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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten der BW Oberstaufen

Neuwahlen bei der Bergwacht Oberstaufen

Robert Kühnein, Klausi Schädler, Armin Lingg und Jan Ulbrich

Robert Kühnlein und Jan Ulbrich neue Bereitschaftsleiter

Nach acht Jahren im Amt mit vielen Innovationen und Neustrukturierungen gaben Klausi Schädler und Armin Lingg (Mitte) bei den turnusmäßigen Neuwahlen im Februar 2017 die Bereitschaftsleitung an die nächste Generation weiter. Einstimmig wählte die Mannschaft Robert Kühnlein (li.) zum neuen Bereitschaftsleiter und Jan Ulbrich (re.) zu seinem Stellvertreter.

"Wenn es am schönsten ist, sollte man den Stab weiter reichen!“ meinte Klausi Schädler und ist gemeinsam mit Armin Lingg sehr glücklich, eine „tolle Bergwacht-Mannschaft mit zeitgemäßer Infrastruktur und einem starken Nachwuchs“ übergeben zu können.

Schreinermeister Walter Hummel und Daniel Heim wurden in ihren Ämtern als Revisoren bestätigt.

 

Jahreshauptversammlung 2016 mit Ehrungen

Stv. Bereitschaftsleiter Armin Lingg (li.), Bürgermeister Martin Beckel, Klausi Schädler und Bernhard Wagner sowie Heidi Thaumiller von der OTM

341 Einsätze im Berichtsjahr 2015
Ehrungen für 25 und 40 Jahre aktive Dienstzeit

Anläßlich der Jahreshauptversammlung der Staufner Bergwacht auf dem Imberghaus konnten Bernhard Wagner für 25 Jahre und Klausi Schädler für 40 Jahre aktive Dienstzeit geehrt werden. Seine ruhige und praktische Art verbunden mit langjähriger Einsatzbereitschaft rund um die Uhr und das ganze Jahr hindurch machen Einsatzleiter Bernhard Wagner zu einem sehr wertvollen Bergretter, der es bisher auf weit über 1.000 Einsätze gebracht hat. Klausi Schädler trat bereits mit 14 Jahren in die Bergwacht ein, war in den 1980er Jahren Ausbildungsleiter und ist seit 2009 amtierender Bereitschaftsleiter. Innovationen, neue Weg gehen und den Nachwuchs fördern und fordern liegen ihm besonders am Herzen.

Zu den Gratulanten zählten Bürgermeister Martin Beckel und Heidi Thaumiller von der OTM sowie die Geschäftsführer der Bergbahnen, die sich ebenfalls für die geleisteten Dienste und Einsätze des Berichtsjahres bedankten.

Mit 341 Einsätzen war 2015 insgesamt gesehen ein durchschnittliches Jahr, jedoch stellen die 67 Sommereinsätze eine noch nie erreichte Anzahl dar. Im Winter 2015 wurden 274 Wintersportler versorgt und abtransportiert, im gerade zu Ende gegangenen Winter 2016 waren es 258.  Über die umfangreiche Ausbildungsarbeit und die starke Nachwuchstruppe berichteten die Ausbilder Wolfgang und Christoph Berkmann.

Die Alterspyramide der Staufner Bergwacht mit über 50 aktiven Einsatzkräften zeigt eine beruhigende Verteilung für die Zukunft, da die unter 30-jährigen zwischenzeitlich die größte Gruppe darstellen. Die Ausbildung zum Einsatzleiter abgeschlossen haben Lukas Nägele und Markus Köllmayer,  Sabine Biederwolf berichtete von geordneten Finanzen und stellvertretender Bereitschaftsleiter Armin Lingg moderierte und organsierte in bewährter Form.  Ihren Abschluß fand die Jahreshauptversammlung für (fast) alle Teilnehmer mit einer romantischen Talfahrt bei stockdunkler Nacht in der Imbergbahn.

 

Neuer Festplatz an der Imbergbahn in Steibis
Ausstellung Gelände- und Schneefahrzeuge
Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau zu Besuch beim Bergwacht-Fest
Simulierte Gondelbergung direkt über dem Festplatz
Volles Haus!

Neuer Festplatz beim 41. Bergwacht-Fest übertrifft Erwartungen

Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau zu Besuch

Dank großzügiger Unterstützung der Imbergbahn erhielt die Bergwacht Oberstaufen nicht nur einen neuen Rettungsstützpunkt in Steibis mit Garage für die Schneefahrzeuge, sondern auch einen neuen Festplatz vor der neuen Pistenwalzenhalle. Etwas oberhalb der Imbergbahn auf einem ebenen Platz mit freiem Blick ins grüne Alpgebiet und am Waldrand gelegen, war das traditionelle Fest ein Magnet für viele Einheimische und Gäste. Der Zuspruch und die Meinungen zum neuen Platz waren überwältigend positiv.

 Neben der bekannt guten Qualität der Küche kamen auch die Kinder zu Ihrem Spaß. Eine überdimensionale Hackschnitzel-Kiste mit 30cbm Hackschnitzel, gestiftet von der Steibinger Firma Zeidler, ließ alle Kinderherzen höher schlagen und die Mamis am Mütterstammtisch direkt daneben  in Ruhe ratschen. Auch an einen Kinderwagen-Parkplatz war gedacht. Vor der Kulisse des Imbergs und der Ausstellung aller Winterfahrzeuge wurde gegen 18.00 Uhr eine simulierte Gondelbergung aus luftiger Höhe direkt auf den Festplatz hinunter demonstriert. Die Gäste konnten von ihrem Tisch aus die Bergung interessiert verfolgen.

„Es ist unglaublich, was man durch ein gemeinsames Miteinander bewegen kann. Dieses Netzwerk aus Bahnen, Gemeinde, lokalen Firmen, Tombola-Sponsoren sowie Organisationen und Vereinen funktioniert bei uns in Oberstaufen bestens!“ resümieren Bergwacht-Chef Klausi Schädler und Thomas Lingg, Geschäftsführer der Imbergbahn, sichtlich bewegt den spannenden Tag am neuen Festplatz.

Der gesamte Erlös kommt der Staufner Bergwacht zu Gute und wird für Ausbildung, Rettungsmaterial und Nachwuchsarbeit verwendet.

