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Lebensretter der Bergwacht Lam mit RESCU-Preis ausgezeichnet

Als Anerkennung für außergewöhnliche Leistungen bei einem anspruchsvollen Einsatz am Kaitersberg sind Bergretter der Bergwacht Lam mit dem RESCU-Preis des Rettungszentrum Regensburg ausgezeichnet worden.

Deggendorf. Seit 15 Jahren gibt es das Netzwerk des Rettungszentrums Regensburg (rzr), ein Verbund von notfallmedizinischen Institutionen und Rettungsorganisationen aus dem Bereich Oberpfalz/Niederbayern unter dem Dach des Uniklinikums Regensburg. Ausbau und  ständige Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung in Ostbayern ist das erklärte Ziel dieser von Prof. Dr. Michael Nerlich geleiteten Vereinigung.

Seit 10 Jahren vergibt das Rettungszentrum Regensburg (rzr) den sogenannten „RESCU-Preis“ für besondere Einsätze im Rettungswesen als Anerkennung außergewöhnlicher Leistungen, denen manche in Ostbayern ihr Leben verdanken. Mit dieser Ehrung sollen so Rettungsaktionen ins öffentliche Licht gerückt werden, die glücklich und damit erfolgreich verlaufen sind

Dabei wählt eine Expertenjury des „rzr“ aus den eingesandten Vorschlägen die Preisträger aus. Bewertet werden dabei vor allem die Vorbildlichkeit des Einsatzes, die übergreifende Vernetzung und Zusammenarbeit unter den Organisationen, die Dokumentation des Einsatzgeschehens und der „outcome“ – der gute Ausgang.  In diesem Jahr gehen vier dieser „Rettungs-Oscars“, wie Prof. Dr. Michael Nerlich sie bei der Preisverleihung im Rahmen des RESCU-Symposiums in  der Stadthalle Deggendorf auch bezeichnete, an Einsatzteams, die bei außergewöhnlichen oder besonders anspruchsvollen Einsätzen in Ostbayern im Jahre 2009  Menschenleben retten konnten. Gestiftet wurden die diesjährigen, jeweils mit 1500 € dotierten Preise vom Bayerischen Gemeinde-Unfallversicherungs-Verband, vom BMW Werk Regensburg, der Mittelbayerischen Zeitung und bereits zum zehnten Mal von Radio Charivari.

Einer der Oscars ging an drei Brüder, die bei einer Fahrradtour einen Angler, der einen Herzinfarkt erlitten hatte, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes erfolgreich reanimierten. Dank ihrer vorbildlichen Erste-Hilfe hatte der Betroffene das schreckliche Ereignis gut überstanden.

Ein weiterer Preis erhielt ein Team des Rettungsdienstes Bogen. Es konnte eine junge Schülerin, die kopfüber in einen hohen Kamin gestürzt war, aus dem nur 60 Zentimeter breiten Schacht erfolgreich retten.

Einen der ausgelobten Preise bekam auch die Freiwillige Feuerwehr Furth im Wald. Bei einem schwierigen Einsatz rettete sie aus einem brennenden Wohnhaus die dort eingeschlossen Personen.

Als Preis-Pate für ihren ausgelobten Preis wählte sich das BMW Werk Regensburg die Bergwacht Lam mit einem besonders anspruchsvollen Einsatz auf den Rauchröhren (Kaitersberg) aus.

Was war damals passiert?  - Ein tschechischer Kletterer war in den Felswänden im engen Durchgang der Rauchröhren abgestürzt und hatte sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. In diesem schwierigen Gelände versorgten die Lamer Bergretter zusammen mit Einsatzpersonal und Notarzt des BRK-Rettungsdienstes aus Kötzting den Verunglückten notfallmedizinisch und retteten ihn aus dem Durchgang zur weiteren Behandlung. Nachdem der Verletzte stabilisiert war, wurde er in einem speziellen Luftrettungssack durch einen Luftretter der Bergwacht Lam an der Winde eines SAR-Hubschraubers der Bundeswehr  zu einem Zwischenlandeplatz ausgeflogen. Dort wurde der lebensbedrohlich verletzte Kletterer an den Rettungshubschrauber „Christoph Regensburg“ übergeben, der ihn sofort in das Uniklinikum in Regensburg weiterflog.

Für diesen anspruchsvollen und gelungenen Einsatz mit glücklichem Ausgang verliehen Prof. Dr. Michael Nerlich und Herr Walter Huber vom BMW Werk Regensburg den RESCU-Preis an die Bergretter der Bergwacht Lam. Dabei betonte Herr Huber, dass sich BMW Regensburg bewusst als Pate für diesen Einsatz der Bergwacht Lam entschiedenen habe. BMW stehe für Fortschritt und Technik und wolle damit auch die Einsatzkräfte der Bergwacht unterstützen, die auf sichere Beherrschung komplexe Technik im schwierigen Gelände angewiesen seien. Außerdem zeige der Einsatz auf besondere Weise die vorbildliche Zusammenarbeit aller an dieser Rettung beteiligten Organisationen und Behörden. Deswegen wurden dann auch die beim Einsatz beteiligten Ersthelfer, die  Einsatzkräfte der Polizei, des Rettungsdienstes aus Bad Kötzting, des Bundeswehrhubschraubers aus Ingolstadt und des Rettungshubschraubers aus Regensburg ausgezeichnet.

Auch der Regionalleiter der Bergwacht-Region Bayerwald, Manfred Falkner, freute sich über die Auszeichnung für seine Lamer Bergwacht-Kameraden. Dieser Preis bedeutet auch eine wichtige Anerkennung des ständigen Engagements der Kameraden für Ausbildung, Dienst und im Einsatz.

Bessonders erfreulich war das Wiedersehen mit dem vollständig wieder genesenen Verletzten, der eigens für diese Ehrung aus Tschechien angereist war und sich mit einem kleinen Präsent und selbstgebackenen Kuchen bei seinen Lebensrettern bedankte. Zu sehen, dass ihr Patient wieder vollends genesen ist, war für die Retter ein noch größeres als der Preis für sich.

Rückblick zum Luftrettungseinsatz 2009

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