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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Montag, 7. Februar 2011

Alpinunfall am Juifen, GPS-Suche am Geierstein

Lenggries - Am Samstag, den 05.02.2011 wurde die Bergwacht Lenggries zu einem Lawinenunfall mit mehreren Verschütteten am Juifen gerufen. Der Einsatzleiter forderte sofort die Bergwacht Bad Tölz, die Bergrettung Achenkirch, Lawinenhundeteams und den Rettungshubschrauber zur Unterstützung an.

Der ersteintreffende Rettungshubschrauber Christoph Murnau nahm am Brauneck den Bergwachtnotarzt, einen Lawinenhund sowie weitere Einsatzkräfte der Bergwacht auf und setzte sie oberhalb der Rotwandlalmen ab. Auf dem Lawinenkegel lag ein schwer verletzter Tourengeher, der vom Notarztteam notfallmedizinisch versorgt wurde. Die anderen Einsatzkräfte suchten den Lawinenkegel mit Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS) und einem Recco-Suchgerät ab. Der ebenfalls alarmierte Hubschrauber aus Tirol brachte weitere Bergretter und einen Lawinenhundeführer zur Unterstützung der lenggrieser Kollegen. Weder die technische Suche mit LVS und Recco, als auch die Suche mit den beiden Lawinenhunden brachten Anzeichen auf weitere Verschüttete. Wegen dem fest gefrorenen Lawinenschnee und den Ablagerungen auf dem Lawinenkegel wurde immer deutlicher, dass es sich bei der Lawine um eine mehrere Tage alte Lawine handeln muß und der Alpinist wohl abgestürzt sein musste. Somit kamen die Suchkräfte auf der Lawine zu dem Entschluß, dass es sich um einen Absturz und nicht um einen Lawinenunfall handelt. Der Sucheinsatz wurde daraufhin abgebrochen und die auf Abruf bereitstehenden Einsatzkräfte im Tal informiert. Der schwer verletzte Alpinist wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik Innsbruck gebracht.

Bereits am Samstagmorgen hatte sich ein 12 jähriges Mädchen am Garland eine schwere Fußverletzung zugezogen. Nach der medizinischen Erstversorgung durch die Bergwacht, flog der Rettungshubschrauber Chirstoph Murnau die junge Patientin ins Krankenhaus. Am Nachmittag wurde noch zweimal die Bergwacht am Brauneck zu kleineren Einsätzen gerufen.

Am Sonntag rückte die Bergwacht am Brauneck zu acht Einsätzen mit leichten Verletzungen aus. Alle Patienten wurden mit dem Akja ins Tal gebracht. Um 21:20 Uhr rückten noch einmal fünf Bergwacht Einsatzkräfte zu zwei verstiegenen Personen am Geierstein aus. Ein Mann und eine Frau aus München wollten eine Abkürzung vom Abstieg des Geiersteins nehmen und kamen ins weglose Absturzgelände. Als sie nicht mehr weiterkamen, riefen sie die Bergwacht. Das Paar hatte ein GPS-Gerät dabei und konnte den Aufenthaltsort ganz genau angeben. "Das war Gold wert", so Bereitschaftsleiter Sepp Bergmeyer, denn anhand der GPS-Daten konnte der Aufenthaltsort schnell erreicht werden. Die Verstiegenen wurden über ca 70m steiles Gelände abgeseilt und schließlich über einen Bachlauf in Sicherheit gebracht. Allen Beteiligten waren sich einig, dass die Suche ohne die genauen Ortsangaben  die ganze Nacht gedauert hätte.


Am Freitag ist ein 10-jähriges Mädchen von der Piste abgekommen und hatte sich dabei am Oberarm und im Brustbereich schwer verletzt. Für die Rettung des Mädchens war eine notärztliche Versorgung notwendig. Nach der gemeinsamen Versorgung mit der Bergwacht transportierte der Rettungshubschrauber die junge Patientin ins Krankenhaus. 

Autor: Bergwacht Lenggries

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