 

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Hohe Auszeichnung für stv. Bereitschaftsleiter Armin Lingg

v. links: Innenminister Hermann, Armin Lingg und Norbert Heiland, Vorsitzender der Bergwacht Bayern sowie dessen 1. Stellvertreter Stefan Schneider
Armin Lingg (re.) als stv. Bereitschaftsleiter neben Kollege Klausi Schädler
Als junger Bursch bei der Bergwacht
Ingenieur & Organisationstalent Armin beim Aufbau des Bergwachtfestes
Schafkopfen mit lachenden Freunden ist Armins Leidenschaft: "Die lange Nacht des Schafkopfens am Staufner Haus"

Im Vierschimmelsaal der Münchner Residenz überreichte der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann die Leistungsauszeichnung in Silber an stellvertretenden Bereitschaftsleiter Armin Lingg.

In seiner Laudatio erläuterte Hermann, daß Armin Lingg seit 42 Jahren ununterbrochen als aktive Einsatzkraft bei der Bergwacht Oberstaufen aktiv und seit 2009 als stellvertretender Bereitschaftsleiter sowie Vertreter der Allgäuer Bergwacht im Vorstand des BRK Kreisverbandes Oberallgäu tätig ist.

Seine Berufserfahrung als entscheidungsfreudiger und verantwortungsvoller Ingenieur bringt er vorallem als Organisationschef des traditionellen Bergwacht-Festes ein. Nur durch diese Arbeit im Einsatzhintergrund zur Finanzierung und Sicherstellung der Infrastruktur können auch schwierige Einsätze von der Mannschaft gemeistert werden.

Seine kameradschaftliche Art, sein kooperativer Führungsstil und sein nie endender Humor gepaart mit der Fähigkeit, auch unangenehme Dinge sachlich an den Mann zu bringen, verschaffen ihm höchsten Respekt innerhalb der Mannschaft. Er denkt stets lösungsorinetiert und konfliktvermeidend. Seine Person und eigene Interessen stellt er stets in den Hintergrund, wenn es darum geht, Einsätze und Projekte voranzubringen. Seinen 60. Geburstag verbrachte er nicht zu Hause bei den geladenen Geburtstagsgästen, sondern auf einer Lawine am Hochgrat bei minus 18 Grad.

Seinen Humor demonstrierte er einmal mehr direkt nach der Laudatio von Innenminister Hermann, als er zur Überraschung aller Anwesenden das Wort ergriff und die versammelte Gästeschar spontan zum nächsten Bergwachtfest 2016 nach Steibis einlud. Der Innenminister schmunzelte und meinte: “Das war eine gelungene Einladung!“

 

 

BW Oberstaufen/Oktober 2015

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Neues Einsatzleiter-Fahrzeug

Gerade rechtzeitig zur Wintersaison ist das neue Einsatzleiter-Fahrzeug im Dezember 2014 eingetroffen. Der Allrad-Yeti von Skoda verfügt über eine umfangreiche Kommunikations-Ausstattung mit insgesamt 4 Funkgeräten, Arztrucksack, Defibrillator und Grundmaterial für den Ersteinsatz im alpinen Gelände. Er dient den Einsatzleitern der Staufner Bergwacht als fahrende Kommandozentrale.

Gerade mal gut 30 Jahre ist es  her und heute nicht mehr vorstellbar, daß man noch per Festnetztelefon alarmiert wurde, um dann zum Depot nach Oberstaufen zu fahren und eins von insgesamt drei Funkgeräten holte. Heute hat quasi jeder Bergretter sein eigenes Funkgerät und der diensthabende Einsatzleiter ein Fahrzeug mit kompletter Funkausstattung. Und die Entwicklung geht weiter: der neue Digitalfunk ist ebenfalls schon eingebaut.

Vielen Dank an die Bayerische Staatsregierung für die Beschaffung des Fahrzeugs.

Die Firma Ottinger Schneeketten aus Singen, langjähriger Förderer der Staufner Bergwacht, spendete spontan einen Satz Schneeketten für das neue Fahrzeug, wofür sich die gesamte Mannschaft recht herzlich bedankt.

 

 

/Dezember 2014

 

Hohe Auszeichnungen für Staufner Bergwächtler

Innenminister Herrmann (li.), Robert Kühnlein und Norbert Heiland, Vorsitzender der Bergwacht Bayern
Robert beim Einsatz in den Buchenegger Wasserfällen
Heini Malue mit der höchsten Auszeichnung der Bergwacht Bayern
Heini (2. v. li.) beim Erbebeneinsatz in der Türkei

Im Vierschimmelsaal der Münchner Residenz überreichte der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann die Leistungsauszeichnung in Silber an Robert Kühnlein und in Gold an Heini Malue.

Robert Kühnlein trat 1988 in die Bergwacht Oberstaufen ein. Schon früh engagierte er sich in der Lawinenhundestaffel der Bergwacht Allgäu bei Ausbildungsmaßnahmen und wurde schließlich Lawinenhundeführer. Mit seinem Lawinenhund Kai wurde er bei vielen schwierigen Lawineneinsätzen, Vermisstensuchen und auch bei einem Erdbebeneinsatz in der Türkei eingesetzt. Einen besonderen Erfolg konnte Robert Kühnlein im Februar 2001 verbuchen, als er und sein Hund einen Snowboarder fanden und retteten, der über 10 Stunden verschüttet war.

Als Rettungsassistent eignete sich Robert umfangreiches notfallmedizinisches Wissen an, für das er bei Ausbildungen wie auch bei Einsätzen sehr geschätzt wird. Robert Kühnlein ist seit vielen Jahren unermüdlich im Rettungsdienst tätigt, setzt nahezu seine gesamte Freizeit und seinen Urlaub dafür ein und übernimmt vorbehaltlos ständig Dienste als Bergretter und Einsatzleiter im Staufner Einsatzgebiet, wenn Kollegen verhindert sind. Er gilt weit über die Ortsgrenzen hinaus als kompetenter und stets hilfsbereiter wie auch allzeit verfügbarer Retter der fast ausschließlich für den Rettungsdienst lebt. In der Bergwacht Allgäu ist Robert seit vielen Jahren im Regionallehrteam tätig. Dort unterstützt er den Bereich Notfallmedizin bei sämtlichen Ausbildungslehrgängen.

