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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Freitag, 16. März 2018

Fünfter Wolfi-Schmid-Gedächtnislauf am Predigstuhl

zum Gedächtnis an den am 16. Dezember 2005 bei einem Lawinenunglück an der Hochalm (Hochkalter) verstorbenen Bergretter und Ausbildungsleiter Wolfgang „Wolfi“ Schmid

Bad Reichenhall – Predigtstuhl (mg/ml) Die Bergwacht Bad Reichenhall hat am Samstag ihr inzwischen traditionelles Skirennen zum Gedächtnis an den am 16. Dezember 2005 bei einem Lawinenunglück an der Hochalm (Hochkalter) verstorbenen Bergretter und Ausbildungsleiter Wolfgang „Wolfi“ Schmid zum fünften Mal durchgeführt. Aufgrund der ausreichenden Schneelage konnte das Rennen dieses Jahr wieder in voller Länge vom Hochschlegel bis zur Unteren Schlegelalm durchgeführt werden.

Die Schneeverhältnisse waren dieses Jahr hervorragend, sodass die Rennläufer die komplette Strecke fahren konnten. Wie immer geht es bei diesem Rennen nicht um sportliche Höchstleistungen sondern um Bewegung und Spaß in der Natur gemeinsame Unternehmungen abseits von Ausbildung und Einsatz der Reichenhaller Bergretter. Auch das Reglement ist ganz einfach geblieben und damit etwas Besonderes: es gibt eine Start- und eine Ziellinie. Dazwischen haben die Rennläufer freie Routenwahl durch das Bergwald-Gelände. Jeder Läufer muss selbstständig zum Start am Hochschlägel aufsteigen und vom Ziel an der Schlegelalm wieder selbstständig zurück ins Tal kommen. Auch heuer war die Ausrüstung für alle Rennläufer mit Ski Helm, Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS), Lawinenschaufel und-Sonde, Skitourenausrüstung und Rucksack relativ minutiös und sicherheitsorientiert vorgegeben. Die persönliche Wechselwäsche, Getränke, Skibrille und weiterer „Schnickschnack“ wie manch Tourengeher behaupten würde, findet immer noch Platz im Rucksack. Die Geselligkeit steht im Vordergrund. Am meisten schleppen muss der diensthabende Rettungsassistent mit der umfangreichen Erste-Hilfe-Ausrüstung. Der letzte Rennläufer muss auch noch die Startlinie abbauen und mit ins Ziel nehmen.

Schnellster im Teilnehmerfeld war dieses Jahr einer der jüngsten Reichenhaller Bergretter, Florian Neubauer. Ältester Teilnehmer war wieder Eduard „Edi“ Schmid, Vater des verunglückten Bergretters. Insgesamt nahmen 13 Reichenhaller Bergretter und Bergretterinnen an dem traditionellen, vom stellvertretenden Bereitschaftsleiter organisierten Skirennen teil.

An der Unteren Schlegelalm kredenzte Helmut Lutz allen Teilnehmern eine zünftige Brotzeit zur Stärkung. Während die einen über die Röthelbachstraße nach Baumgarten abfuhren, stiegen die anderen wieder zur Schlegelmulde auf um über die Alpgartenrinne zurück ins Tal zu fahren. Dabei erreichte sie die Alarmierung der Integrierten Leitstelle Traunstein über einen Eiskletterunfall am Fronaufall. Die jüngsten und schnellsten Bergretter spurteten daraufhin zurück zur Seilbahnstation um mit der bereits wartenden Gondel ins Tal zu fahren und beim Einsatz Unterstützung leisten zu können.

Bei der Siegerehrung am Abend im Stüberl der Bergrettungswache erhielt jeder Teilnehmer einen Preis. Die Preise wurden wieder von den Reichenhaller Geschäftsleuten großzügig gestiftet. Zum Schluss bedankte sich Organisator Urs Strozynski bei allen Anwesenden für die Mithilfe und Teilnahme am 5. Wolfi-Schmid-Gedächtnislauf.

Autor: BW Rei N 02 2018

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