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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Montag, 16. Juli 2007

75 Jahre Bergwacht Erlangen

Ihr 75-jähriges Bestehen feierte die Erlanger Bergwacht mit einem Festakt im BRK-Haus an der Henri-Dunant-Straße. Zudem wurden langjährige und verdiente ehrenamtliche Mitarbeiter geehrt. Die Festansprache hielt die ehemalige Bundesfamilienministerin MdB Renate Schmidt.

Ehrenamtliches Engagement sei der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält, konstatierte die Politikerin, die viele Jahre lang auch Vorsitzende des Bayerischen Jugend-Rotkreuz war. Die Bergwachtler nannte sie «Heldinnen und Helden unserer Tage», beklagte aber auch, dass Ehrenamtliche im Beruf oft Nachteile hätten wegen ihres Engagements, obwohl die dabei gewonnenen «Softskills» auch für den Job wichtige Erfahrungen brächten. Der Bergwacht, die ja ein Teil des BRK ist, dankte sie dafür, dass sie mit für eine Gesellschaft der Solidarität sorgen würden.

Der stellvertretende Vorsitzende der Bergwacht Bayern, Rudi Gantner, lobte die Erlanger Kameraden, die mit ihrem Einsatz Vorbild seien und Orientierung geben würden für andere. Wer in einem Rettungsdienst ehrenamtlich arbeite, der wolle zwar keine Auszeichnungen, aber er müsse sie zwangsweise akzeptieren. Und so ehrte er für 60-jährige Mitgliedschaft Kurt Schleßinger, für 50 Jahre in der Bergwacht Karl-Heinz Schlosser, Horst Kracker und Peter Weinicke und für 40 Jahre Max Maier. Das Leistungsabzeichen in Silber für außergewöhnliche Verdienste erhielt Wolfgang Seifert. Grußworte überbrachten auch Bürgermeister Gerd Lohwasser und der Bürgermeister des Leinleiter-Marktes Heiligenstadt Helmut Krämer, mit dessen Städtchen die Erlanger Bergwachtler eine enge Freundschaft verbindet. Ebenfalls unter den Gästen beim Festakt waren neben den Chefs von Feuerwehr und Polizei etliche Stadträte sowie Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg.

Einen Überblick über die Geschichte seiner Organisation gab der Bereitschaftsleiter der Erlanger Bergwacht Boris Üblacker. Demnach wurde sie 1932 aus dem damaligen Touristenverein «Neuschwanstein» und dem Heimatverein gegründet und war die dritte Bergwachtgruppe im Frankenjura mit Zuständigkeit für das Walberla und das Wiesenttal. Heute arbeiten die Erlanger überwiegend im Leinleitertal, wo sie in Eigenleistung eine Hütte errichtet haben. Bei ausreichender Schneelage wird zudem der Dienstposten in Rödlas besetzt. Von den 65 Mitgliedern gehen 40 regelmäßig Naturschutzstreife, 30 sind im aktiven Rettungsdienst tätig. Nachwuchsprobleme gebe es kaum noch, so Üblacker, seit im Jahre 1992 (!) auch Frauen der Eintritt in den aktiven Dienst ermöglicht wurde. kds

Autor: Erlanger Nachrichten

Zum Jubiläumsfest ehrten Renate Schmidt, der Vize-Vorsitzende der Bayerischen Bergwacht Rudi Gantner (rechts), BRK-Vorsitzender Brüne Soltau (2.v.l.) und der Bereitschaftsleiter der Bergwacht, Boris Üblacker, Wolfgang Seifert (4.v.l.) für außergewöhnliche Verdienste und (v.l.) Max Maier, Peter Weinicke, Horst Kracker und Kurt Schleßinger. Foto: Klaus-Dieter Schreiter

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