Heini Malue erhielt die höchste Auszeichnung der Bergwacht Bayern, die Leistungsauszeichnung in Gold. Er hat  über Jahrzehnte hinweg die Hundearbeit in der Bergwacht Bayern und darüber hinaus geprägt. Als Leiter der Lawinenhundestaffel der Bergwacht Allgäu wirkte er bei der Organisation- und Ausbildung aber auch bei vielen schweren Einsätzen mit.
 Beispielsweise konnte er im Jahr 2001 mit seinem damaligen Hund Jocki einen jungen Snowboarder lebend aus einer Lawine retten. Im Jahr 1992 hat er mit seinem Hund bei einem ersten Erbebeneinsatz in der Türkei nach Überlebenden gesucht. Im Jahr 1999 leitet er die Einsatzmannschaft der Bergwacht Bayern die am Marmara-Meer erneut nach Menschen in eingestürzten Häusern suchte – viele Verschüttete konnten dabei geortet und etwa 15 aufgrund der Hinweise der Bergretter lebend gerettet werden.


Heini Malue leitete bis 2013 zwölf Jahre lang die Bergwacht Allgäu und vertrat ebenso lang die Bergwacht Bayern im Vorstand der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen. Er hat in mehr als vier Jahrzehnten in den Staufner Bergen gerettet oder die Einsatzeinheiten geführt und ist damit direkt und indirekt für die Rettung vieler Menschen verantwortlich.

BW Oberstaufen/April 2014

JUSTIZMINISTERIN MERK BEI DER STAUFNER BERGWACHT

Aufstieg
Einkehr
Dr. Beate Merk
Bergwacht-Quad
Abschied auf der Bergwacht-Hütte Hochbühl

Während eines Privatbesuchs erlebte die Bayer. Justizministerin Dr. Beate Merk einen Tag mit der Staufner Bergwacht. Nach einem Willkommensgruß von Bürgermeister Walter Grath am Bergwacht-Depot in Oberstaufen begab sie sich in die Obhut der Bergwachtler, die sie nach einem stärkenden Kaffee mit hausgemachtem Kuchen in der Unterlauch-Alpe auf dem "Luftigen Grat" über die Nagelfluhkette führten. Ein strahlender Sonnentag bescherte die ideale Kulisse für diesen Besuch.


Auf der Wanderung interessierte sich die Ministerin sehr für die Arbeit der Bergwacht und fragte gezielt nach Details: Einsatzbereitschaft im Ehrenamt, Motivation, Umgang mit schweren Erlebnissen, Freistellung durch die Arbeitgeber, rechtliche Fragen, Finanzierung und vieles andere mehr.

Beeindruckt war sie von der Einbindung und Wertschätzung der Bergwacht und ihren Mitgliedern bei der Staufner Bevölkerung sowie dem Miteinander zwischen Berghütten, Bahnen, Alphirten und Bergwacht. 

Lange hörte sie den jungen Bergwachtmännern Lukas Nägele und Simon Schneider zu, die von ihrer intensiven Ausbildung und ihren bisherigen Erlebnissen und Bergungen erzählten.  Stolz ist sie auf den Freistaat Bayern, der die Bergwacht nicht nur mit dankenden Worten, sondern auch mit Taten seit vielen Jahren unterstützt und somit eine langfristige und solide Basis für die Rettungsarbeit in den Bayerischen Bergen sichert.

Auf der Alpe Hörmoos, dem Elternhaus von Bergwachtmann Simon Schneider, gab es zum Abschluß eine Brotzeit, bevor Simon die Frau Ministerin auf dem Bergwacht-Quad ins Tal fuhr (siehe Bild). Ihren Kollegen in der Staatsregierung wird sie sicherlich sehr positiv von ihrem Ausflug nach Oberstaufen und der Bergwacht berichten.

BW Oberstaufen/August 2013

Ehrungen anlässlich der Jahres-Hauptversammlung 2013

Ehrungen gab es anläßlich der Jahreshauptversammlung der Bergwacht Oberstaufen am 8. März 2013 in der Hündle-Berggaststätte. Robert Kühnlein aus Thalkirchdorf (links) und Markus Dick aus Saneberg (2.v.links) wurden für 25 Jahre Tätigkeit mit dem silbernen Bergwachtabzeichen geehrt. Beide sind Stützen der Staufner Bergwacht in Sachen Einsatzleitung, Ausbildung und waren viele Jahre lang als Lawinenhundeführer tätig.

Erwin Weiß, ehemaliger Vorstand der Aktienbrauerei Kaufbeuren (3. v. links), zog in den letzten 40 Jahren vor allem die Fäden im Hintergrund. Bei allen großen Bauvorhaben und sonstigen Nöten ließ er seine weitreichenden Beziehungen zum Wohle der Bergwacht spielen. Von 2006 bis 2009 war er Bereitschaftsleiter. Ebenfalls 40 Jahre dabei und als großes Organisationstalent bekannt ist stellvertretender Bereitschaftsleiter Armin Lingg (2.v.rechts). Insbesondere die Veranstaltungen zur Kameradschaftspflege und das große alljährliche Bergwachtfest tragen seine Handschrift. Heini Malue (3.v.rechts) wurde von Bürgermeister Walter Grath mit der Bürgermedaille geehrt (siehe separater Bericht unten). Herzlichen Glückwunsch an alle Geehrten und ein herzliches Vergelts Gott für ihr ausdauerndes Engagement im Ehrenamt.

Bürgermedaille für Heini Malue

Aus den Händen von Bürgermeister Walter Grath erhielt Heini Malue im März 2013 die Bürgermedaille des Marktes Oberstaufen für sein überdurchschnittliches Engagement im Ehrenamt.

Seit 1967 ist Heini bei der Bergwacht aktiv, unter anderem in der Ausbildung und als Kassier. 14 Jahre war er Leiter der Lawinenhundestaffel Allgäu und seit 2001 ist er Leiter der Bergwacht-Region Allgäu. Für seine 12-jährige Tätigkeit im Vorstand der IKAR (Internationale Kommission für alpines Rettungswesen) ist er 2012 zum Ehrenmitglied ernannt worden. 

Die Lawinenkommssion Oberstaufen trägt seine Handschrift, da er seit 1977 deren Obmann ist.

Herzliche Gratulation und Vergelt's Gott für das langjährige Engagement.

