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Dienstag, 21. Dezember 2010

Weihnachtsfeier der Bergwacht Furth im Wald

Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr 2010 – zahlreiche Ehrungen für verdiente Mitglieder und Förderer

FURTH IM WALD. (sl) Bereits zum fünfzigsten Mal fand heuer die Weihnachtsfeier der Bergwacht Furth im Wald am Voithenberg statt. Wie in den Jahren zuvor zelebrierte Dekan Richard Meier, der diesmal von Diakon Richard Ackermann unterstützt wurde, die vorweihnachtliche Andacht in der tief verschneiten Voithenberger Kapelle. In gewohnter Manier sorgten die Geschwister Anita und Petra Sporrer für die musikalische Umrahmung in dem festlich geschmückten Gotteshaus.

Bereitschaftsleiter Franz Seidl konnte anlässlich der Weihnachtsfeier zahlreiche Ehrengäste willkommen heißen, darunter Bürgermeister Johannes Müller, den Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Cham Manfred Aschenbrenner und den Ehrenregionalleiter der Bergwacht Region Bayerwald, Heinrich Lobmeier. Neben zahlreichen Förderern und Gönnern der Bergwacht Furth hatten sich auch Ehrenbereitschaftsleiter Helmut Hörmann sowie die Ehrenmitglieder Karl Nachreiner, Albin Eibl sowie Ludwig Schmidberger in der Voithenberger Schützenhalle eingefunden.

Der Rückblick auf ein erfolgreiches und arbeitsreiches Jahr 2010 fiel aufgrund der Vielzahl an Aktivitäten und Ereignissen wieder sehr umfangreich aus. Zunächst gedachte man dem verstorbenen Ehrenmitglied Alois Dimpfl und stellvertretend für alle verstorbenen Förderer dem ehemaligen Stadtpfarrer Sebastian Werner. Dieses Jahr konnten sieben neue Anwärter in der Bergwacht Furth begrüßt werden, fünf davon stammen aus der eigenen Jugendgruppe, was die hervorragende Arbeit in diesem Bereich wieder einmal unterstreicht. Viele ehrenamtliche Stunden erforderten die Vorsorgedienste an den Skiliften in Voithenberg, Unterhütte und Althütte sowie die Betreuung des grenzüberschreitenden Langlaufgebietes Gibacht-Cerchov. Wie im Winter wurden auch im Sommer zahlreiche Sport- und Wanderveranstaltungen sanitätsdienstlich betreut.

Die Naturschutzausbildung nahm heuer besonders viel Zeit in Anspruch: Zahlreiche Aktionen wie eine Vogelstimmenwanderung oder die Weiterbildung zum Natur- und Landschaftsführer summieren sich auf insgesamt über 1000 geleistete Dienststunden. Aber auch die Luftrettungslehrgänge im neuen Zentrum für Sicherheit und Ausbildung der Bergwacht Bayern in Bad Tölz besuchten eine Vielzahl an Kameraden. Damit sind sie fit für den Einsatz mit dem Helikopter, eine immer wichtigere Qualifikation für die aktive Einsatzkraft in der Bergwacht. Bei den Einsatzübungen im Sommer und Winter stellten die Further Bergretter unter Beweis, dass ein hoher Ausbildungsstand gewährleistet ist und sich die Patienten auf die Bergretter verlassen können.

Die Jugendgruppe konnte bei den Kreis-, Bezirks- und Landeswettbewerben die Bergwacht hervorragend vertreten und ist ein Aushängeschild für den BRK-Kreisverband Cham, wie Manfred Aschenbrenner anerkennend zum Ausdruck brachte. Er hatte auch eine Spende mitgebracht, um die Jugendgruppe in ihrer unverzichtbaren Arbeit zu unterstützen, wozu auch Kletterausbildugen, Skifahren und Wanderungen gehören. Ein Highlight des Jahres war der Besuch des Jugendcamps auf der Burg Trausnitz, wo  die Mitglieder ein ganzes Wochenende lang viel Freude hatten.

