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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Donnerstag, 4. März 2010

Nach eisiger Nacht im Klettersteig unverletzt gerettet

Salzburger Bergsteiger müssen wegen Wettersturz im Hochthron-Klettersteig übernachten

MARKTSCHELLENBERG (ml) – Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Mittwochmorgen in einer schwierigen Rettungsaktion zwei Bergsteiger nach einer Nacht im Hochthron-Klettersteig am Untersberg leicht unterkühlt aber ansonsten unverletzt per Tau ins Tal geflogen.

Die Frau und der Mann aus Salzburg waren am Vortag gegen 15 Uhr für eine geplante Winter-Nachtbegehung in den Steig eingestiegen und hatten sich mehr als acht Stunden lang durch die Felswand gekämpft. Aufgrund eines drastischen Wettersturzes mit Eis und Schnee schafften sie die letzten 70 Meter bis zum Ausstieg nicht mehr und mussten beim Wandbuch im oberen Drittel des Steigs notbiwakieren.

Bei Tagesanbruch versuchten sie erneut den Aufstieg, scheiterten aber aufgrund der widrigen Umstände mit extremer Kälte, Neuschnee und vereisten Felsen, weshalb sie gegen 4.30 Uhr einen Notruf absetzten. Die Rettungsleitstelle Traunstein alarmierte daraufhin den Einsatzleiter der Bergwacht Marktschellenberg, der sich aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse gegen einen bodengebundenen Einsatz bei Dunkelheit entschied und auf 7 Uhr seine Mannschaft und den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ anforderte.

Bei einer Zwischenlandung in Marktschellenberg nahm die Hubschrauber-Besatzung zwei Bergwacht-Luftretter auf und flog zum Stöhrhaus, wo ein 50 Meter langes Rettungstau an der Maschine montiert wurde. Wegen böiger Winde und grenzwertiger Leistung der Triebwerke musste der Pilot den ersten Anflug zur Einsatzstelle abbrechen und einen der beiden Luftretter am Tau in Ettenberg absetzen. Aufgrund des reduzierten Gewichts gelang der zweite Anflug trotz der schwierigen Windverhältnisse sofort: Der verbliebene Bergwacht-Luftretter sicherte die beiden in Not Geratenen ans Tau; Retter und Gerettete wurden daraufhin gegen 8.30 Uhr sicher ins Tal nach Marktschellenberg geflogen.

Am Einsatz waren fünf Bergretter der Bergwacht Marktschellenberg und die Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 14“ aus Traunstein beteiligt. Für eine eventuelle bodengebundene Rettung standen weitere neun Bergretter auf Abruf bereit.

 

 

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