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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Bilder unserer Chronik

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Chronik

 

Vorwort

 


Die nachstehende Chornik der Bergwacht Bad Feilnbach wurde zum Anlass unserer 60-Jahrfeier im Jahre 2006 neu überarbeitet.
 

1946

Der steigende Fremdenverkehr bringt nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter zahlreiche Bergsportler nach Feilnbach. Die Gründung einer Bergwachtbereitschaft wird beschlossen. Die Gründungsmitglieder sind Sepp Angermaier, Sepp Wacker, Martin und Sepp Kaffl, Sepp Schnitzenbaumer, Balthasar Seidl, Xari Sonnleitner und Toni Ettenhuber.
Erster Bereitschaftsleiter ist Sepp Angermaier.

Das „Skigebiet Tregleralm“ bringt immer wieder zahlreiche Einsätze. Damals kommen die Skifahrer  mit dem Zug nach Feilnbach, um eine einzige Abfahrt zu bewältigen. Feh­lende Sicherheitsbindungen führen häufig zu gebrochenen „Haxn“. An einem Tag muss man nach drei Abtransporten von der Tregleralm auch noch zu einem Verletzten zur Aiblinger Hütte ausrücken. Alles damals zu Fuß.

 

1952

Die erste Bergwachthütte wird an der Skiabfahrt von der Tregleralm errichtet. 800,-- DM kostet die gebrauchte „Blockhütte“, die von den Bergwachtlern in Einzelteilen an die Abfahrt getragen wird.

 

Erste Bergwachthütte in Bad Feilnbach
Erste Bergwachthütte in Bad Feilnbach

1953 

Bereitschaftsleiter wird Karl Angermaier.

1956

 

Zur Aufbesserung der Kasse verkauft man erstmals Lose.

1958  

Der erste Faschingsball der Bergwacht bringt ebenfalls etwas Geld in die Kasse und jede Menge Spaß.

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Mich Dostthaler als Scheich!!! Daneben Sepha Dostthaler und Xari Grad

1959

Zum Bereitschaftsleiter wird Michael Dostthaler gewählt.


1960

Der Gemeinderat der damaligen Gemeinde Wiechs stimmt am 1. Juli 1960 dem Bauantrag für eine neue Bergwachthütte zu.

1962

Am 10. Juni 1962 kommt es zum ersten Hubschraubereinsatz in der Region. Schorsch Stadler, später Feilnbacher „Hoffotograf“, stürzte beim Klettern an der Haidwand ab und verletzte sich schwer. Da er zu der Zeit seinen Wehrdienst leistete, konnte für die Bergung eine Bundeswehrmaschine ins Schlossalmgebiet organisiert werden. Nachalarmierte Einsatzkräfte werden damals zum Teil am Aiblinger Volksfest ausgerufen. Zur Erinnerung an die jüngeren Leser: Handys werden erst viel später erfunden.

1965

Absturz am Breitenstein; Xaver Lettenbichler, der „Schuster Xari“ aus Feilnbach, muss tot geborgen werden.

1966

Für 1.000,-- DM schaffte man das erste Bergwachtfahrzeug an. Jeder Bergwachtler steuert für den gebrauchten VW Kübelwagen 50,-- DM aus der eigenen Tasche bei. Die Motorhaube verziert der bekannte Kunstmaler Leo von Welden mit einem großen Bergwachtzeichen. Das Fahrzeug stellte man kurzfristig in einer kleinen Garage im alten Rathaus (jetzt Friseur „Sigi“) ein. Rettungsgerät lagerte im Keller des Bereitschaftsleiters Mich Dostthaler.

Unser erstes eigenes Bergwachtfahrzeug. Finanziert von Spenden... der Bergwachtler

 

1967

Nach der Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses in Feilnbach stellt die Gemeinde darin auch Platz für die Bergwacht zur Verfügung. Abseilübungen werden im Schlauchturm durchgeführt.

