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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Samstag, 19. November 2016

Großangelegte Rettungsaktion in den Blaubergen

Schlechtwetter fordert Bergretter aus Bayern und Tirol im nächtlichen Einsatz

Kreuth/Tegernsee - 18./19.11.2016:  Alarmiert am frühen Freitagabend waren insgesamt rund 100 Einsatzkräfte der Bergwacht und der Bergrettung aus Tirol die Nacht hindurch in die  Rettung von zwei verstiegenen Bergsteigern eingebunden.

Bereits um 17:15 Uhr am Freitag  wurde der Einsatzleiter der Bergwacht über zwei hilfebedürftige Personen in der Wolfschlucht im Blauberggebiet informiert. Die beiden Betroffenen hatten sich im felsdurchsetzten und sehr unwegsamen Gelände so verstiegen, dass sie nicht mehr weiter kamen. Über ihr Mobiltelefon konnten die Beiden mitteilen, dass sie unverletzt seien. Zwar konnte eine telefonische Verbindung zu den Betroffenen hergestellt werden, der genaue Aufenthaltsort blieb dennoch unklar.

Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit und den herrschenden Wetterbedingungen erfolgt die Anforderung eines Hubschraubers für die Suche. Die Besatzung des Suchhubschraubers der bayerischen Polizei konnte die Betroffenen noch am Abend im Steilgelände der Wolfsschlucht lokalisieren.  Als gegen 21:00 Uhr das Wetter umschlug war eine Rettung aus der Luft nicht mehr möglich.  Die Folge war  eine aufwändige bodengebundene Rettungsaktion. Die Bergretter installierten vom Grat aus hierfür über 400 Meter Seilversicherung. Da ein Vorwärtskommen in der Nacht bei Schneefall sehr schwierig war, konnten Bergwacht-Einsatzkräfte erst in den frühen Morgenstunden bis zu den Hilfesuchenden vordringen und diese mit heißen Getränken versorgen.

Mehrere Versuche der Rettungshubschrauber Christoph 1 und Christoph Murnau der ADAC Luftrettung die Einsatzstelle am Morgen anzufliegen, mussten aber aufgrund der Witterung abgebrochen werden. Die beiden erschöpften Wanderer wurden dann zu Fuß durch die Bergwacht an den Seilen hinauf zum Blauberggrat gebracht. Die beiden osteuropäischen Wanderer waren mit Ihrem Hund über die Wolfsschlucht Richtung Blaubergalm aufgestieg,  dabei verirrten Sie sich derart im steilen und unwegsamen Gelände, dass sie weder vor noch zurück kamen.

Die ungeplante Übernachtung im Freien hinterließ bei den unterkühlten Wanderer Spuren. Sie wurden noch am Berg in einem Zelt erstversorgt und dann  mit dem Bergrettungsfahrzeug und einem Rettungswagen in die Klinik gebracht.

Insgesamt waren an die 100 Rettungskräfte über 20 Stunden lang im Einsatz gebunden. Neben der Bergwacht Rottach waren  Bergretter aus Hausham, Lenggries, Bad Tölz, Schliersee, Bayrischzell, Brannenburg, Samerberg und Wasserburg sowie der österreichischen Bergrettungsstelle Achenkirch eingebunden. Unterstützt wurde der Einsatz zudem durch die Freiwillige Feuerwehr Kreuth.

Immer wieder kommt es zu Einsätzen, bei denen eine Rettung mit dem Hubschrauber nicht möglich ist. Umso mehr sind dann die alpinen Fähigkeiten der Bergretter und das Rettungsgerät für den Einsatzerfolg ausschlaggebend.

 

BW Hochland

 

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