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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Donnerstag, 31. August 2017

Retter besuchen Abgestürzte zwei Jahre nach schwerem Bergunfall

Freudiges Wiedersehen am Prinz-Luitpold-Haus

Es sollte eine entspannte kleine Tour in der Mittagspause werden, als Klaudia, Mitarbeiterin des Prinz-Luitpold-Hauses in den Allgäuer Alpen zur Kesselspitze aufbricht. Kurze Zeit später änderte sich ihr Leben schlagartig, als sie ca. 100 m über steiles Felsgelände abstürzt. Damals, an einem schönen Juli-Tag 2015 war Klaudia voller Elan und Tatendrang und, wie sie sagt fühlte sie sich sehr gut und "unsterblich". Warum sie den Halt verlor, kann sie nicht mehr sagen, da sie an den Unfalltag und die folgenden 4 Wochen keinerlei Erinnerungen mehr hat.

Zwei Bergsteigerinnen, die den Absturz glücklicherweise vom nahe gelegenen Jubiläumsweg aus beobachteten, alarmierten die Rettungskräfte.

Eine Mannschaft aus zwei Bergrettern der Bergwacht Hinterstein sowie Pilot, Rettungsassistent und Notärztin des Rettungshubschraubers Christoph 17 trafen kurze Zeit später am Unfallort ein. Obwohl es auf Grund des Meldebildes und der Absturzhöhe niemand für möglich hielt, war Klaudia am Leben, als die zwei Bergretter und die Notärztin bei ihr eintrafen. Allerdings waren die Verletzungen so schwer, dass sie nicht ansprechbar war. Dass sie wieder vollständig gesund würde, hat damals keiner wirklich geglaubt.

 

Nun, ziemlich genau zwei Jahre nach dem schrecklichen Ereignis konnte die Mannschaft von damals Klaudia am Prinz-Luitpold-Haus besuchen, wo sie derzeit während ihrer Semesterferien (mittlerweile studiert sie in ihrer Heimat Polen) wieder arbeitet. Michl und Raphi von der Bergwacht Hinterstein sowie Sebi, Rettungsassistent Christoph 17 und zufällig auch Mitglied der Bergwacht Hinterstein und Dagmar, Notärztin vom Christoph 17 konnten sich persönlich davon überzeugen, dass Klaudia nach einer langen Durststrecke zurück ins Leben gefunden hat und wieder vor Lebensfreude strotzt.

Da Dagmar, wenn sie mal nicht Notarztdienst hat, am Klinikum Kempten arbeitet, konnte sie die Patientengeschichte von Klaudia noch einige Wochen verfolgen. Umso erstaunter war sie, dass sie mittlerweile nahezu beschwerdefrei ist.

 

Der Abend war für alle an der Rettung beteiligten eine wunderbare Bestätigung, wie wichtig die professionelle Arbeit der Hubschrauberbesatzungen und der ehrenamtlichen Bergwachtfrauen und -Männer ist. Es ist der schönste Dank, wenn man erfährt, welche Früchte die oft anstrengende Arbeit trägt!

 

v. l. n. r.: Sebi, Raphi, Klaudia, Notärztin Dagmar und Michl

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