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Donnerstag, 20. September 2018

Unterschenkelfraktur am Wildbarren

Oberaudorfer Bergretter fliegen Wanderin aus steilen Waldgelände

Am Donnerstag den 20. September wurde die Bergwacht Oberaudorf von der Integrierten Leitstelle Rosenheim zu einem Einsatz am Wildbarren alarmiert. Eine Wanderin hatte sich beim Abstieg vom Gipfel des Wildbarrens eine schwere Fußverletzung zugezogen.

Nach kurzer Einweisung durch den Einsatzleiter an der Bergrettungswache rückte die Einsatzmannschaft mit dem Rettungsfahrzeug Richtung Wanderparkplatz Bichlersee aus. Parallel dazu konnte die Einsatzleitung über die WhatsApp Standortermittlung den genauen Unfallort lokalisieren. Der Rückruf beim Melder lies zudem auf eine schwere Fußverletzung mit starken Schmerzen schließen weshalb sich der Einsatzleiter entschied, über die Integrierte Leitstelle einen Rettungshubschrauber mit Winde nachzufordern.

Bereits nach 25 Minuten war die Einsatzmannschaft zur Verunfallten aufgestiegen. Eine 65-Jährige Wasserburgerin war, in Begleitung ihres Schwagers, beim Abstieg zum Wanderparkplatz Bichlersee gestolpert und hatte sich dabei einen schmerzhaften Unterschenkelbruch zugezogen. Die Bergretter schienten das verletzte Bein und lagerten die Patientin schonend für den Abtransport im Luftrettungsbergesack.

In der Zwischenzeit war auch der Rettungshubschrauber „Christoph 1“ an der Bergrettungswache in Oberaudorf zur Landung gegangen. Nach kurzer Einsatzbesprechung zwischen Bergwacht-Einsatzleiter und Hubschrauberbesatzung stieg ein Bergretter in die Maschine. „Christoph 1“ startete daraufhin unmittelbar Richtung Einsatzstelle auf der Westseite des Wildbarrens unterhalb der Dreifaltigkeitskapelle. Die ortskundige Bergwacht-Einsatzkraft an Bord des Hubschraubers konnte diesen dabei gezielt zum Unfallort lotsen.

Nach Überflug und Erkundung der Einsatzstelle wurden Bergretter und Notarzt in das steile Waldgelände gewinscht. Nach der Patientenübergabe an den Notarzt konnte dieser noch durch entsprechende Medikamentengabe zur Linderung der Schmerzen beitragen. Anschließend wurde die bereits für die Windenrettung im Luftrettungsbergesack verpackte Frau im Doppelwinch, gemeinsam mit dem Notarzt, aus dem steilen Waldgelände gerettet. Zur weiteren medizinischen Versorgung wurde die Landkreisbewohnerin in das Krankenhaus Harlaching geflogen.

Zehn Bergwacht-Einsatzkräfte sowie der Rettungshubschrauber „Christoph 1“ waren knapp drei Stunden im Einsatz.

Autor: Bergwacht Oberaudorf

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