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Dienstag, 11. August 2015

Ausbildungswochenende Sommer der Bergwacht Brannenburg

- auf dem Wendelstein mit 9 Anwärtern und 4 Ausbildern -

Der Sommer ist schon fortgeschritten – der September rückt immer näher. Und damit für zahlreiche Anwärter der Bergwacht Brannenburg auch die Termine für den Eignungstest Sommer bzw. die Sommerprüfung der Region Hochland. Um die Intensität der Ausbildung möglichst hoch anzusetzen hatte sich in den vergangenen Jahren das Ausbildungswochenende Sommer bewährt – und so trafen sich auch heuer am ersten Augustwochenende 9 Anwärter und 4 Ausbilder um die Kenntnisse und Fähigkeiten der Nachwuchskräfte in den Bereichen alpines Klettern, plan- und behelfsmäßige Bergrettung sowie Naturschutz zu verbessern.

Zu diesem Zweck wurden die Anwärter in drei Gruppen aufgeteilt, wobei die Kandidaten für die Sommerprüfung sich mit Ausbildungsleiter Stefan Schröcker hauptsächlich mit den Bergrettungstechniken beschäftigten. Gleichzeitig begab sich eine Gruppe Kandidaten für den Eignungstest mit Alpinausbilder Hari Kaiser an den Anderlpfeiler um in der alpinen Sportkletterroute „Hoppe Hoppe Reiter“ (3 SL, VI-) ihre Seil- und Klettertechnik weiter zu verfeinern. Die andere Gruppe Eignungstestkandidaten zog – nach einer kurzen Wiederholung grundlegender Seil- und Klettertechniken an der Hohen Mauer –  mit den Naturschutzausbildern Tom Kogler und Michel Werner los, um bei einer Exkursion rund um den Wendelsteingipfel ihr Wissen in Dienstgebiets-, Fach- und Rechtskenntnis zu vertiefen und sich Anregungen für deren Umsetzung im Alltag eines Bergwachtlers zu holen.

Schlussendlich traf man sich um halb 5 wieder am Rettungsstützpunkt, denn das eigentliche Highlight des Tages stand noch an: Nach einer Talfahrt mit der Wendelstein-Zahnradbahn bis zum Haltepunkt Aipl stellten sich noch 5 Anwärter der Herausforderung des Ausdauertests, der ebenfalls Bestandteil des Eignungstests Sommer ist. Die Strecke von Aipl zur Klausn wurde dabei souverän in Zeiten von 0:55h bis 1:11h zurückgelegt. Das in der Zwischenzeit von der restlichen Truppe zubereitete Abendessen entlohnte für einen ausbildungs- und erlebnisreichen Tag und leitete den gemütlichen Tagesausklang mit den verbleibenden Ausbildungsinhalten Knotenkunde, Geselligkeit und Standard- sowie modernen Tänzen ein.

Am darauffolgenden Sonntag machte uns dann leider das Wetter einen kapitalen Strich durch die Rechnung – bzw. durch den ursprünglichen Plan, die beiden Gruppen der Eignungstestkandidaten einfach durchtauschen zu lassen: Am nassen Fels und bei beachtlich kühlen Windböen fiel Klettern als Ausbildungsinhalt wortwörtlich ins Wasser. Als – zugegeben nicht ganz gleichwertigen – Ausgleich dafür durfte sich die Gruppe an grundlegenden Techniken der behelfsmäßigen Bergrettung (Lose Rolle, Schweizer Flaschenzug, Seilverlängerung) versuchen und dabei ihre Fähigkeiten in sauberem und strukturiertem Arbeiten mit dem Seil erweitern. Am Nachmittag kamen ein paar Verwegene doch noch zu 20-25 Klettermetern im Bereich der Klausn während der Rest eine Einführung in die planmäßige Bergrettung mittels Dyneemaseil (inkl. Verankerungen, Bedienung und Standardbergeverfahren) bekamen.

Und kaum hatten wieder alle Beteiligten festen Boden unter den Füßen war es auch schon wieder an der Zeit die Hütte zu säubern, das Material zu sortieren und sich abmarschfertig zu machen. In einer kurzen Abschlussansprache ließ Ausbildungsleiter Stefan Schröcker das Wochenende noch einmal Revue passieren und lobte das Engagement der Teilnehmer, die sich auch durch die widrigen Wetterbedingungen und den kurzfristig umgestellten Ablaufplan nicht beirren ließen und hochmotiviert bei der Sache waren.

Mein besonderer Dank gilt meinen Ausbildern Hari Kaiser, Tom Kogler und Michel Werner für die hochwertige Ausbildung, der Dienstgruppe 1 um Martin Gruber und Kai Bauchmüller für ihre Geduld und Klaus Horn für das unkomplizierte Bereitstellen des Ausbildungsmaterials.

Fotos und Text: Stefan Schröcker

 

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