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Sonntag, 23. September 2012

Sucheinsatz nach Schwammerlsucher

Am Mittwochvormittag wurde ein Großaufgebot von ca. 100 Einsatzkräfte von Bergwacht, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei nach Ottenzell zu einem Sucheinsatz alarmiert.

Vermisstensuche mit glücklichem Ausgang: Ein 79-jähriger Rentner aus Ottenzell hat am Dienstag beim Schwammerlsuchen die Orientierung verloren und wurde am Mittwochnachmittag in der Ortschaft Chudenin (Chudiwa) bei Nyrsko (Neuern), über 15 Kilometer weit von seinem Ausgangspunkt entfernt, aufgegriffen. Der Mann, der die Nacht offenbar bei strömendem Regen im Freien verbracht hatte, konnte wohlbehalten seiner Familie übergeben werden.

"Am Mittwochmorgen haben wir gegen 9.15 Uhr von den Angehörigen den Hinweis erhalten, dass der ältere Herr bereits seit Dienstagvormittag abgängig sei. Uns wurde mitgeteilt, dass der Mann in ein Waldgebiet bei Ottenzell zum Schwammerlsuchen aufgebrochen war", berichtet Polizeihauptkomissar Bernhard Hager von der Polizeiinspektion Bad Kötzting. Nachdem der 79-Jährige bereits 24 Stunden vermisst war und jede Spur von ihm fehlte, startete die Polizei eine große Suchaktion. Mehrere Feuerwehren wurden alarmiert, zum Einsatz kamen Mantrailing-Hunde des Polizeipräsidiums Oberpfalz, ein Polizeihubschrauber kreiste mehrere Stunden über dem Waldgebiet, Angehörige der Bergwacht fuhren mit geländegängigen Fahrzeugen die Waldwege und Hohlgassen ab und durchsuchten das unwegsame Gebiet. Rund 100 Einsatzkräfte waren insgesamt an der Aktion beteiligt, vor Ort waren auch BRK-Mitarbeiter und ein Notarzt.

Die Suche nach dem Mann blieb allerdings ohne Erfolg. Gegen 14 Uhr entschlossen sich die Verantwortlichen der Einsatzleitung, die zusätzlich die Rettungshundestaffel Bayerwald anzufordern, um ein angrenzendes, unwegsames Gebiet, in dem der Mann vermutet wurde, flächendeckend zu durchsuchen. Die Hunde kamen allerdings nicht mehr zum Einsatz. Gegen 15 Uhr traf ein Anruf aus dem gemeinsamen Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Schwandorf ein. Der Mann aus Ottenzell war kurz zuvor in der Ortschaft Chudiwa - unweit von Neuern - von Passanten aufgegriffen und der örtlichen Polizei übergeben worden.

Die Vermisstensuche nahm so eine überraschende Wendung. Offenbar hatte der Rentner nicht mehr nach Hause gefunden und war über 15 Kilometer weit gegangen. "Die tschechischen Kollegen haben uns den Mann am ehemaligen Grenzübergang bei Rittsteig übergeben. Der Vermisste war auf den ersten Blick unversehrt, wir haben ihn zu seiner Familie gebracht, wo er von einem Arzt untersucht wurde", berichtet der Einsatzleiter weiter.

"Die Suchaktion verlief sehr professionell, alle Beteiligten haben beste Arbeit geleistet", richtet Bernhard Hager abschließend ein großes Lob an alle Helferinnen und Helfer. "Und natürlich waren wir alle erleichtert, dass der Schwammerlausflug sowohl für den Rentner als auch für die Angehörigen ein glückliches Ende genommen hat."

Autor: (hi), Kötztinger Zeitung

 

 

 

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