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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

LKLD Region Chiemgau

 

Unter der Kurzbezeichnung LKLD Bergwacht Chiemgau verbirgt sich die umgangssprachlich „Technikgruppe“ genannte Spezialgruppe, welche sich aus aktuell 15 Bergwachtmitgliedern der Region Chiemgau zusammensetzt. Gegründet wurde die Technikgruppe Ende 2013 und wurde im März 2014 erstmals in die Rettungskette mit eingebunden.  LKLD steht dabei für Lokalisation, Kommunikation, Lagebeschreibung und Dokumentation.


Funktion

Aufgabe der Gruppe ist es, die Bereitschaften der Region bei Einsätzen mit technischer Ausstattung sowie Knowhow zu unterstützen.  Gerade bei Großeinsätzen oder auch sehr zeitaufwändigen Einsätzen stößt eine einzelne Bereitschaft schnell an ihre Grenzen und kann durch die Anforderung der Gruppe LKLD auf deren umfangreiches Angebot an Spezialausrüstung  zugreifen und wird darüber hinaus auch bei organisatorischen Aufgaben unterstützt.

Der Gruppe steht das sogenannte „Technikfahrzeug“ der Region Chiemgau zur Verfügung, welches durch seine Ausstattung  mit diversen Funkgeräten und mehreren PC-Arbeitsplätzen inkl. Internetanbindung sowie weiterer Sonderausstattung diverse Funktionen übernehmen kann.


Eingesetzt wird das Fahrzeug unter anderem als

… mobile Einsatzzentrale mit vier Arbeitsplätzen (Funkgeräte, Flugfunk, Digitalfunk, Telefon, PCs, Internetanbindung,                     Kartenmaterial, Magnettafeln, Registratursoftware, Dokumentationssoftware, Lagedarstellung)

… mobile Funkrelaisstation,  um in Regionen mit schlechter Funkverbindung diese sicherzustellen (z.B.  „Ausleuchten“                     einzelner Täler)

… technische Unterstützung bei z.B. Suchaktionen (Wärmebildkamera, Teleskop, Ferngläser, Suchscheinwerfer,                            internetbasierte Ermittlung von GPS-Daten des Verunfallten, GPS-Livetracking der Suchmannschaften, …)

...  Zusätzliches Material für die Einsatzmannschaften (GPS-Geräte, externe Akkus für Handys, zusätzliche Funkgeräte, etc)

 


Einsätze

Einer der ersten und damit wohl auch auf lange Zeit einer der größten Einsätze für die Gruppe LKLD war der Höhlenunfall in der Riesendinghöhle im Untersberg. Hier war die Gruppe von Anfang an mit dem Technikfahrzeug als mobile Einsatzzentrale vor Ort, und hat im Rahmen der Einsatzleitung den komplette Funkverkehr, die Registratur der über 700 Einsatzkräfte sowie die Dokumentation des Einsatzes übernommen.  

Zu einem weiteren schweren Höhlenunfall in Abtenau in Österreich wurde die Technikgruppe dann wenige Wochen später von der österreichischen Bergrettung länderübergreifend angefordert. Die Erfahrungen aus dem ersten Höhleneinsatz konnten hier eingebracht, und die örtliche Einsatzleitung dadurch sehr entlastet werden.  


Ausbildung und Standort

Die  Technikgruppe übt regelmäßig die Bedienung der einzelnen Komponenten und führt beständig die Weiterentwicklung der technischen Ausstattung fort. Bei gemeinsamen Übungen und Ausbildungsabenden mit den Bereitschaften der Region wird den örtlichen Einsatzleitern und Bergwachtmannschaften das Leistungsspektrum der Technikgruppe aufgezeigt und es werden Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert.

Stationiert ist das Technikfahrzeug bei der Bergwachtbereitschaft Traunstein und bildet mit dem dort ebenso stationierten Nottankanhänger zur Hubschrauberbetankung ein gerade bei Großeinsätzen leistungsfähiges Gespann.


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