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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Samstag, 17. Juni 2017

Verstiegen und mehrfach in einer steilen Felsrinne abgerutscht

Ein Münchner Wanderer verpasste den Hahnbichlsteig und stieg in völlig unwegsames Gelände auf, seine Rettung gestaltete sich schwierig.

Eschenlohe – Am Samstag den 17.07.2017 wurde die Bergwacht Oberau gegen 10 Uhr über den Einsatzleiter der Bergwacht Garmisch informiert, dass sich ein Wanderer aus München beim Aufstieg zum Krottenkopf über den Hahnbichlsteig verstiegen habe.  Beim Versuch sich aus seiner misslichen Lage in einer steilen Felsrinne selbst zu befreien, sei der 32-jährige mehrfach abgerutscht und habe sich Verletzungen am Arm zugezogen.

Neben der Rettungsmannschaft der Bergwacht Oberau und wurde der Rettungshubschrauber Christoph Murnau alarmiert. Der Verstiegene konnte vom Einsatzleiter Oberau jedoch nicht mehr telefonisch erreicht werden, so dass sich die Feinortung im dicht bewaldeten Gebiet als sehr schwierig erwies. Nach ca. 40 min Suche aus der Luft wurden zwei Bergretter im Bereich der Pustertalhütte abgesetzt um eine bodenseitige Suche zu beginnen. In einem weiteren Anflug konnten zwei weitere Einsatzkräfte in das Gelände gebracht werden. Gleichzeitig machten Einsatzkräfte mit dem Bergrettungsfahrzeug auf den Weg ins Suchgebiet. Aufgrund der Lokalisation des Verstiegenen und des abgebrochenen Telefonkontakts musste von einer potentiellen Absturzgefahr ausgegangen werden.

Kurz nach Eintreffen der Mannschaften im Suchgebiet gelang es dem Einsatzleiter eine erneute Telefonverbindung zur Person herzustellen und das Suchgebiet einzugrenzen. Der inzwischen aufgetankte Christoph Murnau wurde erneut angefordert und nahm zwei Bergretter im Bereich der Pustertalhütte auf. Nach 20 Minuten Suchflug konnte der Verstiegene in einer Felsspalte weit oberhalb des Hahnbichsteigs aus die Luft geortet werden. Er klammerte sich so fest an die Felswand der Rinne, dass er sich so nur sehr schwer bemerkbar machen konnte.

Die zwei Luftretter wurden mittels Rettungswinde oberhalb des Verstiegenen im steilen Bergwald abgesetzt. Eine bodengebundene Suchmannschaft, die durch den Standort des Hubschraubers zu Fuß an die Einsatzstelle gelangte, konnte sich zum Verunfallten abseilen. Nach kurzer medizinischer Versorgung zog man den Verunfallten mittels Flaschenzug aus der steilen Rinne in einen Bereich, wo eine Aufnahme mittels Windenseil wieder möglich war. Der verunfallte Münchner wurde anschließend zur medizinischen Abklärung ins UKM nach Murnau geflogen.

Insgesamt waren 14 Einsatzkräfte der Bergwacht Oberau, unterstützt durch die Crew des Christoph Murnau, ca. 4,5 Stunden gefordert.

Autor: Bergwacht Oberau

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