BWO/ März 2013

Spende an die Bergwacht

Jedes Jahr kommt der Erlös aus dem Verkauf  von Kaffee und Kuchen anläßlich der Adventsausstellung im Färberhaus von "BLUMEN & GESCHENKE Ingrid Kapfer" einer sozialen Einrichtung in Oberstaufen zu Gute. Dieses Jahr ging eine Spende von € 400.-- an die Staufner Bergwacht. Standesgemäß überreichte die begeisterte Skifahrerin Ingrid Kapfer ihre Spende auf dem Hochgrat an Bergwachtchef Klausi Schädler. Herzlichen Dank.

BWO/ Januar 2013

Übung: Gondelbergung an der neuen Hündlebahn

Bergung im unteren Bereich der Hündle-Bahn
Der Retter kommt als letzter zurück auf den Boden

Berge-Übung zur Erlangung der Betriebsgenehmigung für die neue 8er-Gondelbahn

Als Abschluß der einwöchigen sicherheitstechnischen Prüfung zur Erlangung der Betriebsgenehmigung durch das Institut für Fördertechnik der Uni Stuttgart sowie die staatliche Seilbahnaufsicht führte die Hündlebahn mit der Bergwacht und dem BRK eine Bergeübung zur Evakuierung der Gondelbahn durch. Angenommen wurde ein Stillstand aufgrund technischem Defekt,  mehrere Gondeln mit teilweise bis zu 8 Passagieren besetzt, galt es aus der stehenden Bahn zu bergen und ins Tal zu verbringen. Die Bergwachten Oberstaufen und Immenstadt übernahmen in bereits seit Jahren sehr enger Kooperation die Aufgabe der Bergung. Mit Motorschlitten und Pistenwalzen wurden die Retter zu den bis zu 28m hohen Stützen gefahren. Nach Aufstieg hängt sich ein Retter mittels einer Fahrrolle auf dem Bahnseil ein, der zweite läßt ihn an einem Seil gesichert bis zur ersten Gondel ab. Zum Einsatz kommt ein von der Bergwacht standardisiertes und bayernweit einheitliches Rettungssystem. Auf der Gondel angekommen wird die Türe geöffnet, der Retter steigt in die Kabine, zieht den Passagieren einen Gurt an und läßt sie langsam auf den Boden ab. An der Talstation angekommen werden die Passagieren von der Sonder-Einsatz-Gruppe des Staufner Roten Kreuzes empfangen, registriert und in einer warmen Stube mit Tee versorgt. 

Das nasskalte Wetter sowie die Bergung im höchsten und steilsten Bahnbereich erforderte umsichtige Arbeiten. Einsatzleiter Daniel Heim sowie Bahn-Betriebsleiter Tobi Moritz verstanden es, den Einsatz ruhig und effizient abzuwickeln, was Dirk Moll vom IFT und Christoph Bos von der Seilbahnaufsicht in der Abschlußbesprechung besonders hervorhoben: "Bestnote 1+ für Bergwacht und Rotes Kreuz für die umsichtige, sichere und wohldurchdachte Bergung." Geschäftsführer Thomas Lingg bedankte sich ebenfalls und hob den ruhigen Ablauf hervor.  Stolz waren die Retter auf ihren jüngsten Bergetrupp, die nach jahrelangem Training im höchsten und steilsten Bergeabschnitt zwei Gondeln souverän leerten.


"Der Einsatz am Tegelberg letztes Jahr lehrte uns, daß die größte Aufgabe nicht in der Bergung selbst liegt" gibt  Bereitschaftsleiter Klausi Schädler zu bedenken. "Die schwierigste Aufgabe wird darin bestehen, den Rettern ein ruhiges Arbeitsumfeld für eine sichere Rettung zu gewährleisten. Schaulistige, Angehörige, Live-Streams in Facebook und You-Tube sowie Presse und Fernsehen zu kanalisieren wird eine vordringliche Aufgabe für die Einsatzleitung sein!" Und so hat die Bergwacht  nicht nur die eigentliche Bergung auf ihrer Alarmierungs-Checkliste stehen, sondern auch Mittel und Personal zur Koordination mit Polizei, Alpine Einsatzgruppe der Polizei und Feuerwehr.

Aus eigener Erfahrung berichtet Schädler, daß 80 Anrufe innerhalb von 2 Stunden auf seiner Mailbox wegen eines Lawinenabgangs, Bilder und Livestreams von Smartphones innerhalb von Minuten im Internet sowie Staus und Auffahrunfälle auf der B 308 an der Hündlebahn wegen eines Hubschraubereinsatzes auf der Piste die Arbeit der Einsatzleitung nicht erleichtern.

An der Übung beteiligt waren 20 Einsatzkräfte der Bergwachten Oberstaufen und Immenstadt sowie 6 Mitglieder der Sonder-Einsatzgruppe des Roten Kreuzes

BW Oberstaufen/Dezember 2012

Spende an die Bergwacht

Anlässlich des 11-jährigen Bestehens des "Schnaps-Kabinett Oberstaufen" der Fa. Penninger fanden zahlreiche Veranstaltungen statt. Unter anderem mischte der bekannte Show-Barmixer "Robin Neumann" leckere Cocktails, deren Verkaufserlös der Bergwacht Oberstaufen zu Gute kam. So konnte Geschäftsführerin Birgit Metz (siehe Bild Mitte) insgesamt 300.—EUR an die Staufner Bergretter überreichen. Christian Heidrich (links)  und Klausi Schädler bedanken sich auf dem Bild ganz herzlich bei Birgit März und der Fa. Penninger für die Spende, die der Nachwuchsförderung dienen soll. Vergelt’s Gott.

BWO/Juni 2012

Gratulation

Lukas Nägele (li.), Jasmin Heidrich und Simon Schneider haben auf dem einwöchigen Sommer-Rettungs-Lehrgang im Juni 2012 auf dem Prinz Luitpold-Haus unterm Hochvogel ihre dreijährige Ausbildung zur voll ausgebildeten Aktiven Einsatz-Kraft der Bergwacht bgeschlossen.

Die gesamte Staufner Bergwacht freut sich, diese drei jungen Bergretter als eigenverantwortliche Einsatzkräfte in die Mannschaft zu integrieren.

Dank an die drei für ihren unermüdlichen Einsatz während den letzten drei Jahren mit insgesamt 7 Lehrgängen und mehr als 15 Einzelprüfungen.

 

Auch Interesse an einer breitgefächerten und interessanten Ausbildung?

