer zur weiteren stationären Behandlung ins Kreiskrankenhaus Berchtesgaden.

92 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Bad Reichenhall, Ramsau, Schneizlreuth und Weißbach waren mit 13 Fahrzeugen am Unfallort; sie leuchteten den Hang aus und suchten nach den vermeintlichen weiteren Insassen. Das Rote Kreuz war mit drei Rettungswagen, zwei Notärzten, dem Einsatzleiter Rettungsdienst und der Bergwacht Ramsau rund eineinhalb Stunden lang gefordert. Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Bad Reichenhall war zur Unfallaufnahme im Einsatz.

Autor: Markus Leitner BRK BGL

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