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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Montag, 13. März 2017

Jahreshauptversammlung, Bergwacht Bergen

Auszeichnungen und Bestätigung der Vorstandschaft

bei der Bergwacht Bergen

Für 25-jährige und 50-jährige Mitgliedschaft bei der Bergwacht konnte Stefan .S. in seiner Funktion als Bürgermeister der Gemeinde Bergen und als stellvertretender Vorsitzender der Bergwacht Bayern Valentin S. und Sepp S. bei der Jahreshauptversammlung der Bergwacht Bergen auszeichnen.

Die bisherige Vorstandschaft der Bereitschaft mit Dr. Kristian K. als Bereitschaftsleiter und Christoph M. als seinem Stellvertreter wurde einstimmig bestätigt.

 

Zur Jahreshauptversammlung 2017 im Bergwachthaus auf dem Parkplatz der Hochfelln-Seilbahn konnte der Bereitschaftsleiter Dr. Kristian K. neben der fast vollständig versammelten Mannschaft auch die Bürgermeister der Gemeinde Bergen, Stefan S. und Herbert B. begrüßen.

 

Nach dem Gedenken an die im Jahr 2016 verstorbenen Mitglieder und Förderer gab er seiner Freude Ausdruck, dass die Bergwacht Bergen neben ihren derzeit 43 aktiven Einsatzkräften 5 Anwärter hat, die sich derzeit der sehr umfangreich gewordenen Ausbildung stellen. Ca. 160 inaktive Fördermitglieder unterstützen die Bereitschaft darüber hinaus mit finanziellen Zuwendungen und verschiedensten Unterstützungsleistungen außerhalb des Bergrettungsdienstes.

 

Dr. K. ließ nochmals einige der 27 Einsätze des vergangenen Jahres – 2 davon mit Hubschrauberunterstützung – Revue passieren, die nach seiner Bewertung alle souverän, sicher und zur Zufriedenheit der Patienten abgewickelt worden sind.

Er freute sich, dass alle Verunfallten schnell gefunden, erstversorgt und - wo immer notwendig - einer weiteren Anschlussbehandlung zugeführt werden konnten. Mit insgesamt 31 beteiligten Rettern konzentriert sich die Hilfe dabei nicht nur auf einen kleinen „harten Kern“ von Helfern, sondern fordert immer wieder die gesamte Bereitschaft.

 

Auch bei der Unterstützung der Naturschutzprüfung für die Region, bei der Schwendaktion in Bründling, dem Hochfelln-Berglauf, dem Festival „grimmig und grantig“, dem Ferienprogramm und beim Arbeitseinsatz an der Bergwachthütte in Bründling waren im vergangenen Jahr wieder viele Einsatzkräfte aktiv.

 

Sein Dank galt besonders denjenigen Bergwachtmitgliedern, die sich zusätzlich als Einsatzleiter im Einsatzleitbereich Achental, bei der Skiwacht, im Kriseninterventionsdienst Berg (KID), in der Lawinenhundestaffel, als Ausbilder oder in Führungspositionen innerhalb der Bergwacht Bayern weit über den Bereich Bergen hinaus engagieren.

 

Dank der vielfältigen Eigeninitiative der aktiven Einsatzkräfte bei verschiedensten Bau- und Bauerhaltungsmaßnahmen um das Bergwachthaus und die Bergwachthütte und bei sonstigen öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten sieht Dr. K. die Bereitschaft auch Dank der Förderer und Spenden auf einer soliden finanziellen Grundlage.

Ca. ¾ der Einnahmen wurden wieder selbst erwirtschaftet und nur ca. ¼ war vom Land, der Region und der Gemeinde als Zuschuss notwendig gewesen.

So konnte die notwendige Ergänzung und Neubeschaffung von Einsatzausrüstung und des immer wieder ziemlich zu Buche schlagenden medizinischen Bedarfs ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert werden.

 

Aber auch für die für eine ehrenamtlich arbeitende Gemeinschaft wichtige Geselligkeit war im vergangenen Jahr Zeit und Raum geblieben.

Dr. Kristian Krammer erinnerte nochmals an die Ausrichtung des wieder sehr gut besuchten Bergwachtkranzls und an den Gemeinschaftsausflug auf die Bochumer Hütte, in den Kitzbüheler Alpen, der für alle etwas zu bieten hatte. Darüber hinaus erwähnte er das gelungene Pattenbergfest, die Bergwachtmesse auf dem Hochfelln, die Beteiligung am Dorfschießen, wo erneut ein 2. Platz errungen werden konnte, das Bergwacht-Schafkopfrennen und das Jahresabschlussessen.

 

Der Finanzverantwortliche, Toni O. konnte trotz der notwendigen Ausgaben und der gestiegenen Wartungskosten für inzwischen 5 Fahrzeuge (2 KFZ der Bereitschaft und 3 KFZ des Einsatzleitbereichs) einen zufrieden stellenden Kassenstand ausweisen.

Die Kassenprüfung durch Walter K. und Franz A. ergab keinerlei Unstimmigkeiten, so dass Vorstand und Finanzverantwortlicher einstimmig entlastet werden konnten.

 

Peter H. verabschiedete sich nach 12-jähriger Tätigkeit als Ausbildungsleiter. Er machte nochmals deutlich, dass die zunehmend umfangreiche Sanitätsausstattung, die modernen technischen Such- und Bergemöglichkeiten, Dokumentationsverpflichtungen und die Einführung des digitalen Funkbetriebes die Ausbildung zunehmend anspruchsvoller gestaltet haben. Er zeigte sich daher dankbar, dass gerade in den Reihen der jungen Bergwachtmitglieder viele bereit sind, sich mit großem Engagement und technischem Sachverstand mit den neuen Gerätschaften vertraut zu machen und sich so als Multiplikatoren in die Ausbildung einbringen.