- Kraxeln lernen
- Skifahren beherrschen bei jedem Schnee
- Retten in jedem Gelände

 

Dann bitte hier weiterlesen oder Kontakt aufnehmen  --> BL(at)bergwacht-oberstaufen.de

Baumbergungen

Was haben Baumbergungen mit der Bergwacht zu tun?

Bei Gleitschirm- und Drachenflug-Sportlern kommt es immer wieder mal zu Notlandungen außerhalb der geplanten Landeplätze. Dabei sind in den letzten 25 Jahren rund um Oberstaufen einige Piloten unfreiwillig in hohen Bäumen gelandet. Verletzt und unverletzt wurden sie dann in aufwändigen Rettungsaktionen auf den Boden zurückgeholt.

Um diese Aktionen effizienter und sicherer zu machen hat die Bergwacht Oberstaufen seit 2011 ein standardisiertes Rettungsset im Einsatz. Mittels Baum-Steigeisen, speziellen Gurten und Schlingen gelangt man auf die höchsten Bäume, selbst wenn keine Äste vorhanden sind.

Das Bild unten entstand bei einer Übung Anfang Juni 2012. Dunkelheit und Nieselregen machten die Bergung nicht unbedingt einfacher für den Retter. Aber nur mit permamnenter Aus- und Fortbildung, selbst unter widrigen Bedingungen, kann eine sichere Rettungsaktion -für Verunglückte und Retter- durchgeführt werden.

BWO/1.06.2012

Ehrungen für 40 und 25 Jahre aktiven Bergwacht-Dienst

Ehrungen bei der Jahres-Hauptversammlung: Walter Hummel (li., 40 Jahre) und Andreas Buhl (25 Jahre)

Jahres-Hauptversammlung der Bergwacht Oberstaufen am 16.03.2012

Anläßlich der Jahres-Hauptversammlung 2012 im Kreuz in Steibis konnten Walter Hummel für 40 Jahre und Andreas Buhl für 25 Jahre aktiven Dienst bei der Bergwacht Oberstaufen geehrt werden.

Walter Hummel -"Waldi"- ist seit 40 Jahren eine zuverlässige und stets humorvolle Stütze der Staufer Bergwacht. Er brachte sich über viele Jahre als Ausbildungsleiter und stellvertretender Bereitschaftsleiter mit fundiertem alpinen Fachwissen und motivierend aktiv ein. Seit 2009 bekleidet er mit großem Sachverstand und Weitsicht das Amt des Revisors.

Beim alljährlichen Bergwacht-Fest ist der Grill- und Pommes-Stand seit vielen Jahren fest in den Händen von Waldi und seinen Töchtern. Seine Ehefrau Lisa ist die Glücksfee am Tombolastand. Bei der Ehrung kam so manche alte Geschichte von Waldi zum Vorschein, angefangen von seinen vielen und schwierigen Berg- und Skitouren über einen Spaltensturz bis hin zu lustigen Anekdoten aus seinem Bergwachtleben, denn wo Waldi auftaucht ist immer für Humor gesorgt. Auch heute noch ist er aktiv im Einsatzgeschehen dabei. Insbesondere auf Ski ist ihm keine Abfahrt oder Rinne zu steil, egal ob bei Tag oder bei Nacht. Für den Nachwuchs ist er stets ein Vorbild.

Schlußwort aus der Laudatio des Bereitschaftsleiters: "Waldi, du bist die ideale Kombination aus freundlich-humorvoller Lockerheit gepaart mit Ernsthaftigkeit und Zuverlässigkeit im Einsatz. Wenn es darauf ankommt, packst du konzentriert und kompromißlos zu. Auf dich ist Verlaß, im Einsatz wie beim Hock danach: ein allgäuer Paradebeispiel für einen Bergwacht-Kameraden!"

Andreas Buhl ist vom Herzen her ein Bergwächtler durch und durch und dank seiner jugendhaften Art ein beliebter Kamerad. Aufgrund seiner beruflichen Karriere -früher Hubschrauberpilot bei der Bundeswehr und heute Ingenieur in einer Managementposition in der Luftfahrtindustrie- konnte er sich leider nicht immer so aktiv einbringen, wie er selber gerne wollte. Wenn es aber darauf ankommt, dann ist er da. Beim alljährlichen Bergwacht-Fest ist er der Haxenprofi und hat eine Computertabelle zur optimalen Ausnutzung des Haxenofens entwickelt. Ein ganz besonderes Erlebnis für seine Kameraden waren die Hubschauberübungen mit ihm: bei Winchmanövern saß der eigene Bergwacht-Kamerad am Steuerknüppel des Hubschraubers!

Bezeichnend seine Worte nach der Laudatio an die Mannschaft: "Bei der Bergwacht habe ich für's Leben gelernt und empfehle allen Jungen: zieht die Bergwachtausbildung und Lehrgänge durch, ihr werdet ein Leben lang davon profitieren!"

Herzlichen Glückwunsch den beiden Jubilaren, wir freuen uns weiterhin auf einen aktiven Dienst mit Euch.

BWO/März 2012

Waldi nach einer Bergung in der Farnach im Sommer 2011
Andi war Hubschrauberpilot bei der Bundeswehr
Die Geehrten mit den Absolventen des letzten Winterrettungs-Lehrgangs Jasmin Heidrich (li), Simon Schneider und Lukas Nägele

Einsatzübung mit der Bundeswehr

"Briefing" vor Herbstkulisse

Absetzen mit Bergesack

Die Bergwachten Oberstaufen, Immenstadt und Sonthofen übten mit einem Hubschrauber des LTG 61 der Bundeswehr die Bergung von Verletzten.

Ausgangspunkt war die Alpe Wied in der Nähe der SKIARENA bei Oberstaufen. Übungsziel war das Absetzen von Rettern an zwei fiktiven Unfallorten im Steilgelände an der Fluh-Nordseite, Versorgung der Patienten im Bergesack und anschließendes aufwinchen in den Hubschrauber. Dank einer straffen Organisation konnten die zwei Stunden reine Flugzeit vor Ort intensiv genuzt und insgesamt 9 Rettungseinsätze geflogen werden. Bundeswehr-Crew und Bergwacht-Mannschaft waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Reale Übungen mit dem Hubschrauber im Gelände sind für das Zusammenspiel von Rettungsmannschaft und Besatzung unerläßlich und dienen in erster Linie der Sicherheit für alle Beteiligten.

