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Freitag, 30. Juli 2010

Familie vom Grat gerettet

Grainau/Alpspitze - 3 erschöpfte Personen in fliegerischer Meisterleistung vom Grat geborgen

Am Mittwoch, den 28. Juli 2010, wurde der Einsatzleiter der Bergwacht Grainau um 16:47 Uhr alarmiert. Eine dreiköpfige Familie aus Hameln wollte über die Ferrata zur Alpspitze aufsteigen. Etwa 50 m unterhalb des Gipfels verließen die Frau und den Bub beim letzten Aufschwung die Kräfte. Daraufhin querten sie auf den Weg Richtung Grieskarscharte um abzusteigen. Sie bogen jedoch zu früh ins Grieskar ab und steckten nun fest.

Der Einsatzleiter forderte einen SAR-Hubschrauber der Bundeswehr an und ließ die Mannschaft alarmieren. Etwa 45 Minuten nach Alarmierung startete die Maschine mit zwei Bergwachtmännern zur Einsatzstelle. Kurze Zeit später waren die Personen gefunden. Die Frau und der Junge befanden sich etwa 30 m unterhalb des Alpspitz-Westgrats, der Mann hatte es wieder auf den Grat geschafft. Aufgrund des starken Windes konnte der Hubschrauber die Erschöpften nicht direkt aufnehmen, sodass eine weitere Einsatzkraft mit Seil und Sicherungsmaterial nach oben geflogen wurde.

Mit Rettungsdreiecken gesichert wurden die beiden auf den Grat geführt und für den Abtransport vorbereitet. Die heftigen Windverwirbelungen am Grat bei einsetzendem Regen bewältigte der Bundeswehr-Pilot in einer fliegerischen Meisterleistung, sodass um 18:20 Uhr die ganze Familie auf dem Weg zum Tallandeplatz war. Mit einem weiteren Flug wurden die drei Einsatzkräfte gerade noch vor dem Wetterumschwung abgeholt.

Nach etwas mehr als zwei Stunden endete der Einsatz. Insgesamt waren sechs Mann der Bergwacht Grainau, das Bergrettungsfahrzeug Grainau sowie der SAR-Hubschrauber Landsberg 58 der Bundeswehr beteiligt.

Autor: Bergwacht Grainau

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