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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Mittwoch, 15. März 2017

Neuwahlen bei der Bergwacht Kaufbeuren

Die Frauen sind nun auch in der Leitungsebene angekommen

Ein besonderer Dank ging bei der Jahreshauptversammlung an die amtierende Bereitschaftsleitung, die nicht mehr kandidiert hat. Stefan Doll, der davor schon mehrere Jahre die Ausbildung geleitet hat, war insgesamt sechs Jahre Bereitschaftsleiter. Wulf Beer, der letztes Jahr für seine 50 Jahre bei der Bergwacht geehrt wurde, war insgesamt 26 Jahre als Stellvertreter oder als Bereitschaftsleiter tätig.

Die Versammlung wählte Martin Ebert zum neuen Bereitschaftsleiter und Julian Schlich zum Stellvertreter. Mit Daniela Barale als Verantwortliche für die Ausbildung und Bernadett Predel als Zuständige für die Notfallmedizin belegen nun erstmals zwei Frauen ein Amt in der Leitungsebene bei der Bergwacht Kaufbeuren. Ebenfalls neu im Amt ist Christian Hundschell, der das Ressort Naturschutz von Adalbert Freichel übernimmt. Im Amt bestätigt wurde Reinhold Spitschan als Verantwortlicher für die Finanzen, Floh Amende als Zuständiger für die Rettungstechnik und Ausrüstung, sowie Thomas Geister und Ernst Kögl als Revisoren.

Die Bergwachtbereitschaft Kaufbeuren unterstützt die Bereitschaft Füssen im Rahmen einer Dienstgemeinschaft beim Bergrettungsdienst. Das betreute Gebiet erstreckt sich dabei vom Buchenberg über den Tegelberg und Bleckenaugebiet bis hin zum Alatsee bei Füssen. Jedes zweite Wochenende ist eine Dienstmannschaft zum Vorsorgedienst vor Ort. So kommt jede Einsatzkraft auf durchschnittlich gut 200 Stunden Bereitschaftsdienst im Jahr. Im Jahresbericht der Bereitschaftsleitung führte Wulf Beer insgesamt 24 Einsätzen im vergangenen Jahr auf. Die Unfallbilder reichten von Ski-Unfällen auf der Piste und auf Skitour bis hin zur Vermisstensuche im alpinen Gelände. Im Sommer wurden verletzte Wanderer und Bergsteiger in Bergnot geborgen. Immer wieder mussten erschöpfte oder verletzte Kletterer aus dem Tegelbergsteig und abgestürzte Gleitschirmflieger aus Bäumen gerettet werden. Auch zu einem Forstunfall an den Buchenberg wurden die Retter gerufen.

Jede aktive Einsatzkraft absolviert zuerst als Anwärter eine umfangreiche Ausbildung, die sich über zwei bis vier Jahre erstreckt. Nach dieser Grundausbildung hört das Lernen und Üben aber nicht auf, denn ein guter Ausbildungsstand ist Voraussetzung für eine professionelle Rettung und der beste Schutz vor eigenen Unfällen bei Einsätzen.

So berichtete Martin Ebert von den Aktivitäten in der Ausbildung. Neben den regelmäßigen Ausbildungsabenden wurden Übungen im Gelände und Simulationsübungen im Ausbildungszentrum der Bergwacht Bayern in Bad Tölz durchgeführt. Sehr erfolgreich war die Ausbildung beim Nachwuchs. Insgesamt fünf Anwärter konnten im vergangenem Jahr ihre Grundausbildung abschließen. In der überregionalen Fortbildung waren Teilnehmer aus Kaufbeuren insgesamt 34 Tage auf Kursen und haben über 300 Stunden Praktikum im Rettungsdienst und im Krankenhaus absolviert. So konnte Max Ginter seine Ausbildung zum Rettungssanitäter und Bernadett Predel ihre Zusatzqualifikation zur Notärztin in der Bergrettung abschließen.

Autor: Martin Ebert

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