Vielen Dank an den Grundstückseigentümer Franz Rüscher, der nicht nur das Grundstück, sondern auch seine eigens eingeheizte Alphütte für die Nachbesprechung zur Verfügung stellte.

BWO/November 2011

BW Immenstadt
BW Sonthofen

Abschied von Bene Haggenmüller

+ Bene Haggenmüller (1925-2011) bei der Bergmesse auf Hochwies im Oktober 2010
..und als junger Bergretter in Dienstkleidung

In einer bewegenden Abschiedszeremonie wurde der Gründer der Bergwacht Oberstaufen von seinen Kameraden unter großer Anteilnahme der Staufner Bevölkerung und verschiedener Vereine am 19.08.2011 in seinem geliebten Heimatort zu Grabe getragen.

Pfarrer Dr. Netzer verstand es, den mit 86 Jahren Verstorbenen in einer sehr persönlichen, tiefgehenden und treffenden Charakterisierung im Gottesdienst zu würdigen. Umrahmt wurde der feierliche Gottesdienst von der Finkengruppe und Frau Volland, am Grab spielte eine Abordnung der Blaskapelle Oberstaufen.

Rudl Gantner, stv. Landesleiter der Bergwacht Bayern, würdigte Benes Verdienste für die Bergwacht in den letzten 70 Jahren. Er war Träger der Leistungsauszeichnungen in Silber und Gold. Das Bild von der "Bergrettung mit dem Holzfuß" sage über Bene mehr aus als alles andere. Im 2. Weltkrieg verlor er ein Bein und engagierte sich trotz dieser Einschränkung mit größtem Engagement, starkem Willen und Durchhaltevermögen in der Bergwacht und den örtlichen Vereinen. Mit einer Beinprothese fuhr er Ski und machte Rettungseinsätze, mit Krücken war er in den Bergen unterwegs und bestieg unter anderem den Bockkarkopf in Oberstdorf.

1946 leitete er mit einer Handvoll Gleichgesinnten die Wiedergründung der Bergwacht Oberstaufen nach dem Krieg ein. Als Bereitschaftsleiter, Ideengeber und unermüdliche Triebfeder baute er die Rettung in den Staufner Bergen und Skigebieten aus.  So zum Beispiel die Bergwachthütte Hochbühl, die heute noch im Zentrum der Winteraktivitäten steht. In den fünfziger Jahren installierte  er im Keller der Hütte eine Seilwinde, damit die Akjas mit Patienten vom Falken kommend das Lanzenbacher Loch heraufgezogen werden konnten.

Bene hat in Oberstaufen nicht nur Spuren, sondern bleibende Werte zum Wohl der Allgemeinheit hinterlassen.  Seine herzliche Kameradschaft, sein besonderer Bezug zur Jugend und sein gelebter starker Wille wird für alle Bergwächtler Vorbild bleiben.

Bene, mir lond it luck!

Horrido, deine Bergwachtkameraden

Oberstaufen, im August 2011

Neuer Gore-Tex Regenanzug

Ausbildungsleiter Wolfgang Berkmann bei der Sommerausbildung im strömenden Regen in der großen Hornschlucht am Rindalphorn. Der neue Regenanzug aus Gore-Tex bewährte sich bestens. Die Firma Gore ist strategischer Partner der Bergwacht Bayern. Zusammen entwickelt man speziell auf den Bergrettungs-Einsatz maßgeschneiderte Kleidung unter Verwendung der besten Materialien. Unsere Mannschaft ist uns das Wert! Und dank der strategischen Partnerschaft zu erschwinglichen Preisen.

 

BWO/Juli 2011

DEFI am Staufner Haus

Dank großzügiger Spenden der Meckatzer Löwenbräu, der Sparkasse Allgäu, des DAV und des Hüttenwirtes konnte ein Defibrillator zur Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Standort am Staufner Haus angeschafft werden.

Medizinausbilder Robert Kühnlein (rechts) und Hüttenwirt Christoph Erd freuen sich über die sinnvolle Stationierung an der stark frequentierten Hütte.

Vergelt’s Gott den Sponsoren, die sich wiederholt für die Belange in unserer Heimat engagieren.

Ehrungen für 40 Jahre aktiven Bergwacht-Dienst

Ehrungen bei der Jahres-Hauptversammlung: (v.li.) Stellvertr. Bereitschaftsleiter Armin Lingg, Friedl Hummel, Bertl Blenk und Bereitschaftsleiter Klausi Schädler

Anläßlich der Jahres-Hauptversammlung 2011 in der Festhalle in Steibis konnten Friedl Hummel und Bertl Blenk für 40 Jahre Mitgliedschaft bei der Bergwacht Oberstaufen geehrt werden.

Friedl Hummel ist seit 40 Jahren eine stabile Stütze, der im Hintergrund dafür sorgte, daß die Bereitschaft läuft. Neben seinem Bergwacht-Dienst brachte er sich über viele Jahre unter anderem als Schriftführer, Kassier und stellvertretender Bereitschaftsleiter aktiv ein. Bei jedem Umbau steht er zuverlässig zur Stelle und ist sich für keine Tätigkeit zu schade. Begeistern konnte er seine Kinder Anna und Moritz, die ebenfalls seit vielen Jahren als aktive Einsatzkräfte bei der Staufner Bergwacht tätig sind. Bei so viel Bergwacht in der Familie war es klar, daß auch Schwiegersohn Fabl  aktiv dabei ist.

Bertl Blenk war von Beginn an sehr stark in das Einsatzgeschehen der Bergwacht Oberstaufen involviert. Als Fahrzeugwart, Einsatzleiter und erster Staufner Skiwächtler seit Anfang der 80er Jahre  brachte er es auf mehr als 1.000 Einsätze in den letzten 40 Jahren. Seine Spezialität ist die medizinische Versorgung der Patienten. Bekannt ist er für seine knorrigen Sprüche und trockenen Humor.

Herzlichen Glückwunsch den beiden Thalern, wir freuen uns weiterhin auf einen aktiven Dienst mit Euch.

