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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Sonntag, 8. April 2018

Bergwacht rettet Gleitschirmflieger aus Baum

Die Bergwacht rettet einen abgestürzten Gleitschirmflieger von einem Baum in der Gemeinde Haibach.

Am Samstagnachmittag ertönten um 15.01 Uhr die Alarmgeber des Einsatzleiters Vorderer Wald und der Bergwacht Englmar. Der Alarm lautete:  Gleitschirm abgestürzt, Person auf Baum ca. 30 m, unverletzt. Als Treffpunkt mit einem Einweiser wurde die Kirche in Elisabethszell bestimmt.  Der Einsatzort lag dann im Wald zwischen Elisabethszell und Haibach bei einem Einödhof in Obergrub. Da sich die Absturzstelle ca. 100 m  im Wald befand, konnte die mitalarmierte Feuerwehr nicht mit ihren Fahrzeugen, wie der Drehleiter,  anfahren. Die ersteintreffenden Bergwachtkräfte begannen sofort nach dem bayerneinheitlichen Standard „Baumrettung“ vorzugehen. Mit dem Bergwacht-Rettungssatz „Baumrettung“ stieg ein Bergwachtler, gesichert von seinen Kameraden zum Gleitschirmpiloten hoch. Da dieser bereits über Kreislaufprobleme berichtete, stellten die Feuerwehrkräfte am Baum einen Sprungretter auf. Zwischenzeitlich waren auch die Bergwacht Straubing und die medizinische Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 15 an der Einsatzstelle eingetroffen. Noch während des Aufstiegs und der sofortigen Sicherung des Piloten wurde am Baumfuß alles für die weitere Rettung vorbereitet. Eine Gebirgstrage mit Bergesack und der Notfallrucksack wurden in Stellung gebracht. Nachdem der Gleitschirmflieger abgelassen war, wurde er  zur Untersuchung den Notärzten des Land- und Luftrettungsdienstes übergeben. Nach der ersten medizinischen Versorgung wurde er mittels der Gebirgstrage durch die Bergwacht zum Rettungswagen gebracht. Von dort ging es zum Hubschrauber, der auf einer Wiese gelandet war. Hier leistete die Bergwacht noch einmal Tragehilfe und brachte den Patienten vom RTW zum Hubschrauber. Gleichzeitig wurde auf Bitten des Verunfallten und der anwesenden Polizeikräfte der Gleitschirm aus dem Baum geborgen und zu Boden gebracht. Nach ca. 2,5 Stunden verließen die Bergwachtkräfte die Einsatzstelle.

Die schnelle und sichere Rettung des Piloten war nur möglich, weil alle beteiligten Kräfte reibungslos und umsichtig zusammengearbeitet haben.

Wir möchten uns deshalb bei den Kameraden der Bergwacht Straubing, dem BRK Rettungsdienst mit Notarzt, der Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 15, dem Einsatzleiter Rettungsdienst, den Kameraden aller beteiligter Feuerwehren mit Führungskräften und der anwesenden Polizei sowie der ILS Straubing bedanken.

 

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