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Einsätze

Mittwoch, 9. Mai 2012

Schwelbrand am Gipfel des Kleinen Barmsteins

Feuerwehr und Bergwacht im gemeinsamen Löscheinsatz: Einsatzkräfte müssen über steile Felswand abgeseilt werden

MARKSCHELLENBERG/HALLEIN (ml) – Ein Schwelbrand am Gipfel des Kleinen Barmstein (841 Höhenmeter), ein beliebter Kletterfelsen direkt an der deutsch-österreichischen Grenze, hat am Samstag etwa 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bergwacht und Polizei aus Bayern und Salzburg gefordert. Verletzt wurde niemand, Sachschaden entstand praktisch keiner.
Gegen 11.30 Uhr meldete ein Bergsteiger über Handynotruf bei der Landeswarnzentrale Salzburg eine starke Rauchentwicklung im Gipfelbereich des Kleinen Barmsteines. Die Feuerwehren Hallein, Dürnberg, Berchtesgaden und Marktschellenberg wurden alarmiert und rückten mit insgesamt 130 Männern und Frauen aus. Zur Unterstützung im steilen Gelände schickte die Leitstelle Traunstein auch die Bergwachten Berchtesgaden und Marktschellenberg zum Barmstein, wobei elf Bergretter ausrückten. Die Einsatzkräfte stießen nach einem etwa halbstündigen Aufstieg am Gipfelgrat direkt an der Landesgrenze auf einen Schwelbrand, wo der Wirt des nahen Ausflugslokals bereits mit einem Feuerlöscher erfolgreiche Löschversuche unternommen hatte. Betroffen war die Niedervegetation auf einer Fläche von etwa 30 Quadratmetern. Mit Löschrucksäcken und Kleinlöschgeräten konnte die Brandfläche schnell weiter eingedämmt werden.

Es bestand jedoch die Gefahr, dass das Feuer über Funkenflug oder abrutschende Glutteile über die fast senkrecht abfallende Felswand auf österreichischer Seite auf den dortigen Bannwald übergreifen könnte. Um dies zu verhindern, seilten Bergwachtmänner mehrere Feuerwehrkräfte samt Ausrüstung über die Wand ab. Zudem wurden mehrere Kletterer, die sich in der Felswand befanden, von den Bergwachtkräften gewarnt und aus der Wand geleitet. Gegen 14.20 Uhr waren der Schwelbrand sowie alle anderen Glutnester endgültig gelöscht und es konnte „Brand aus“ gemeldet werden.

Verletzt wurde letztendlich niemand. Die Einsatzkräfte konnten das Übergreifen des Feuers auf den Wald verhindern, so dass auch kein Sachschaden entstand. Die Brandursache war nicht mehr festzustellen. Möglicherweise war eine Zigarettenkippe der Auslöser. Im Einsatz waren Streifen der Polizeiinspektionen Hallein (Österreich) und Berchtesgaden (Bayern) sowie der Österreichische Polizeihubschrauber „Libelle“. Da der Ort des Brandausbruches wenige Meter von der Landesgrenze auf bayerischer Seite zu vermuten war, übernahm die Polizei Berchtesgaden die polizeiliche Sachbearbeitung.

 

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