BWO/März 2011

Fluggerätemechaniker-Azubi Ruth und Ausbilder Friedhelm Wiedemann vor dem EUROCOPTER-Hubschrauber Christoph 17
Andreas Tauser, Oberstdorfer Bergwacht-Chef, auf dem Seelekopf bei Oberstaufen
Gegenbesuch am Fellhorn bei Oberstdorf: Luggi Lacher und Pius Geiger im Einsatz abseits der Piste

Bergwacht Erfahrungs-Austausch

Einen regen Erfahrungsaustausch gab es bei der Staufner Bergwacht Anfang Februar 2010. Die medizinische Flugbesatzung von Rettungshubschrauber Christoph 17 aus Kempten absolvierte unter der Leitung von Bergwachtmann Daniel Heim ihre jährliche Lawinenfortbildung am Imberg. Während der Fortbildung wurden die anwesenden Notärzte zweimal zu schwerverletzten Personen hinzugerufen.  

Von der Firma EUROCOPTER aus Donauwörth, dem größten Hersteller von Zivil- und Rettungshubschraubern weltweit, waren neun Fluggerätemechaniker-Azubis und ihr Ausbilder Friedhelm Wiedemann auf der Bergwachthütte Hochbühl. Ein besonderes Erlebnis für die Nachwuchs-Mechaniker war sicherlich der Live-Einsatz eines EUROCOPTER-Hubschraubers in der Skiarena Steibis, nämlich Christoph 17 aus Kempten (siehe Bild).

Gerhard Opperer, Geschäftsführer der Bergwacht Bayern, informierte auf Einladung von Regionalleiter Heini Malue in der Festhalle in Steibis die Bereitschaftstleiter der Bergwacht-Region Allgäu über die neuesten Entwicklungen und Zukunftspläne für die Bergrettung in Bayern.

Die Lawinenhundestaffel Allgäu absolvierte ihren einwöchigen Lehrgang zur Aus- und Weiterbildung von Lawinenhunden in Steibis.

Und schließlich durchquerten die Bereitschaftsleitungen der Bergwacht Oberstdorf und Oberstaufen auf Tourenski das Einsatzgebiet vom Hochgrat über die Nagelfluhkette zur Skiarena. Neben dem Austausch von Erfahrungen in punkto Ausrüstung und Rettungs-Organisation stand auch eine hochalpine Ski-Abfahrt durch die Nordflanke des Einegundkopfes auf dem Programm. Die abendliche Vorführung von LED-Lampen mit Lithium-Ionen-Akkus der neuesten Generation machte die Nacht zum Tag und rundete den Erfahrungsaustausch ab.

Der Gegenbesuch in Oberstdorf fand zwei Wochen später am Fellhorn statt. Stellvertretender Bereitschaftsleiter und Skiwachtmann Luggi Lacher berichtete aus seiner langjährigen Erfahrung am Fellhorn. 

60 Jahre Bergwachthütte Hochbühl

Aquarell der Bergwachthütte Hochbühl von Hans Lingg aus dem Winter 1951
Mit der Geschichte der Bergwachthütte Hochbühl eng verbunden: die Alt-Bereitschaftsleiter Benno Haggenmüller (li) und Wolfgang Lewandowski.

 

Auf den Tag genau 60 Jahre nach der Einweihung der Bergwachthütte Hochbühl im Jahr 1950 blickte die Mannschaft der Staufner Bergwacht am 8.10.  auf die Anfänge der Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg zurück.

Alt-Bereitschaftsleiter Benno Haggenmüller  -Motor der Staufner Bergwacht nach dem Krieg-  erlebte damals die rasante Entwicklung im Ski- und Bergsport am eigenen Leibe: im Berichtsjahr 1949/50 wurden am Imberg und Falken bereits 93 Personen mit Verletzungen versorgt und im Holzakja von Hand abtransportiert.

Mit höchstem Engagement, allgäuer Verhandlungsgeschick und einer gesunden Portion Dreistigkeit erstellte er zusammen mit seinen Kameraden die dringend notwendig gewordene Diensthütte.  Aus den alten Unterlagen tauchten neben dem Original-Kaufvertrag der gebrauchten Hütte rhetorisch geschliffene Bittbriefe bis an Bundeskanzler Adenauer auf.

1995 wurde die mittlerweile baufällig gewordene Hütte unter dem damaligen Bereitschaftsleiter Wolfgang Lewandowski neu erstellt.

Der Standort wurde bereits 1950 sehr vorausschauend gewählt, da die Hütte noch heute im Zentrum der Einsatzaktivitäten der Staufner Bergwacht steht.

 

BWO/Oktober 2010

JUBILÄUM DES AUSBILDUNGSLEITERS

Mit großem Können und Erfahrungsschatz leitet Wolfgang Berkmann (links) seit 10 Jahren die Ausbildung bei der Staufner Bergwacht. Anläßlich einer Übung – wie könnte es anders sein- überreichte ihm Dr. Herbert Mayer mit humorvollen Worten des Dankes ein Präsent der gesamten Mannschaft.

BWO/Mai 2010

2 Mann = 90 Jahre Bergwacht-Erfahrung

Ehrungen bei der Jahres-Hauptversammlung: (v.li.) Bereitschaftsleiter Klausi Schädler, Günter Appelt (40 jahre), Sigi Blank (50 Jahre), stv. BL Armin Lingg

Anläßlich der Jahres-Hauptversammlung 2010 standen zwei ganz besondere Ehrungen an:

Günter Appelt (2.v.li.) wurde für 40 Jahre aktiven Bergwachtdienst geehrt. Der gelernte Schreiner und Zimmermann ist nach wie vor Hüttenwart auf der Bergwacht-Hütte Hochbühl und wacht mit Argusaugen über unser Schmuckstück in den Bergen.

Sigi Blank (2.v.re.) ist im wahrsten Sinne des Wortes seit 50 Jahren aktiv bei der Bergwacht Oberstaufen. Annähernd 1.000 Einsätze, 20 Jahre lang stv. Bereitschaftsleiter, Einsatzleiter, Luftretter, Ausbilder .... Sigi durchlief fast alle Positionen der Bergwacht.

Nebenbei war er noch 25 Jahre lang Kommandant der Feuerwehr Thalkirchdorf und in der Vorstandschaft des Sportclubs.

Die silberne Leistungsauszeichnung der Bergwacht Bayern erhielt Sigi bereits 1987 für seine aktive Rolle beim Neubau der Bergrettungswache Oberstaufen.

Für seine Lebensleistung im Ehrenamt für Bergwacht, Feuerwehr und Sportclub erhielt er aus der Hand des ersten Bürgermeisters Walter Grath die höchste Auszeichnung der Gemeinde: die Bürgermedaille des Marktes Oberstaufen.

