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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Samstag, 28. Juli 2018

Suche nach vermisster Neunjähriger in der Weißbachschlucht

neunjährige Tochter beim Wandern durch die Weißbachschlucht zwischen Schneizlreuth und Weißbach an der Alpenstraße seit 20 Minuten verschwunden

Gegen 14.40 Uhr meldete eine Urlauber-Familie aus Nordrhein-Westfalen über Notruf, dass ihre neunjährige Tochter beim Wandern durch die Weißbachschlucht zwischen Schneizlreuth und Weißbach an der Alpenstraße seit 20 Minuten verschwunden und nicht mehr aufgetaucht war – die Eltern und die Schwester befürchteten, dass das Kind unbemerkt in den reißenden Gebirgsbach gestürzt und abgetrieben worden war. Die Einsatzleiterin der Reichenhaller Bergwacht veranlasste sofort eine große Vermisstensuche, an der neben den Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger auch die gemeinsame Canyon-Rettungsgruppe von Berg- und Wasserwacht und die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) der BRK-Wasserwacht Bad Reichenhall teilnahmen, die am nahen Thumsee gerade Wachdienst beim Badebetrieb leistete. Die Rettungshubschrauber in der Region waren aufgrund des schönen Wetters bereits alle gebunden, wobei „Christoph 14“ auf dem Rückflug von Rosenheim war und nach einem Tankstopp in Traunstein ebenfalls ins Einsatzgebiet  flog. Die nach nur wenigen Minuten eintreffenden ersten Retter suchten die Schlucht von allen Seiten aus in einer so genannten Zangentechnik ab und befragten andere Wanderer, die ebenfalls nach dem Kind Ausschau hielten und schließlich wertvolle Hinweise geben konnten. Eine Gruppe hatte das unverletzte Mädchen rund zehn Minuten zuvor alleine unterhalb des Mauthäusls am Wasser gesehen und dann verfolgt, wie es bachabwärts nach Osten weitergegangen war, wo es gegen 15.15 Uhr direkt einem Canyon-Retter der Reichenhaller Bergwacht in die Arme lief, der den Weißbach flussaufwärts abgesucht hatte. Der Bergwachtmann brachte das Mädchen zum Mauthäusl, wo bereits Mutter und Schwester warteten und suchte dann flussabwärts den Vater des Kinds, der noch immer auf der Suche in der Schlucht war und aufgrund des fehlenden Handynetzes erst verspätet erfahren hatte, dass seine Tochter unversehrt aufgetaucht war. Er brachte den erleichterten Mann dann per Fahrzeug zum Mauthäusl zurück, wo kurz nach 16 Uhr die komplette Familie wieder vereint war und erleichtert beim Wirt einkehren konnte.

Autor: BW Rei E 21 2018

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