 

1969

Die ersten Funkgeräte können angeschafft werden. Eine weitere revolutionäre Entwicklung ist auch die sich immer mehr durchsetzende Hubschrauberrettung, die regelmäßige Übungsflüge mit sich bringt.

 

1970

Seit 19.12.1970 wird auch Skidienst am Sudelfeld, später am Wendelstein und auch an den damals noch existierenden Liften in St. Margarethen und am Heuberglift geleistet. Die Dienstgemeinschaft mit der Bergwacht Brannenburg hat sich bis heute bewährt.

 

Hotelhang am Wendelstein
Foto von 2006

1971

Das erste Einsatzfahrzeug, das seinen Namen wirklich verdient, ist ein neuer, durch Spendengelder finanzierter Landrover. Der notwendige Umbau des Innenraums für den Rettungsdienst erfolgt in Eigenleistung.

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1973

Mit der Badernennung dürfen wir uns jetzt auch Bergwacht „Bad Feilnbach“ nennen.

1974

Eine der ersten Großübungen mit allen Bergwachten des neuen Landkreises Rosenheim (Eingliederung des Landkreises Bad Aibling erfolgte 1972 mit der Gebietsreform) findet in Bad Feilnbach statt. Es ist ein Beginn, die Zusammenarbeit der Bereitschaften zu verbessern.

1977

Eine 30köpfige Schulklasse gerät bei einer Wanderung wegen Nebels in die Westabstürze der Farrenpoint (Erdrutschzone des Brechs). Zwei Elfjährige stürzen dabei ab und verletzen sich zum Glück nur leicht. Die ganze Klasse muss bei Dauerregen aus dem schwierigen Gelände geborgen werden.

1978

Mit dem Bau des Loswagens, den wir bei den örtlichen Festen aufstellen, kann endlich eine relativ sichere Einnahmequelle geschaffen werden. Vorangegangene „Spendenbriefaktionen“ brachten keinerlei Erfolg. Am Loswagen unterstützen großteils die Einheimischen unsere Arbeit, die trotz Ehrenamtlichkeit viel Geld kostet. Nebenbei wird auch der Sanitätsdienst bei vielen Festen durch unsere Anwesenheit abgedeckt.

1979

Ein tragischer Unfall überschattete das Jahr 1979. Ein 40jähriger Münchner kletterte mit seinem 11jährigen Jungen an einer brüchigen Felswand im Bereich der Jenbachwasserfälle. Er reißt dabei seinen Sohn, den er an einem kurzen Seil sichern will, beim Absturz mit in die Tiefe. Beide werden nach einer Suchaktion spät in der Nacht tot aufgefunden.

1981

Das Forstamt stellt uns einen Raum in der Winterstube zur Verfügung, den wir im Sommer als Stützpunkt nutzen. Das Handyzeitalter ist immer noch nicht angebrochen und man kann hier auf „Einsätze warten“. Der Landrover wird durch einen Mercedes Geländewagen ersetzt.

1982

Auf Grund der steigenden Mitgliederzahl wird beschlossen, die Bergwachthütte zu vergrößern. Da die finanziellen Grundlagen fehlen, ist wieder einmal viel Eigenleistung erforderlich.

1984

Das Feuerwehrhaus platzt aus allen Nähten. Die Feilnbacher Wehr benötigt Platz für eigene Gerätschaften und Fahrzeuge. Unser Einsatzfahrzeug muss schon lange in einer engen Garage im alten Bahnhof geparkt werden. Rettungsmaterial lagert in einem kleinen Schrank im Feuerwehrhaus. Der Traum vom eigenen Heim entsteht. Unter der Bauleitung von Wast Kirner und mit Unterstützung der Gemeinde Bad Feilnbach beginnt der Bau des Bergwachtheimes an der Wendelsteinstraße.

