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Samstag, 19. September 2015

Drei verletzte Bergsteiger von Bergwacht geborgen

Das sonnige warme Herbstwetter lockte am Donnerstag zahlreiche Bergsteiger und Wanderer in die Berge und bescherte der Bergwacht drei schwierige Einsätze.

Eine 50jährige Schweizerin stieg mit ihren Begleitern am Vormittag von der Reintalangerhütte über den Schützensteig zum Stuiben auf. Im oberen Bereich des Schützensteigs auf ca. 1900 Meter verlor die Frau das Gleichgewicht, stürzte und verletzte sich am Kopf. Mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau wurde um 11:40 Uhr der Notarzt und ein Bergretter zum Schützensteig geflogen, wegen des böigen Windes wurden die Retter unterhalb der Einsatzstelle abgesetzt und mussten zur verletzten Frau aufsteigen. Während die Einsatzkräfte die Frau versorgten, brachte der Christoph Murnau einen zweiten Bergretter für den Abtransport zum Schützensteig.

Um 12:00 Uhr ein zweiter Alarm für die Bergwacht. Ein Bergsteiger war unterhalb des Königsstands am Kramer abgerutscht und hatte sich an der Schulter verletzt. Der 80jährige aus Garmisch-Partenkirchen war alleine unterwegs und konnte mit seinem Mobiltelefon die Rettungsleitstelle alarmieren. Mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau der aus dem Reintal zurück kam, wurde der Königsstand nach dem verletzten Bergsteiger abgesucht. Der Telefonkontakt zu dem Bergsteiger war inzwischen abgebrochen, die Einsatzkräfte entdeckten ihn schließlich im Bereich der „Schwarzen Wand“ in einer steilen Felsenrinne. Zwei Bergretter wurden oberhalb der Unfallstelle vom Hubschrauber abgelassen und bauten dort die Sicherungen auf. Anschließend wurde eine Bergretterin zum Verletzten abgelassen. Der Mann war erheblich verletzt und drohte weiter abzustürzen. Nach dem der Verletzte im Statikseil gesichert war, wurde er zusammen mit der Bergretterin in einfacheres Gelände abgeseilt.

Um 12:55 Uhr, während die Bergretter bei den Einsätzen am Schützensteig und Königstand unterwegs waren, wurde die Bergwacht erneut alarmiert. An der Alpspitz-Nordwand kletterten zwei Bergsteigerinnen eine Route im 4. Schwierigkeitsgrad, die bis zum sogenannten „Herzl“ in Wandmitte führt. Eine der beiden, eine 61jährige Frau aus dem Landkreis, hatte Kreislaufprobleme und konnte nicht mehr weiterklettern bzw. absteigen. Nach Abstimmung mit Einsatzleiter und der Integrierten Leitstelle brach der Rettungshubschrauber Christoph Ohlstadt, der sich diese Woche zu einer gemeinsamen Ausbildung des ADAC und der Bergwacht im Heimgartengebiet befindet, die Übung ab. Er flog mit zwei Garmischer Bergrettern zur Alpspitz-Nordwand und setzte diese an der Einsatzstelle ab. Die beiden Bergsteigerinnen wurden um 13:50 Uhr zusammen mit den Bergrettern in den „Christoph Ohlstadt“ aufgewinscht und zum Klinikum Garmisch-Partenkirchen geflogen.

Am Schützensteig hatten die Einsatzkräfte in der Zwischenzeit die verletzte Bergsteigerin versorgt. Die Patientin wurde am Seil gesichert und stieg zusammen mit dem Notarzt und den Bergrettern ca. 100 Höhenmeter in einen windgeschützten Bereich ab. Dort konnten alle Beteiligten vom Christoph Murnau aufgewinscht werden und trafen um 14:00 Uhr am Klinikumslandeplatz in Garmisch-Partenkirchen ein.

Im Anschluss startete der Christoph Murnau zum Königsstand. Dort wurde zuerst der Patient mit der Bergretterin und danach der zweite Bergretter oberhalb der Unfallstelle aufgewinscht und ins Tal geflogen. Der verletzte Bergsteiger wurde um 14:30 Uhr zur Behandlung ins Klinikum übergeben.

Wegen der starken Föhnwinde waren die Windeneinsätze für die Einsatzkräfte sehr schwierig und anspruchsvoll, neben den Besatzungen von Christoph Murnau und Christoph Ohlstadt waren neun Einsatzkräfte der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen im Einsatz.

 

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