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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Samstag, 11. September 2010

Bei schweißtreibenden "Einsatz" gefordert

Gemeinsame Großübung fordert Einsatzkräfte der Feuerwehr Arrach, der Helfer-vor-Ort-Gruppe(HvO) Arrach und der Bergwacht Lam.Eine Errfolgreiche Zusammenarbeit die sich bewährt.

Eine schweißtreibende Herausforderung für die Einsatzkräfte war eine gemeinsame Einsatzübung der Feuerwehr Arrach, der BRK-HvO-Gruppe Arrach und der Bergwacht Lam. Die beiden Übungsleiter Matthias Schmid (Kommandant FFW Arrach) und Michael Schmid (Bergwacht Lam) hatten ein anspruchsvolles Einsatzszenario für alle Beteiligten ausgearbeitet.

In einem Waldstück bei Eschlsaign war ein forstwirschaftliches Gespann verunfallt. Der Fahrer wurde war den Baumstämmen eingeklemmt.

Zuerst traf die FFW Arrach am Unglücksort ein. Diese sicherte die Unfallstelle und das Gespann mit Bäumen und betreute die eingeklemmte Person. Gleichzeitig wurden schon die ersten Maßnahmen für die Personenrettung getroffen: Ein Mehrzweckzug wurde aufgebaut und Drucklufthebekissen vorbereitet. Die EInsatzkräfte der HvO-Gruppe übernahmen die Betreuung und medizinische Erstversorgung des Patienten. Anschließend erfolgte die Rettung des eingeklemmten "Dummy"s durch den Mehrzweckzug und die Hebekissen der FFW Arrach. Der "Gerettete" konnte nun durch einen Verletztendarsteller ausgetauscht.

Mittlerweilen ergänzte auch die Bergwacht Lam die medizinischen Versorgung mit weiterem professionellen Gerät die Rettung des Patienten. Dafür wurden alle verfügbaren Register der vorhandenen Rettungstechnik gezogen: angefangen von der Stifneck-Halskrause, einem KED-Rettungskorsett, über Schaufeltrage und Vakuummatratze wurde alles zur Rettung des Verletzten eingesetzt.

In der Zwischenzeit hatte sich herausgestellt, dass eine weitere in den Unfall verwickelt gewesen sein soll. Der Beteiligte war anscheinend unter Schock stehend in das angrenzende Waldgebiet gelaufen.

Die Bergwacht Lam organisierte zusammen mit den wieder zur Verfügung stehenden Kräften der FFW Arrach eine Vermisstensuche nach dem Verletzten. Mit vier Teams wurde das Waldstück systematisch abgesucht. Nach etwa einer halben Stunde wurde man ca. 200m von der Unfallstelle fündig.

Der Vermisste lag schwer verletzt unter einem Felsvorsprung. Er war mit den Beinen in ein ein Felsspalte gerutsch und darin eingeklemmt. Auch hier übernahmen die Einsatzkräfte von Bergwacht und HvO die medizinische Versorgung. Da inzwischen die Dunkelheit über die Einsatzstelle hereingebrochen war übernahm die Feuerwehr die Ausleuchtung der Einsatzstelle sowie des Zugangs zum extrem unwegsamen Gelände.

Nach der Stabiliserung des Verletzten erfolgte erneut durch den EInsatz von Mini-Hebekissen die Befreiung aus der Felsspalte. Dieser wurde dann auf einer Vakuumatratze gelagert und mit der Gebirgstrage der Bergwacht durch das unwegsame Gelände abtransportiert.

Aufgrund des abschüssigen Geländes musste diese mit einem Seil gesichert werden. Die Länge des Weges machte zu dem einen mehrmaligen Umbau der Sicherung erfordelich.

Die verschiedenen medizinischen und technischen Herausforderungen während des Übungsablaufes erforderte eine enge Zusammenarbeit aller Organisationen.

Nach einer ungefähr zweieinhalb schweißtreibenden Stunden trafen sich alle Übungsteilnehmer noch zu Abschlussbesprechung im Gerätehaus der FFW Arrach. Dabei wurden auch kleine Fehler angesprochen. Jedooch waren alle mit dem Verlauf der Übung, der Zusammenarbeit und der Leistung aller Beteiligten hochzufrieden.

Beeindruckend war auch, welch hoher Aufwand an Personal und Material notwendig ist, um eine patientenschonende Rettung aus unwegsamen Gelände durchzuführen.

Quelle: Kötztinger Zeitung / FFW Arrach
Bilder: FFW Arrach

Autor: bwlam / wp

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