Auch wenn in seinem Rückblick etwas Wehmut anklang, so freut er sich doch darüber, sich zukünftig wieder als „normale Einsatzkraft“ auf den Vorsorge- und Rettungsdient konzentrieren zu können. Dr. Kristian K. danke ihm für sein langjähriges Engagement mit einem kleinen Geschenk. Seine Aufgabe wird zukünftig von Christian S. übernommen, dem weitere junge Ausbilder zur Verfügung stehen.

 

Günther H., der in der Bereitschaft die Sanitätsausbildung koordiniert, unterstrich die besonderen Anforderungen, die mit der rasanten Entwicklung und den Veränderungen im Bereich der medizinischen Versorgung und entsprechend notwendigen Zertifizierungen verbunden sind und zeigte sich sehr erfreut darüber, mit 2 Ärzten und einigen sanitätsdienstlich ausgebildeten Fachkräften einen Stamm professioneller Ausbilder im eigenen Bereich zu haben. Dies ermöglicht einen hohen medizinischen Standard und eine stets aktuelle, intensive und praxisnahe Ausbildung auf hohem Niveau. Als Bestätigung ihrer Arbeit wertete er und die anderen Ausbilder die sehr gute Beteiligung bei den Ausbildungsabenden und Übungen und die erfolgreiche Teilnahme der Anwärter an den verschiedenen Prüfungs-Modulen.

 

Michael S., der sich in der Bereitschaft unter anderem als Naturschutzwart engagiert, berichtete über 20 durchgeführten Naturschutzstreifen und über die im Jahr 2016 erfolgreich im Bereich Hochfelln durchgeführte 5. Naturschutzprüfung für Teilnehmer aus der gesamten Region, die von allen erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

 

Über den Einsatz des Technikbusses berichtete Christian S., der sich gemeinsam mit 2 weiteren Kameraden der Bereitschaft in diesem Bereich eingearbeitet hat.

Dieser, der Region Chiemgau zugeordnete und in Siegsdorf stationierte VW-Bus, dient mit seiner Computer-, Büro- und Funkausstattung als mobile Einsatz- und Leitzentrale. Bei Suchen kann er darüber hinaus mit Handyortung, Wärmebildkamera, Teleskop und einer ferngesteuerten Drohne unterstützen.

Er macht die Einsatzleitung auch abseits fester Infrastruktur führungsfähig und kann die Zeit zum Auffinden einer verletzten oder vermissten Person deutlich verkürzen.

Dieser Bus wurde im vergangenen Jahr bei 14 größeren Alarmierungen mit hinzugezogen und war auch im Rahmen des Hochwassereinsatzes in Kirchdorf am Inn und bei dem Attentat im Münchener Olympiazentrum im Einsatz.

 

Hugo Seichter berichtete über einen befriedigenden Hunde- Personal- und Ausbildungsstand im Bereich der Suchhundestaffel Chiemgau, die derzeit 15 Hunde umfasst und die im Jahr 2016 bei zahlreichen Übungen und Einsätzen wieder gut gefordert gewesen ist.

 

Aus dem Vortrag von Tobi K. wurde deutlich, dass der Kriseninterventionsdienst Berg (KID) mit 41 bereitschaftsübergreifenden Einsätzen im vergangenen Jahr zunehmend an Bedeutung gewinnt. Aufgabe der im KID engagierten aktiven Kameraden /-innen ist die Begleitung und Betreuung der Angehörige von Vermissten und Unfallopfern oder auch die traurige Aufgabe, Todesnachrichten zu überbringen. Auf die von ehrenamtlichen Mitarbeitern des KID betriebene 24-Std-Hotline wurde im vergangenen Jahr 260 mal zugegriffen.

 

In der anschließenden, durch den 2. Bürgermeister Herbert B. durchgeführten Wahl wurden Dr. Kristian K. als Bereitschaftsleiter, Christoph M. als stellvertretender Bereitschaftsleiter und Walter K. und Franz A. als Revisoren einstimmig in Ihren Ämtern bestätigt.

 

Da Stefan S. sich selber wegen seiner langjährigen Mitgliedschaft bei der Bergwacht als „befangen in der Bewertung dieser Organisation“ sah, übergab er die Bitte um ein Grußwort der Gemeinde Bergen an seinen Stellvertreter, Herbert B.. Dieser dankte in seiner Funktion als 2. Bürgermeister der Bergwacht Bergen für das große Engagement, die ehrenamtliche Tätigkeit, die Verlässlichkeit und für die stete Bereitschaft, sich immer wieder in Ausbildung und Einsatz neuen Aufgaben und Herausforderungen zu stellen.

 

Abschließend ergriff nochmals Dr. Kristian K. das Wort. Er bedankte sich bei seinem Stellvertreter, bei all den vielen Helfern und Unterstützern, die wieder zu einem guten und erfolgreichen Jahr beigetragen hatten und bei deren Angehörigen, die dem ehrenamtlichen Engagement ihrer Partner viel Verständnis entgegen bringen.

 

Darüber hinaus bedankte er sich bei der Gemeinde für die gute unkomplizierte Zusammenarbeit, bei Pater V. und Pater A., bei Waltraud M. und Franz Josef S. für die Vorbereitung und Durchführung der Bergwachtmesse, bei der Hochfelln-Seilbahn, dem Forstamt, den vielen stillen Helfern im Hintergrund, die sich um Bergwachthaus kümmern und bei allen direkten und indirekten Förderern, die die erfolgreiche Arbeit der Bergwachtbereitschaft Bergen erst möglich machen.

 

C.N.

 

Autor: Bergwacht Bergen

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