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Samstag, 13. April 2019

Personell und technisch top aufgestellt

Die Bergwacht Weißenstadt präsentiert sich zur Jahreshauptversammlung von ihrer starken Seite.

Dem gemeinsamen Abendessen folgte der Jahresbericht durch Bereitschaftsleiter Sebastian Süß, der den Bereitschaftsmitgliedern einige Zahlen vorstellte: 4737 Stunden ehrenamtlicher Arbeit (ohne die berechnete Einsatzbereitschaft mit den Funkmeldeempfängern, die 9600 Stunden betrug) kamen im letzten Jahr zusammen. Davon entfielen 1423 Stunden auf die Ausbildung der Anwärter und Einsatzkräfte, 1002 Stunden auf die Vorsorgedienste am Schneeberg, 183 Stunden auf Vorsorgedienste bei Veranstaltungen und 200 Stunden auf die Jugendarbeit. 300 Stunden gingen auf das Konto von Einsätzen, 154 Stunden fielen für das Suchhundetraining an. Die übrigen Stunden verteilten sich auf Organisatorisches, Öffentlichkeitsarbeit, Arbeitsdienste, Naturschutz und Sonstiges.

Geleistet wurden diese von 21 Aktiven Einsatzkräften und elf Anwärtern. Mit einem Rettungsassistenten, zwei Rettungssanitätern, zwei Rettungsdiensthelfern, zwei Ärzten, neun Fachausbildern und acht Einsatzleitern sei die Bereitschaft personell sehr gut aufgestellt. Nicht ganz uninteressant sei auch die Frauenquote der Bereitschaft: Diese liegt unter den Aktiven bei stolzen 33%. Außerdem zähle die Bereitschaft noch 24 Inaktive und zwölf Jugendliche. Froh sei man vor allem auch über die 140 Förderer, die die Bereitschaft in ihrem Tun unterstützen, betonte Süß.

 

Ein Plus von etwa 50 Prozent konnte die Bereitschaft bei den Einsatzzahlen verbuchen. Wie Ressortleiter Christopher Rott ausführte, sei vor allem ein Anstieg bei Fahrradunfällen zu verzeichnen. Die zunehmende Zahl an E-(Mountain)-Bikes führe immer mehr Personen in ein Gelände, dem sie nicht gewachsen wären, wodurch es immer häufiger zu Stürzen komme. Auch die Spezialeinsatzkräfte der Bergwacht Weißenstadt waren im vergangenen Jahr gefordert: Zu sechs Einsätzen musste Hundeführerin Carolin Wendel mit ihrer Leonie ausrücken. Das LKLD-Team unterstützte andere Bergwachten bei insgesamt zehn Einsätzen und übernahm dort Führungsaufgaben in den Bereichen Lokalisation, Kommunikation, Lagedarstellung und Dokumentation.

 

Thomas Peuschel, Verantwortlicher für das Ressort Ausbildung und den Bereich Jugend berichtete im Anschluss über die vielfältigen Aktivitäten in seinem Zuständigkeitsbereich. Die Vorbereitung der Anwärter auf die Eignungstests Sommer und Winter, die seit einigen Jahren in den Alpen stattfinden, nehme viel Zeit und Ressourcen in Anspruch. Schwerpunktthemen bei der Aus- und Weiterbildung der Aktiven waren Seilbahnevakuierung und der Umgang mit dem Statikseilsatz. Diese neuen Schwerpunkte hielten mittlerweile auch in der Jugendarbeit Einzug: Verstärkt wurden im Winter die verschiedenen Skipisten im Fichtelgebirge besucht. Im Sommer standen etliche Ausflüge zu den Kletterfelsen der Region sowie in umliegende Kletterhallen an. Auch mehrere Fahrradtouren wurden unternommen. Bei den Gruppenstunden in der Bergrettungswache standen verschiedene Themen aus der Ersten Hilfe sowie Knotenkunde auf dem Programm.

 

Der stellvertretende Regionalleiter Wolfgang Kosziol zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Aktivitäten und lobte die Arbeit der Weißenstädter Bereitschaft. Zudem konnte er die ersten Sätze der neuen „Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz“ (PSAgA), die über den Staatshaushalt angeschafft wurden, an die Bereitschaft übergeben.

 

Mit seinem Lob für die Bereitschaft schloss sich auch Weißenstadts zweiter Bürgermeister Holger Grießhammer im Namen der Stadt Weißenstadt an. Er hob vor allem die personelle Stärke hervor und bedankte sich auch für die geleisteten Stunden im Bereich des HvO (Helfer vor Ort).

 

Klaus Breuherr berichtete als Verantwortlicher für das Ressort Finanzen von einer insgesamt soliden Basis, betonte aber auch, dass insbesondere die Anwärterausbildung große Summen verschlinge. Auch seien die Arbeiten an der Bergrettungswache noch nicht abgeschlossen, sodass hier weiterhin Rücklagen gebildet werden müssten. Wichtig seien die Förderer und Spenden der Städte und Gemeinden im Einsatzgebiet, die der Bereitschaft einen gewissen finanziellen Spielraum ermöglichten. Alleine die Finanzierung aus dem Staatshaushalt und aus Einsatzentgelten decke kaum die laufenden Kosten für den Betrieb der Rettungswache, der Hütte am Schneeberg und der Fahrzeuge.

 

Abschließend bedankte sich Bereitschaftsleiter Sebastian Süß bei allen Mitgliedern für die geleistete ehrenamtliche Arbeit und überreichte einigen Einsatzkräften einen Pokal als Anerkennung für die meisten Stunden bzw. die meisten Einsätze.

Autor: JO, BW Weißenstadt

(von links) stv. Bereitschaftsleiter Thomas Peuschel, James Gardner und Christoph Foerster mit den neuen PSAgA-Rucksäcken, Bereitschaftsleiter Sebastian Süß und stv. Regionalleiter Wolfgang Kosziol.

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