1985

Wast Kirner wird neuer Bereitschaftsleiter der Bergwacht. Mich Dostthaler, der das Amt seit 1959 inne hatte, stellt sich nicht mehr zur Wiederwahl. Am Filslaner stürzt ein Bergsteiger auf einem vereisten Schneefeld 200 Meter in die Tiefe ab. Die Bergung des Schwerverletzten erfolgt mit dem Hubschrauber von der „Postlerhütte“ aus. Sein Begleiter hatte ihn dorthin transportieren können und den vorhandenen Kanonenofen angeheizt, bevor er nach dem Abstieg ins Tal den Notruf absetzte.

1986

Zusammen mit den Feierlichkeiten zum 40jährigen Bestehen der Bereitschaft wird das neue Bergwachtheim eingeweiht. Seit diesem Jahr werden auch Gästewanderungen geführt. Geistlicher Rat Ludwig Penger feiert zum 25. Mal die Bergmesse an der Hütte.

1989

Die reparaturbedürftige Litzldorfer Kirchturmuhr wird in einer spektakulären Abseilaktion ausgebaut. Extrem vereiste Pisten erfordern zahlreiche Bergungen in den Skigebieten. An der Mitteralm am Wendelstein müssen am Stockhang abgestürzte Kinder einer Schulklasse mit dem Hubschrauber geborgen werden.

1990

Die Betreuung des Gautrachtenfestes mit 15.000 Teilnehmern ist eine der ersten Großveranstaltungen, bei der der SAN-Dienst durchgeführt wird. Kein Vergleich mit den seit Jahren von uns betreuten Leonhardiritten in Lippertskirchen. Die Suchaktion nach einer Klosterschwester beschäftigt über 60 Einsatzkräfte eine ganze Nacht. Da sich die geistig verwirrte Frau vor den Suchmannschaften immer wieder versteckt, findet sie erst am nächsten Morgen ein Landwirt. Sie wird stark unterkühlt abtransportiert. Der „Sportplatz Berg“ führt dazu, dass immer mehr Mountainbiker und Gleitschirmflieger verunglücken und unsere Hilfe brauchen. Oft ist dann der Einsatz eines Rettungshubschraubers erforderlich.

ADAC-Hubschrauber am Weg zur Wirtsalm (Foto von 2004)

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1991

Die erste Jugendgruppe für Kinder ab 12 Jahren wird gegründet. Der Erfolg ist inzwischen sichtbar. Ein Großteil der Leistungsträger der Bereitschaft ist aus dieser Gruppe hervorgegangen. Das nebenstehende Photo enstand während einer Übung an der Teufelskanzel im Schloßalm-Gebiet. Erste Frau in der Geschichte der Bereitschaft ist Gertraud Gsinn, jetzt Pichler.

1993

Manfred Engelsberger, Almerer auf der Bucheralm und Feilnbacher Bergwachtler, wird unter einem umstürzenden Geländefahrzeug auf seiner Alm über 30 Minuten eingeklemmt. Die Bergung mit dem Hubschrauber ist wegen einsetzenden Nebels nicht mehr möglich und der Transport des Schwerverletzten muss mittels Geländefahrzeug erfolgen. Jeder Bergwachtler fühlt bei jedem Einsatz mit den Verletzten mit. Handelt es sich aber um einen „Spezl“, ist die Betroffenheit um ein Vielfaches größer.

1994

Baubeginn für den Anbau an das Bergwachthaus. Der Loswagen muss untergestellt werden und für die Ausbildung benötigt man dringend Platz für die Kletterwand. Zu einem kuriosen Einsatz kommt es am Irschenberg. Ein 76jähriger Imker stürzt mit seinem zusammenbrechenden Bienenhaus in einen 50 Meter tiefen Graben ab. Unsere Spezialausrüstung ist zur Bergung erforderlich.