Herzlichen Glückwunsch den beiden Jubilaren. Wir freuen uns weiterhin auf einen aktiven Dienst mit Euch.

Vergelt's Gott allen Rucksack-Paten

Im Sommer  2009 fanden sich 100 Rucksack-Paten, die durch ihren finanziellen Beitrag die Beschaffung von neuen Einsatzrucksäcken ermöglichten. Zwischenzeitlich haben sich die neuen rucksäcke hervorragend bewährt. Die Bilder entstanden am  Hochgrat-Gipfel bei minus 19 Grad (oben) und im Weißachtobel bei plus 31 Grad (unten). Die gesamte Mannschaft der Staufner Bergwacht bedankt sich bei allen Rucksack-Paten ganz herzlich für die Unterstützung.

Im Januar 2010 berichtete On3-Süwild, die Jugendsendung des Bayerischen Rundfunks eine Woche lang live aus Oberstaufen.

Gezeigt wurde u.a. eine Reportage über den Staufner Bergwacht-Nachwuchs sowie Informationen zum Thema Freeriden abseits der gesicherten pisten.

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Bergeübung an der neuen Bahn "Fluh-Express"

Unter den strengen Augen der Überwachungsbehörden und den technischen Sachverständigen der Uni Stuttgart findet Anfang Dezember 2009 die Abnahme der neuen 6er-Sesselbahn "Fluh-Express" in Steibis bei Oberstaufen statt.

Eine Bergeübung unter möglichst realistischen Bedingungen gehört zur sicherheitstechnischen Abnahme, woraus eine herausfordernde Aufgabenstellung resultierte:

- Neue Bahn
- Neuer Bahn-Typ
- Dunkelheit
- Schneesturm

Dank des standardisierten Bergesystems der Bergwacht Bayern und der Erfahrung aus über 30 Jahren Bergeübungen an Gondel- und Sesselbahnen verlief die Übung zur besten Zufriedenheit aller Teilnehmer und Beobachter.

Der "Fluh-Espress" ist die modernste 6er-Sesselbahn Deutschlands mit Haube, Sitzheizung und neuartigem Sicherheits-Schließsystem.

Auf den Gipfeln der Gleichberechtigung

Jana Sinram von der größten deutschen Tageszeitung, der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung), begleitete ein Wochenende lang Bergretterin Tanja Diem. Ihren halbseitigen Bericht in der FAZ und das Video über die Einsatzleiterin und Lawinen-Hundeführerin der Bergwacht Oberstaufen können Sie unter www.faz.net/bergwacht sehen.

Alphirte Jodok Nenning übernimmt Rucksack-Patenschaft

Anläßlich des Bergwacht-Festes übernahm Alphirte Jodok Nenning von der Alpe Häuslers Gschwend die Patenschaft für einen neuen Einsatzrucksack. Bereitschaftsleiter Klausi Schädler freute sich riesig über das Engagement des Hirten und überreichte die exclusiv- limitierte und numerierte Paten-Tasse mit Zertifikat, Förderer-Aufkleber und das neue Bergwacht Blättle.


Nach der morgendlichen Viehrunde wird Jodok einen Kaffee aus der Patentasse genießen und im Blättle lesen.

Ausbildung in 2009 abgeschlossen

Christoph Berkmann, Markus Köllmayer und Moritz Schädler (v.li.) haben ihre rund dreijährige Ausbildung zum Bergwachtmann mit Erfolg abgeschlossen. Sie sind nun aktive Einsatzkräfte der Staufner Bergwacht und führen zusammen mit ihren Kameraden Einsätze eigenverantwortlich durch. Herzlichen Glückwunsch!

 

280 Mal rückten die Staufner Bergwächtler im vergangenen Winter aus. Lesen Sie hier die Zusammenfassung.

Jahres-Hauptversammlung der Bergwacht Oberstaufen

Bürgermeister Walter Grath (2.v.l.) und Heini Malue (rechts) bedanken sich bei Erwin Weiß (Mitte) und gratulieren der neuen Bereitschaftsleitung mit Klausi Schädler (li.) und Stellvertreter Armin Lingg (2.v.re.)

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Staufner Bergwacht im Auwinkel in Steibis berichtete Bereitschaftsleiter Erwin Weiß von einem arbeitsreichen Jahr 2008 mit insgesamt 314 Einsätzen (Winter 266/Sommer 48) und 58 Erste-Hilfe-Leistungen.

Im Ausbildungsbericht ging Wolfgang Berkmann auf die umfangreiche Aus- und Fortbildung der über 40 aktiven Einsatzkräfte ein (25 Ausbildungstermine, Sommer und Winterübung, Gondelbergungen an der Imberg- und Hochgratbahn). Kassier Peter Baldauf legte geordnete Finanzen vor, die von den Revisoren geprüft und ohne Beanstandungen gutgeheißen wurden. Der gesamten Vorstandschaft wurde einstimmig die Entlastung erteilt. Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde Wolfram Riechert aus Thalkirchdorf geehrt, 25 Jahre sind die Steibinger Einsatzleiter Josef Matt und Christian Heidrich in der Bergwacht Oberstaufen.

Bei den turnusmäßigen Neuwahlen stellte sich Bereitschaftsleiter Erwin Weiß und Stellvertreterin Tanja Diem aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl. Die Wahlen ergaben folgendes Ergebnis: neuer Bereitschaftsleiter Klausi Schädler, Stellvertreter Armin Lingg, Revisoren: Waldi Hummel und Peter Baldauf.

Heini Malue, Regionalleiter der Bergwacht Allgäu, bedankte sich im Namen der Bergwacht Bayern für die geleistete Arbeit und den hohen Ausbildungsstand, der insbesondere beim großen Lawinenabgang in der Farnach im Februar 2008 unter Beweis gestellt wurde. Bürgermeister Walter Grath bedankte sich im Namen der Marktgemeinde und betonte, daß ein funktionierender Rettungsdienst für eine Tourismus-Infrastruktur wie in Oberstaufen unverzichtbar ist.

Zum Abschluß gab es Dank und symbolträchtige Geschenke für den scheidenden Bereitschaftsleiter Erwin Weiß, der seit 2006 die Staufner Bergwacht leitete.

BW Oberstaufen/April 2009

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