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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Montag, 9. November 2015

Spezialeinsatz für die Bergwacht Brannenburg

Tierbergung am Petersberg

Am Sonntag, den 4. Oktober gegen 13.30 Uhr wurde die Bergrettungswache Brannenburg für eine Tierbergung im Bereich des Petersbergs alarmiert. Ein Hund war nach dem Sonntagsspaziergang auf den Petersberg übermütig herumgetollt und dabei in das extrem steile und felsdurchsetzte Gelände der Nordabbrüche des kleinen Madrons geraten und dort abgestürzt. Nachdem daraufhin der Besitzer auf Zuruf nur ein gelegentliches Bellen und Winseln als Antwort bekam, entschied er sich dafür, die Bergwacht zu rufen – das Gelände war definitiv zu steil und absturzgefährlich um dort selbst nach dem Hund zu Suchen.

Für die Rettungskräfte der Bergwacht Brannenburg stellte sich zuerst die genaue Lokalisierung des Hundes als Problem dar. Ein Retter seilte sich an der Stelle, an welcher der Hund verschwunden war ab, konnte aber nach einem mühseligen Wiederaufstieg nur berichten, dass das Bellen definitiv aus nordwestlicher Richtung kam. Da das Gelände zu steinschlaggefährdet, und durch den einsetzenden Regen auch zu rutschig wurde, um mehrere Leute gleichzeitig in die Wände zu schicken, wurde entschieden, die Lokalisierung aus dem darunterliegenden Graben zu versuchen. Diese war, nach längerem Auf und Ab, am Ende doch von Erfolg gekrönt, sodass man anhand eines GPS-Punkts den Abseilpunkt um gut 50 Meter verlegen konnte. Ein Aufsteigen von unten war aufgrund der Geländegegebenheiten nicht möglich.

Wieder zurück am Gipfel wurde das Dyneemaseil verankert und zwei Retter in Richtung des festgelegten GPS-Punkts abgelassen. So kamen sie auch in die Nähe des Hundes, es stellte sich jedoch heraus, dass dieser sich aus Angst vor den Rettungskräften versteckt hatte und auf ihre Zurufe hin auch keinen Laut von sich gegeben hatte. Auf Zuruf des Herrchens stellte sich dann heraus, dass sich der Hund leicht seitlich versetzt oberhalb der Retter befand, wodurch diese zuerst mittels Flaschenzug wieder aufgezogen werden mussten, bevor sie den verängstigten aber unverletzten Hund aufnehmen konnten. So wurde die Bergung nach unten fortgesetzt und nach einer gesamten Fahrstrecke von ca. 75m Dyneemaseil und einem kurzen Anstieg auf den Gipfel konnten Hund und Besitzer wieder glücklich vereinigt werden.

Ein besonderer Dank gilt den Wirtsleuten vom Petersberg, welche die Einsatzkräfte der Bergwacht Brannenburg an einem kalten und unwirtlichen Tag mit heißen Getränken versorgten.

Insgesamt waren 6 Einsatzkräfte der Bergwacht Brannenburg gut 5 Stunden im Einsatz

Text: Stefan Schröcker
Bilder: Theo Geflitter und Stefan Schröcker

 

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