1995

Beim ersten „Bergwacht-Quintathlon“ messen Bergwachtler verschiedener Bereitschaften ihre Stärken beim Klettern, Biken, Berglauf und der Blumenkunde. Zusammen müssen die Mannschaften noch einen Pkw „umweltschonend“ einen Berg hinaufziehen. Die Veranstaltung wurde noch einige male, auch von anderen Bereitschaften, kameradschaftsfördernd wiederholt. 14 Jahre Laufzeit nur auf Forststraßen und im Gelände setzen einem Pkw gewaltig zu. Unser altes, inzwischen reparaturanfälliges Geländefahrzeug wird daher durch einen neuen Mercedes Geländewagen ersetzt. Ein Belgier auf der „Durchreise nach Österreich“ kommt am Brunnkeilweg, einer Forststraße, mit seinem Pkw von der Fahrbahn ab und braucht unsere Hilfe. Was der Mann dort eigentlich wollte, ist bis heute unklar.

1996

Nach starken Schneefällen kommt es zu Lawineneinsätzen an den Ruchenköpfen und im Brünnsteingebiet. Wie immer wird hier bereitschaftsübergreifend gearbeitet. Leider können ein Tourengeher sowie ein Schneeschuhwanderer nur noch tot geborgen werden. Beide Personen wurden unter meterhohen Schneemassen verschüttet. Das 50jährige Bestehen der Bereitschaft feiert man mit einem großen Fest. Nach einem Kirchenzug und einer Feldmesse am Riesenfeld setzt sich ein Festzug zum Festplatz in Bewegung. Beinahe alle Ortsvereine zeigen durch ihre Anwesenheit ihre Verbundenheit zur Bergwacht. Die drei Musikkapellen Bad Feilnbachs spielen auf. Die Dettendorfer Musi spielt zum Abschluss sogar im Kettenkarussell vor dem Zelt auf. Ein voller Erfolg für den Organisator des Festes, Ehrenbereitschaftsleiter Mich Dostthaler, den wir ab diesem Zeitpunkt nur noch den „Festzug Mich“ nennen. Ein kleines Mädchen wird an einem Holzganter im Tregleralmgebiet von einem herabfallenden Baumstamm schwer verletzt und mit dem Polizeihubschrauber geborgen. RTL stellt den Unfall mit unseren „Hauptdarstellern“ für die Sendung „Notruf“ nach. Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde fahren wir einmal jährlich mit den Kindern in den Klettergarten nach Flintsbach. Die Anfahrt dorthin erfolgt natürlich umweltschonend mit dem Fahrrad. Einsatzkräfte der Bad Feilnbacher Bergwacht nehmen an einer Rettungsübung mit dem ADAC-Hubschrauber an der Reiteralm teil. Regelmäßige Hubschrauberübungen ermöglichte bisher nur die Bundeswehr.

1998

Bei einer Hubschrauberübung mit der Bundeswehr werden die Grenzen dieses modernen Rettungsmittels deutlich. Eine Windböe mit starken Fallwinden führt zur Überlastung des Aggregates. Im Hubschrauber blinken sämtliche Alarmlampen. Die Übung muss abgebrochen werden, lange Fußmärsche für die bereits abgesetzten Bergwachtler folgen. Herzinfarkt am Nigglsteig. Auch der Notarzt aus dem Hubschrauber kann nicht mehr helfen. Der 60jährige aus Bad Aibling verstirbt noch an der Unglücksstelle. Bei einem Lawineneinsatz am Klausenberg kommen zwei Skitourengeher ums Leben. Bei der Bergung sind wir an zwei Tagen mit je 15 Mann vor Ort.

1999

Ein 8jähriger wird an der Reindler Alm vermisst. Der Junge hat sich beim Schwammerlsuchen verlaufen und kann vom Polizeihubschrauber aus gefunden werden. Von Bergwachtlern wird er zu seiner Oma, Sennerin der Reindler Alm, zurückgebracht.

