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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Gründung der Bergwacht Bayern

Als 1920 die Bergwacht ins Leben gerufen wurde, stand der Erhalt der Landschaft und der Alpenflora im Vordergrund. Mit Zunahme des alpinen Tourismus nahm auch die Zerstörung der Tier- und Pflanzenwelt immer größere Ausmaße an, durch eine Art „Sittenwacht“ im Gebirge sollte dem Einhalt geboten werden. Da aber auch immer mehr Bergsteiger dem Berg zu Opfer fielen kam 1923 der Gebirgsunfalldienst hinzu, wodurch nun auch die Bergrettung Aufgabe der Bergwacht war. In den Kriegsjahren  war die Bergwacht gezwungen, ihre Aufgaben dem militärischem Einsatz anzupassen und so kam es dass, die Bergwacht oft auch abgeschossene Bomberbesatzungen aus dem Hochgebirge barg. Nach dem Krieg 1945 wurde die Bergwacht und der Gebirgsunfalldienst dem Roten Kreuz angegliedert.

Gründung des Bergwachtzuges Wallgau-Krün 1946

Erstes Bergwachtdepot 1961

Am 2. Juli 1946 trafen sich 16 Gleichgesinnte mit Franz Holzer (Fischer Franz) unter Beisein von Dr. Gottfried Neureuther, Toni Ostler und Felix Sauter um den Bergwachtzug Wallgau-Krün in der Bergwachtbereitschaft Garmisch-Partenkirchen zu gründen. Seit dieser Gründungsversammlung treffen sich die Ka­meraden regelmäßig einmal in der Woche. Noch im Gründungsjahr beantragte der Bergwachtzug Wallgau-Krün den Neu­bau einer Diensthütte am Soiern, wel­cher jedoch vom Forstamt Mittenwald abgelehnt wurde. Das Forstamt machte den Vorschlag, das untere Soiernhaus, das früher als Pferdestall (Erbauung der Hütte 1866 durch König Ludwig II. von Bayern) genutzt wurde, auszubauen. So wurde noch im selben Jahr begonnen, die zum Teil verfallene Hütte zu renovieren und auszubauen. Aber erst 3 Jahre später kam mit der Alpenvereinssektion Hochland, welche die Soiernhäuser vom Forst gepachtet hatte, ein Pachtvertrag zustande. Die Diensthütte ist seither im Sommer jedes Wochenende von der Berg­wacht besetzt. Auch im Tal wurde für das Rettungsgerät ein Raum notwendig. Das erste Depot war im Speicher der Schupf vom Kriner Franz (Ferienglück). 1959 ent­stand die erste eigene Gerätehütte auf dem Grundstück vom Schwarzenberger Hans. Nach 2 Jahren konnte sie dann auf Gemeindegrund, heu­tige Edelweißstraße ver­setzt werden. Da es inzwi­schen mehr Krüner als Wallgauer Bergwachtler waren, wurde im Jahre 1963 der Bergwachtzug Wallgau-Krün in Berg­wachtzug Krün umbe­nannt.

Anlegen einer Kramerschiene & Abseilübung 1957

Das mobile Zeitalter beginnt

Nachdem bis dato alle Einsätze und Aktionen zu Fuß, mit dem privaten PKW und Motorrad durchgeführt werden mussten, begann 1968 mit der Anschaffung eines DKW Jeeps das mobile Zeitalter.

Um Einsätze und Suchaktionen besser durchführen zu können, wurden ebenfalls aus eigenen Mitteln die ersten Funkgeräte ange­schafft.

Nach intensiven Verhand­lungen mit Forstdirektor Dr. Jobst durch unseren da­maligen Zugführer Hans Schwarzenberger konnte 1972 im Gries ein Grund­stück gepachtet werden. Unter Federführung vom Hans wurde das Geräte­haus geplant und 1973 in­nerhalb  von 3 Monaten durch die Mitglieder des Bergwachtzuges in Eigenleistung errichtet.

Die Bergwacht war ab der 1960er Jahre auch in der Luft unterwegs, wodurch nun die Luftrettung und jährliche Übungen mit der Bundeswehr zur Ausbildung hinzukamen.

 

Gründung der Bereitschaft Krün

Übung am Seinskopf 1968

Im Einverneh­men mit der Bergwachtbereitschaft Garmisch-Partenkirchen wurde am 5. 7. 1973 der Bergwachtzug Krün zur eigenständigen Bergwachtbereitschaft ernannt. Die Zu­gehörigkeit zur Winterdienstgemeinschaft Garmisch-Partenkirchen blieb damit aber auch weiterhin bestehen. Ein von einer Münchner Brauerei gestifteter ge­brauchter „Ami-Jeep" er­setzte 1973 den repara­turbedürftigen DKW-Jeep. Dieser wiederum mußte 1975 von einem neuen Land Rover abgelöst wer­den, wobei von der jun­gen Bereitschaft Krün ein Betrag von 10,000,- DM zugezahlt wurde.

Ständige Erweiterungen und Modernisierungen

Hebauf am Depot 1983

Da für die wachsende Zahl   der  Aufgaben   und
Geräte   das   Gerätehaus zu   klein   geworden   war, entschloss man sich  1983 eine    Erweiterung    vorzu­nehmen.  Nach  ca.  4500 Arbeitsstunden und 30,000,- DM   Eigenbeteiligung wurde aus einem Gerätehaus ein schönes und allen Bedürfnis­sen gerechtes Bergwachthaus. Die Diensthütte am Soiernsee ist durch Umbauten und Erweiterungen ein wichtiger und gemütlicher Stützpunkt geworden. Schon 1982 wurde auf der Soierndiensthütte für die Stromversorgung des Funkgerätes eine Solaranlage installiert und mittlerweile ist diese auf den aktuellsten Stand der Solartechnik gebracht worden. 1984 erhielt die Bergwacht aus Mitteln des bayeri­schen Rettungsdienstgesetzes einen Mercedes-Benz Geländewagen, der den re­paraturfälligen Land Rover ersetzte und für uns das optimale Einsatzfahrzeug darstellt. Für die Betreuung der fast 100 km Loipen im Dienstbereich der Berg­wacht Krün ergänzt seit 1992 ein Motorschlitten mit Anhänger unseren Fuhrpark. Für die Bergung von Verletzten auf den Langlaufloipen, oder mit dem Mercedes nicht zu­gänglichen Wegen, erweist sich der Motorschlitten als ideales Rettungsgerät. Für dessen Unterstellung wurde unser Gerätehaus um eine Garage erweitert. Auch diese Baumaßnahme führten die Krüner Bergwachtler in bewährter Weise im Eigenbau durch. Hier ist auch einmal zu erwähnen, dass die Fi­nanzierung sämtlicher Ausgaben durch Spenden, Zuschüsse und eigene Initiativen erfolgt. Ein nicht unwesentlicher Teil der Einnahmen ist so z. B. auf den schon seit Jahrzehnten stattfindenden Lichtbildervortrag „Krün erleben" (vorher „Krün in den vier Jahreszeiten") und durch unseren Bergwachtball zurückzuführen. Beide Veran­staltungen haben mittler­weile schon Tradition und sind aus dem Veranstal­tungskalender der Ge­meinde Krün nicht mehr wegzudenken. Die Bergwachtbereitschaft Krün zählt heute 44 aktive Mitglieder, davon einen Arzt, einen Lawinenhundeführer und derzeit zwei Anwärter.

 

Ausbilder um 1990

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