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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Höhlenrettung im Alfelder Windloch

Alfeld, Lkr. Nürnberger Land. Die Höhlenretter der Bergwacht Bamberg kamen zum Einsatz, als ein 45-Jähriger sich bei einem Sturz im Alfelder Windloch mittelschwere Verletzungen zuzog und in einer aufwändigen Rettungsaktion mit einem Großaufgebot von Bergwacht, Feuerwehr und Polizei wieder ans Tageslicht gebracht werden musste.

Dank der Arbeit der Feuerwehr konnten die Einsatzfahrzeuge der Bergwacht ( hier das der Höhlenrettung) bis zum Höhleneingang vordringen

Der Hobbyhöhlenforscher war am Sonntagmittag mit seinem 7-jährigen Sohn in die verzweigte Höhle bei Alfeld eingestiegen. Die Höhle mit einer Gesamtganglänge von über 2 000 Metern gleicht durch ihre labyrinthartige Topographie einem Kaninchenbau. Etwa 150 Meter vom Ausgang der Höhle entfernt stürzte der Vater und zog sich neben einem Bruch des Sprunggelenks auch Gesichtsverletzungen zu. Nachdem es dem Vater unmöglich war, die Höhle aus eigener Kraft zu verlassen, taten die beiden das einzig Richtige: Sie blieben beieinander und warteten auf Rettung. Nachdem die beiden überfällig waren, alarmierte die Ehefrau des Verunfallten die Rettungskräfte. In einer ausgedehnten Suchaktion mit Polizei und Feuerwehr wurde nach dem PKW des Betroffenen gesucht, der auch bald in der Nähe des Alfelder Windloches gefunden wurde. Nach einem erfolglosen Suchflug eines Polizeihubschraubers mit der Wärmebildkamera konnte davon ausgegangen werden, dass sich die Vermissten in der Höhle befinden.

Am Höhleneingang werden Transportgeräte der Höhlenrettung vorbereitet

Nun wurde die Bergwacht Lauf alarmiert. Nach dem Eintreffen am trichterförmigen Höhleneingang begann die Suche im Inneren der Höhle. Etwa 150 Meter hinter dem Eingang wurden die Vermissten gefunden. Da der Abtransport des verletzten Vaters schwierig zu werden versprach, wurde die Höhlenrettung Nordbayern nachalarmiert. Unterdessen wurde der verletzte Vater von einem Bergwacht-Arzt notärztlich versorgt und in einem Bergesack der Bergwacht gelagert. Während im Inneren der Höhle der Abtransport begann, herrschte auch außerhalb rege Betriebsamkeit. Die Feuerwehren aus Alfeld und Hersbruck erweiterten den Fußweg, der die letzten 200 Meter zur Höhle führt, mit Motorsägen, damit die Geländefahrzeuge der Bergwacht zum Gerätetransport und zum Abtransport des Verletzten bis zum Höhleneingang vordringen konnten. Außerdem wurde, da es inzwischen pechschwarze Nacht war, der Umgriff des Höhleneingangs ausgeleuchtet und sogar eine Stromleitung zur Beleuchtung ins Höhleninnere gelegt.

Der Höhlen-Tourist wird in ein Geländefahrzeug der Bergwacht Lauf verladen

Das bis auf eine leichte Unterkühlung unverletzte Kind wurde rasch aus der Höhle gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Auch der Transport des Vater machte Fortschritte. Als die Höhlenretter aus Bamberg eintrafen, war der Patient etwa 50 Meter vom Höhleneingang entfernt. Die hatten es jedoch in sich, führte der Transportweg doch durch eine niedrige, stark geneigte Halle. Letzte Klippen waren der enge Eingangsdurchschlupf und der Einstiegstrichter. Dank der gesammelten men-power der Einsatzkräfte und des relativ guten Zustands des Patienten konnten die letzten Wegstücke überraschend schnell gemeistert werden. Gegen 23.00 Uhr war der 45-Jährige bei strömendem Regen wieder im Freien und wurde in einem Geländefahrzeug der Bergwacht zur Straße gebracht, wo er in einen Rettungswagen umgeladen und ins Krankenhaus gefahren wurde.

Allseits wurde die harmonische Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Rettungskräften gelobt.

Blick in den Einstiegstrichter des Alfelder Windlochs bei den Aufräumarbeiten.

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