2000

Die gemeinsame Leitung der Jugendgruppe übernehmen die „ehemaligen Jugendgruppler“ Michael Meder, Matthias Eggersberger und später auch Marion Schnitzenbaumer. Ein Landwirt aus Elbach gerät bei Holzarbeiten am Schwarzenberg unter eine umstürzende Buche. Mit Rücken- und Oberschenkelverletzungen wird er ins Krankenhaus nach Murnau geflogen. Eine Lawine geht im Spitzinggebiet über die Trasse eines Schleppliftes ab. Nach intensiven Sondierungs- und Grabarbeiten steht zum Glück fest, dass niemand verschüttet ist. Auch wir sind mit Hilfskräften vor Ort. Im Sommer ereignen sich wieder zahlreiche Mountainbikeunfälle. Allein im Bereich Hansenalm an der Farrenpoint kommt es zu drei Unfällen, bei denen wir einen Hubschrauber zur Unterstützung angefordert haben. Ein lange gehegter Wunsch geht endlich in Erfüllung. Ein gebrauchter, sechs Jahre alter VW-Bus kann als Mannschaftswagen angeschafft werden. Der Bus wird mit viel Eigenleistung „bergwachttauglich“ ausgestattet. Die Finanzierung ist nur Dank einer Erbschaft und einer größeren Spende der Raiffeisenbank möglich. Hierzu nochmals unseren herzlichsten Dank im Namen der gesamten Bergwacht. Auch im sogenannten „Flachland“ erfolgen Einsätze. Im Leitzachtal hinter Irschenberg erfolgt die Bergung eines 12jährigen, der sich in unwegsamem Gelände den Fuß gebrochen hat. Im Rosengassengebiet sind auch wir tagelang bei einer Vermisstensuche im Einsatz. Die 43jährige Frau aus Dachau konnte leider bis heute nicht gefunden werden.

2001

Wast Kirner übergibt die Leitung der Bereitschaft nach 16 Jahren an Thomas Meder. Ehrenbereitschaftsleiter Mich Dostthaler wird für 50jährige Zugehörigkeit zur Bereitschaft geehrt. Anlässlich der Bergmesse im September an der Bergwachthütte entsteht mit allen bisherigen Bereitschaftsleitern ein Gruppenfoto.

Von rechts: Sepp Angermaier (ab 1946) Karl Angermaier (ab 1953) Mich Dostthaler (ab 1959) Wast Kirner (ab 1985) Thomas Meder (ab 2001)

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Ehrenzeichen in Gold für Wast Kirner

Die Türme des „Industriedenkmals Zementwerk“ in Litzldorf werden 2001 in einer Abseilaktion von Buschwerk befreit.

2002

Eine 65jährige kommt im Bereich der Weißwand vom Weg ab und traut sich im unwegsamen Gelände nicht mehr vor und zurück. Zum Glück hat sie ein Handy dabei und wir können mit ihr Kontakt aufnehmen. Anhand der Beschreibung markanter Punkte kann ihr Standort relativ eng eingegrenzt werden. Der Polizeihubschrauber seilt einen Retter dann genau über ihr im dichten Wald ab. Die unverletzte Frau wird dann unter Umgehung einiger Felswände auf einem sicheren Weg zu Fuß ins Tal begleitet. Ein Tag der offenen Tür am Bergwachthaus mit Vorführung von Gleitschirmbergungen, Defi-Einsatz, Lawinenhund etc. findet bei der Bevölkerung großen Anklang.

Wast Kirner erhält 2002 in der Münchner Residenz die „Leistungsauszeichnung in Gold“ der Bergwacht Bayern von Bergwacht-Chef Alois Glück und BRK-Präsidenten Dr. Heinz Köhler überreicht. Natürlich gibt es auch zu Hause noch eine Ehrenurkunde.