2010 war aber auch ein arbeitsreiches Jahr: Die Einfahrt zum Gerätehaus wurde erneuert, der Aufenthaltsraum am Skilift Voithenberg renoviert und in Althütte eine neue Terrasse gebaut. Daneben erforderten auch umfangreiche Investitionen in Einsatzbekleidung und einen neuen Anhänger, mit dem nun der Motorschlitten transportiert werden kann, große finanzielle Anstrengungen. Diese könnten nur durch zahlreiche Förderer, sowie durch ein gut besuchtes Bergfest gedeckt werden, wie Seidl erläuterte. Er sprach allen Gönnern der Bergwacht Furth im Namen aller Mitglieder ausdrücklich seinen Dank aus. Die Bergwachtler haben in diesem Jahr über 18000 Dienststunden geleistet, weswegen auch ihren Angehörigen und Partnern, die sie bei dieser Arbeit unterstützen ein herzlicher Dank gebührt.

In den Grußworten hob Bürgermeister Müller das große Engagement der Bergwacht hervor und dankte den Einsatzkräften für ihren ehrenamtlichen Dienst im Namen der Stadt Furth im Wald. Für die Jugendarbeit versprach er zudem eine Spende über 400 Euro zu überweisen. BRK-Kreisgeschäftsführer Aschenbrenner sagte, die Bergwacht spiele eine wichtige Rolle im sozialen Netz der Grenzstadt und gerade die Further Bereitschaft nehme eine Vorreiterrolle in Sachen Jugendarbeit ein. Anlässlich der fünfzigsten Weihnachtsfeier spendierte er außerdem ein 30-Liter-Fass Bier. Heinrich Lobmeier, der sich als Ehrenregionalleiter eigentlich bereits im Ruhestand befindet, freute sich dennoch sehr wieder in Furth zu sein und überbrachte auch die besten Grüße von Regionalleiter Manfred Falkner. An Ihm war es auch, einige Ehrungen für verdiente Mitglieder der Bergwacht Furth vorzunehmen. Das Ehrenzeichen für 65 Jahre Dienst in der Bergwacht konnte Ehrenbereitschaftsleiter Helmut Hörmann entgegennehmen. Lobmeier bezeichnete Hörmann als Pionier der Bergwacht in Furth und hob seine zahlreichen Verdienste hervor, unter anderem war Hörmann über 26 Jahre lang Bereitschaftsleiter. Der Geehrte wandte sich mit einer kurzen Dankesrede an das Publikum und betonte, dass er gerade wegen der hervorragenden Kameradschaft der Bergwacht über diesen sehr langen Zeitraum die Treue gehalten hätte. Für 40 Jahre aktiven Dienst wurden Burghard Lang, der sich im Bereich Naturschutz sehr verdient gemacht hat, sowie Albin Eibl, der sich trotz seines hohen Alters immer noch aktiv am Bergwachtleben beteiligt,  mit dem goldenen Ehrenzeichen der Bergwacht Bayern ausgezeichnet. Herbert Boxhorn konnte das silberne Ehrenzeichen der Bergwacht Bayern für 25 Jahre aktiven Dienst entgegennehmen. Das staatliche Ehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Dienst wurde an Herbert Macht verliehen. Die Ehefrauen der Geehrten konnten sich über prächtige Blumensträuße freuen.

Im Anschluss daran wurden einige Gönner der Bergwacht für Ihre Verdienste ausgezeichnet: Anita und Petra Sporrer erhielten wie Anton Nachreiner eine Ausgabe der Chronik der Bergwacht Bayern aus den Händen von Bereitschaftsleiter Seidl. Eine Urkunde zur Anerkennung ihrer 40-jährigen Fördermitgliedschaft erhielten Rosemarie Maier, Christa Stoiber sowie Karl Lauerer. Für 25 Jahre als Förderer der Bergwacht Furth im Wald wurden zudem Franz Plattenschläger und Konrad Franz ausgezeichnet. Zum Abschluss überreichte Sanitätsausbilder Dominik Schönberger zusammen mit Bergwachtarzt Dr. Matthias Jacob den eingetretenen Anwärtern der Bergwacht Furth Ihre neuen Erste-Hilfe-Pakte.

Unter den Klängen der Musikfreunde rund um Toni Nachreiner verbrachten die Anwesenden noch einen gemütlichen Abend am weihnachtlich verschneiten Voithenberg.

Autor: Bergwacht Furth im Wald (SL)

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