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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Sonntag, 20. Juli 2014

Zwei Drachenflieger bei Kollision schwer verletzt

Großeinsatz für die Bergwacht, Feuerwehr und Polizei am Unternberg gerade noch vor Gewitter beendet

Ruhpolding. Schwere Verletzungen erlitten zwei Drachenflieger, die am Sonntag gegen Mittag am Unternberg in der Luft zusammengeprallt und abgestürzt waren. Es herrschte reger Flugverkehr von Drachen- und Gleitschirmfliegern.

Kurz vor 13 Uhr wurde die Bergwacht bereits zu einem gestürzten 63-jährigen Bergradler gerufen, der mit seinem Sohn auf einem engen Steig zwischen Ruhpolding und Eisenärzt abgestürzt und die Böschung hinab ans Traunufer gestürzt war. Der Mann wurde mittelschwer verletzt. Noch während dieses Einsatzes erhielt die Rettungsleitstelle die Meldung, am Unternberg in Ruhpolding seien zwei Drachenflieger kollidiert und aus einer Höhe von bis zu 500 Meter abgestürzt.

Die Bergwacht Ruhpolding alarmierte weitere Kräfte sowie die Bergwacht Inzell. Problematisch gestaltete sich der Einsatz vor allem, weil die Absturzstellen nicht genau bekannt waren. Daher wurden zur Absuche aus der Luft zwei Hubschrauber der österreichischen Luftrettung, sowie ein Polizeihubschrauber angefordert.

Zeugen des Unfalls wurden weiter befragt, bis man die Absturzstellen weiter eingrenzen konnte. Eine der Hubschrauberbesatzungen fand dann einen der verunglückten Drachen und seilte einen Notarzt und Rettungssanitäter der Bergwacht an die Unglücksstelle ab. Die abgestürzte Pilotin aus dem Großraum München erlitt schwerste Verletzungen. Sie wurde im schwierigen Gelände erstversorgt und mit dem Hubschrauber in ein Klinikum nach Salzburg geflogen.

Der zweite Drachen wurde erst nach weiterer Eingrenzung der Absturzstelle von Bergwachtkräften am Boden gefunden. Die Rettung des schwer verletzten Piloten aus Nordrhein-Westfalen, gestaltete sich jedoch sehr schwierig. Er lag in dichtem Gebüsch. Hinzu kam, dass aus Westen eine Gewitterfront aufzog, die eine erhöhte Gefährdung der Bergretter und des Patienten bedeutete.

Zur Rettung musste der Mann zuerst an eine baumfreie Stelle abgeseilt und dann mittels Winde zum Hubschrauber gebracht werden. Nach seinem Abtransport in ein Klinikum wurden die am Berg zurückgebliebenen Bergretter und Polizeibergführer - teilweise schon bei stark böigem Wind - mit einem Hubschrauber vom Berg geholt, gerade noch rechtzeitig vor Beginn des Gewitters.

Neben Kräften der Bergwachten Ruhpolding, Inzell und Traunstein waren die Technikgruppe Bergwacht, die Feuerwehr Ruhpolding, sowie die Polizei Ruhpolding im Einsatz.

Bildquelle: www.aktivnews.de 

 

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