Im Sommer sind wir wochenlang bei einem Dreh des ZDF behilflich. Die „SOKO 5113“ klärt das „Blutopfer“ in unseren heimischen Bergen. Für viele Bergwachtler eine interessante Erfahrung, einmal hinter die Kulissen der Filmemacher zu schauen und sogar als Double zu fungieren. Erste Kontakte zur Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) werden aufgenommen. Die DBU will auch Abwasserprojekte an Bergwachthütten finanziell unterstützen. Die Errichtung einer Kläranlage ist schon lange unser Wunsch, die Frage der Finanzierung stand aber immer im Wege. Zum ersten mal wird an der Bergwachthütte ein ökumenischer Berggottesdienst mit den Seelsorgern Jakob Aigner und Andreas Strauß gefeiert. Bei einer gemeinsamen Nachtübung mit der Bad Feilnbacher Feuerwehr plaziert die Bergwacht einen alten Pkw im steilen Gelände neben der Wirtsalmstraße. Die Retter haben alle Hände voll bei der Bergung der eingeklemmten Holzpuppen zu tun.

2003

Beim Absturz eines „Alpha Jet’s“ in Brannenburg sind auch wir bei Absperrmaßnahmen mit 20 Mann eingesetzt.

An der Kirche in Lippertskirchen werden lockere Mörtelbrocken im Rahmen einer Abseilübung entfernt.

2004

Die Zusage finanzieller Unterstützung der DBU für das Abwasserprojekt liegt endlich vor. Mit der Sanierung der Bergwachthütte wird begonnen. Die Hütte muss dazu frostsicher gemacht werden, um ein „Nichteinfrieren“ der Wasserleitungen im Winter zu garantieren. Umfangreiche Isolierungsmaßnahmen am Dach sind dazu erforderlich. Ein Drittel der Gesamtkosten ist durch Eigenleistung aufzubringen. Im Kloster Benediktbeuern erfolgt die Übergabe der Bewilligungsurkunde durch Dr. Brickwedde von der DBU (2. von rechts). Links Kameraden der Bergwacht Penzberg, deren Abwasserprojekt ebenfalls unterstützt wird.

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2005

Ein neues Einsatzleitsystem bringt neue ehrenamtliche Arbeit für uns. Zusammen mit den Bereitschaften Brannenburg und Oberaudorf besetzen wir abwechselnd rund um die Uhr ein Einsatzleitfahrzeug, einen Suzuki „Jimny“, von dem aus größere Einsätze bereitschaftsübergreifend gemanagt werden.

Die Bauarbeiten an der Hütte schreiten voran. Neben den Vorsorgediensten und Einsätzen leisten die Bergwachtler unzählige freiwillige Arbeitsstunden. Ein gestürzter schwerverletzter Mountainbiker wird mit dem österreichischen Rettungshubschrauber „Heli 3“ in der Nähe der Tregleralm mittels Taubergung abtransportiert.

Das Kleinkind im Fahrradanhänger bleibt zum Glück unverletzt. „Unsere“ Wirtin von der Tregleralm, Rosa Weiß, wird mit gebrochenem Bein von der Alm abtransportiert.

Unfall auf dem Weg zur Farrenpoint. Ein Landwirt wird unter seinem umgestürzten Traktor eingeklemmt und unter Mitwirkung verschiedenster Rettungsorganisationen geborgen. Der Abtransport des Schwerverletzten erfolgte nach einer Windenbergung mit dem Rettungshubschrauber des ADAC.

2006

Beim Vorsorgedienst am Wendelstein verletzen sich gleich zwei Skifahrer gleichzeitig schwer. Eine Rückenverletzung im Gschwandt und eine komplizierte Unterschenkelfraktur an den Schleppliften erfordern den Einsatz von zwei Hubschraubern parallel. Die Zusammenarbeit mit den Kameraden der Bergwacht Bayrischzell funktioniert dabei hervorragend.

An der Aiblinger Hütte wurde eine zweitägige Lawinenübung durchgeführt. Auf dem Programm standen u. a. die Suche mit dem VS-Gerät (Lawinenpiepser), die Sondierung eines Lawinenfeldes und die Beurteilung des Schneedeckenaufbaues.

Chronik der Bergwacht Bad Feilnbach im PDF-Format

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Die Chronik der Bergwacht Bad Feilnbach im PDF-Format zum download bereit

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