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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Dienstag, 7. Mai 2013

Neues Domizil für Bergwacht

In Weißenstadt weiht die Truppe ihre Rettungswache ein. Künftig werden alle Fahrzeuge unter einem Dach untergebracht. Damit können die Helfer bei Einsätzen wertvolle Zeit sparen.

Mit einem tollen Fest, vielen Gästen und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung hat die Bergwacht Weißenstadt ihre neue Bergrettungswache am Birkenweg eingeweiht. Der Bereitschaftsleiter Matthias Wendel gab in seiner Ansprache einen kurzen Abriss zur 90-jährigen Geschichte der Bergwacht, die früher als reine Fußtruppe unterwegs war. Er schilderte die Entwicklung der Truppe, räumlich, technisch wie auch personell.

"Der alte Stand war für uns nicht länger tragbar", erklärte Wendel, denn Auto, Allrad-Geländefahrzeug (ATV) und Anhänger waren in drei unterschiedlichen Garagen über das ganze Stadtgebiet verteilt. "Im Einsatzfall ging wertvolle Zeit verloren, um zu den Fahrzeugen zu gelangen" erinnerte er.

Mit dem Kauf des ehemaligen Bistros "Gwäxhaus" gehörten für die Bergwacht Weißenstadt die Platzprobleme der Vergangenheit an. Die Raiffeisenbank Gefrees legte der Bergwacht ein günstiges Angebot vor, so dass das Projekt realisiert werden konnte. Nach zweieinhalb Jahren und fast ausschließlich in Eigenleistung sei der Rettungsdienst-Stützpunkt nun vollendet. Künftig können in der Bergrettungswache alle Fahrzeuge der Weißenstädter Bergwacht, das Rettungsfahrzeug und das erst kürzlich in Betrieb genommene ATV samt Anhänger unter einem Dach abgestellt werden. Im Inneren besteht die Wache aus einer Fahrzeughalle, einem Umkleideraum, einem großen Schulungsraum, einem Geräteraum, einem Einsatzleitraum, einer Küche und Sanitärräumen, sagte Matthias Wendel. Eine moderne Holzpelletsheizung sorge dafür, dass Fahrzeuge und Ausrüstung frostfrei gelagert werden können. Auch die Außenanlagen wurden neu und ansprechend gestaltet. Die 100 000 Euro teure Baumaßnahme wurde zum Großteil aus Spenden finanziert, daneben beteiligten sich auch die Städte und Gemeinden aus dem Einsatzgebiet der Bergwacht. Der Bereitschaftsleiter dankte den Firmen, die mit Material, Personal oder Werkzeug behilflich waren. Mittlerweile arbeiten 22 Aktive, neun Anwärter und dreizehn Jugendliche mit, neun Inaktive und 115 Förderer greifen den Helfern materiell unter die Arme.

Nach wie vor sei die Bergwacht Weißenstadt sowohl für den Ausbau der Bergrettungswache als auch für den laufenden Dienst- und Einsatzbetrieb auf finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen, betonte Matthias Wendel. Der Regionalleiter Fichtelgebirge-Frankenwald, Alexander Pscherer, bezeichnete die neue Bergrettungswache als Schmuckstück und dankte den Weißenstädtern für ihr Engagement. Der stellvertretende Landesleiter der Bergwacht Bayern, Rudi Gantner, verwies auf die Verbundenheit in der Vereinigung und erinnerte an das oberste Ziel, dem Nächsten zu helfen.

Der Weißenstädter Bürgermeister Frank Dreyer sagte, die Bergretter hätten viel Geld, Arbeitskraft und Wissen in ihre neue Rettungswache gesteckt. Jetzt könne die Bergwacht ihren Aufgaben noch effektiver nachkommen. Der Bürgermeister erinnerte an die wachsende touristische Bedeutung des Fichtelgebirges und die damit wachsenden Aufgaben der Bergretter. Frank Dreyer übergab der Bergwacht einen Zuschuss und überreichte im Namen des FGV und der Feuerwehr Franken, der Spielvereinigung, des Schützenvereins, des Surfclubs, des Tennisclubs, des BRKs, des Fischereivereins, der Feuerwehr, der JU, der CSU, des Turnvereins, der Soldatenkameradschaft Voitsumra, der Wasserwacht und des Trachtenvereins herzliche Glückwünsche.

An das Motto der Bergwacht "Wir helfen jederzeit, bei jedem Wetter und in jedem Gelände ehrenamtlich kompetent" erinnerte der stellvertretende Landrat Horst Weidner. Weitere Glückwünsche kamen von den Landtagsabgeordneten Inge Aures und Martin Schöffel, der Bundestagsabgeordneten Petra Ernstberger sowie von Bernd Weinmeyer vom BRK-Kreisverband und Florian Sammet vom Pädagogisch-Therapeutischen Zentrum Franken. Abschließend segneten der evangelische Pfarrer Hans-Hermann Münch und sein katholischer Kollege Pfarrer Francis Puthenpura die neue Rettungswache. Dann durften Besucher die Räume besichtigen. Kinder und Junggebliebene konnten ihr sportliches Talent an der Kletterwand erproben.

Autor: Annemarie Riedl, Frankenpost

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