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Nachrichten

Freitag, 21. Juli 2017

Bundesverdienskreuz für Bergwachtarzt Dr Henner Krauss

Bergretter für Engagement in Afrika und Hospizarbeit

Ein großes Vorbild ganz bescheiden

Dr. Henner Krauss erhält Bundesverdienstkreuz – Bergretter für Engagement in Afrika und für Hospizarbeit ausgezeichnet

Bad Reichenhall.

Es ist die höchste Auszeichnung, die ein Bürger von staatlicher Seite in Deutschland erhalten kann: Das  Bundesverdienstkreuz. Diese Ehre wurde nun dem Reichenhaller Dr. Henner Kraus zuteil. Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml überreichte ihm den vom Bundespräsidenten verliehenen Verdienstorden, wie aus einer Presseaussendung des Ministeriums hervorgeht. Bei einer Feierstunde in München, bei der insgesamt drei Oberbayern die begehrte Auszeichnung erhielten, würdigte sie ihn zudem als „Vorbild“. Dr. Krauss reagierte ganz bescheiden: „Das ist ja nicht nur eine Auszeichnung für mich, sondern auch für die Organisationen, für die ich mich engagiere“, erklärte er gegenüber der Heimatzeitung. Dr. Krauss wurde für sein soziales und kirchliches Engagement sowie seinen Einsatz im

Gesundheitlichen Bereich gewürdigt. „Fast drei Jahrzehnte waren Sie Mitglied der Bergwacht und tatkräftig als Bergwachtarzt im Einsatz. Um andere zu retten, mussten Sie sich zum Teil in extremes Gelände und damit sich selbst in

Gefahr begeben“, erinnerte die Staatsministerin. Besonders anerkennenswert sei sein großes Engagement als Ausbilder im Sanitätswesen und in der Notfallmedizin. Zudem habe sich Dr. Krauss seit vielen Jahren regional und international für bedürftige Menschen und in sozialen Projekten eingesetzt. Als einer der „German Rotary Volunteers Doctors (GRVD)“ reist er regelmäßig nach Ghana. Seine Mission: Ein funktionierendes Krankenhaussystem aufbauen. Dabei hat er insgesamt zwölf Krankenhäuser betreut. „In den letzten Jahren war er mehr als ein Dutzend Mal für jeweils vier bis sechs Wochen vor Ort“, würdigte Huml. Als Koordinator für alle Arzteinsätze der „GRVD“ in Ghana sei er verantwortlich für die Beurteilung, ob beziehungsweise wo ein Krankenhaus erweitert, erneuert oder umgebaut werden soll. Dazu gehört auch die Sicherung der Finanzierung.

Huml: „Hospizarbeit ist emotionale Belastung“

Das dritte Engagement, dass Huml in ihrer Laudatio hervorhob, war die Hospizarbeit: Dr. Krauss war mehr als zehn Jahre Vorsitzender im Hospizverein Berchtesgadener Land. „Ein höchst forderndes Ehrenamt.

Denn wo der Tod allgegenwärtig ist, ist die emotionale Belastung enorm“, erklärte die Staatsministerin. Seine Tätigkeit war mit zahlreichen Aufgaben verbunden: „das Arrangieren von Fortbildungen, die Öffentlichkeitsarbeit, die Organisation der Vorstandssitzungen und die jährlichen Ausflüge – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Auch die

, Brückenschwestern-Tätigkeit‘ im Landkreis Berchtesgadener Land konnte er etablieren. Die Brückenschwestern übernehmen die Betreuung von schwerkranken Patienten im häuslichen Umfeld und begleiten die Angehörigen.

Ein Engagement, das die Staatsministerin nach eigenen Worten besonders freute. Wer mehr über die Arbeit von Dr. Krauss in diesem Bereich erfahren möchte, hat dazu bei einem Vortrag Gelegenheit (siehe Kasten).

 

Autor: BW REI N 14__2017

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